Statthalterstrasse wird bei Schulareal zur Begegnungszone
Die Statthalterstrasse in Bümpliz wird im Bereich der Schulareale in eine Begegnungszone umgestaltet. Damit sollen die Sicherheit für Schulkinder und die Aufenthaltsqualität erhöht werden. Zudem wird für die Verbesserung des Stadtklimas rund ein Drittel der Asphaltfläche entsiegelt und das Regenwasser künftig zur kühlenden Verdunstung genutzt.
Vom 9. Februar bis Mitte April 2026 wird die Statthalterstrasse im Abschnitt zwischen der Wangenstrasse und der Morgenstrasse umfassend neugestaltet. Die heutige Tempo-30-Zone wird in eine Begegnungszone mit Tempo 20 umgewandelt. Damit soll die Strasse insbesondere für Schulkinder sicherer werden: Die Schulareale der Besonderen Volksschule Bümpliz sowie der Volksschulen Statthalter und Bümpliz werden durch neue, sichere Strassenquerungen direkt miteinander verbunden. Gleichzeitig wird der Raum markant aufgewertet. Es entstehen neue Sitzgelegenheiten und zusätzliche Aufenthalts-, Geh- und Grünflächen. Dazu wird die Fahrbahnbreite von 7,4 auf 5 Meter reduziert, und es werden alle 15 Parkfelder (blaue Zone) aufgehoben.
Massnahmen zur Hitzereduktion
Im Projektperimeter wird rund ein Drittel der Fläche entsiegelt und klimawirksam gestaltet. Auf rund 670 Quadratmetern weicht der Asphalt chaussierten Oberflächen. Auch auf der Strasse wird ein heller, sickerfähiger Belag eingebaut. Diese Massnahmen sorgen im Sinn der «Schwammstadt» (siehe Infobox) für kühlende Verdunstung dank Regenwasser.
Verkehrsführung während der Bauzeit
Während der Bauarbeiten ist die Statthalterstrasse im betroffenen Abschnitt ab Baubeginn am 9. Februar bis Mitte März nur als Einbahnstrasse in Richtung Wangen- und Rehhagstrasse befahrbar. Von Mitte bis Ende März wird der Abschnitt zur Sackgasse und ist ausschliesslich über die Morgenstrasse erreichbar. In der ersten Aprilhälfte 2026 muss der Bereich schliesslich wegen Belagsarbeiten für den motorisierten Verkehr vollständig gesperrt werden. Die Umleitung erfolgt jeweils via Wangenstrasse und Bümplizstrasse. Zu Fuss bleibt die Baustelle jederzeit passierbar.
Das Prinzip «Schwammstadt»
Die Stadt der Zukunft leitet Regenwasser in den Untergrund und speichert dieses wie ein Schwamm. Anstatt es der Kanalisation zuzuführen, wird das Regenwasser während Hitzeperioden von Pflanzen genutzt und über Oberflächen verdunstet. Das Resultat: Niederschläge können vom Untergrund aufgenommen werden; die langsame Verdunstung wirkt als natürliche Klimaanlage, die Lebens- und Aufenthaltsqualität wird erhöht. Ausserdem werden Überschwemmungsschäden verringert und die Kanalisation entlastet. Die Anpassung an den Klimawandel ist Teil der Energie- und Klimastrategie 2035 der Stadt Bern.
