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Nicht planbare Grossereignisse

Ein nicht planbares Grossereignis (z. B. Grossbrand, Flugzeugabsturz) stellt hohe Ansprüche an die Sanität und ihre Blaulichtpartner. Als kompetente Dienstleisterin stellt die Sanitätspolizei die notfallmedizinische Versorgung mit weiteren Rettungsdiensten, der Polizei und der Feuerwehr sicher.

Sanitätshilfsstelle (SAN Hist)

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Eine Sanitätshilfsstelle, kurz SAN Hist genannt, dient bei Grossereignissen der Aufnahme und Sicherstellung der medizinischen Versorgung von verletzten Personen im Schadensraum. Sie kann in Zelten oder gut zugänglichen Räumen erstellt werden. Mit einer SAN Hist wird die medizinische Betreuung früh sichergestellt und die Spitäler werden entsprechend entlastet. Der koordinierte Patiententransport in die Zielspitäler kann geordnet durchgeführt werden.

Schadenplatzorganisation

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Die Möglichkeiten der Bewältigung eines nicht planbaren Grossereignisses sind immer abhängig von der jeweiligen Örtlichkeit. Deshalb ist eines der obersten Ziele von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, die Organisation auf einem Schadenplatz gemeinsam zu strukturieren und dem Ereignis dynamisch anzupassen. Die Grundstruktur wird durch elf Punkte (Kanton Bern) beim Abspracherapport festgelegt.

  1. Selbstschutz, Eigen- und Drittgefahr
  2. Rettungsachse (Zu- und Wegfahrt)
  3. Absperrungen (Sicherungsring, Gefahrenzone)
  4. Patientensammelstelle
  5. Sanitätshilfsstelle (Behandlungsstelle)
  6. Sammelstelle Unverletzte
  7. Warteraum (Einsatzkräfte und Einsatzmittel)
  8. Spurenschutz
  9. Standort Kommandoposten Front (Organisatsionsraum Schadenplatz)
  10. Sammelstelle Medien (Informationsstelle)
  11. Nächster Rapport (Art, Ort und Zeit)

Massenanfall von Verletzten (MANV)

MANV Checklisten 15, 20 und 20+ (Grafik: Sanitätspolizei Bern)
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MANV Checklisten 10, 15 und 20+ (Grafik: Sanitätspolizei Bern)

Für die Alarmierung von personellen und materiellen Einsatzressourcen ist es sinnvoll, von der Patientenanzahl auszugehen. Die Sanitätsnotrufzentrale 144 hat für ihren Verantwortungsbereich sogenannte MANV-Stufen festgelegt, welche bei einem "Massenanfall von Verletzten/Erkrankten" wirksam werden. Anhand der zu erwartenden Patientenzahl werden nach standardisierten Abläufe bereits vorsorglich Einsatzmittel (wie Ambulanzen, Helikopter etc.) und Fachpersonen gemäss MANV-Stufen durch die Sanitätsnotrufzentrale 144 aufgeboten und eingesetzt.

Die Sanitätspolizei sowie die anderen regionalen Rettungsdienste des Kantons Bern stellen in Zusammenarbeit mit Polizei und Feuerwehr den Bevölkerungsschutz bei nicht planbaren Grossereignissen (z. B. Terroranschlag, Bahnunglück, Pandemie) sicher. Da bei dieser Art von Ereignissen mit vielen verletzten Personen zu rechnen ist, spricht man von einem Massenanfall an verletzten Personen (MANV).

Regelmässige Führungskurse im Kanton Bern mit sämtlichen Blaulichtpartnern festigen die Zusammenarbeit und optimieren die Abläufe.

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