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Jugendsolarprojektwoche der Volksschule Munzinger

Zwischen dem 14. und 18. September 2020 fand das erste Jugendsolarprojekt der Stadt Bern im Rahmen eines Schulprojektes statt. An der Projektwoche unmittelbar vor den Herbstferien beteiligten sich zwei 8. Klassen mit rund 40 Schülerinnen und Schüler der Volksschule Munzinger. Die PR-Gruppe berichtet.

1. Bericht der Projektwoche: Start ins Jugend-Solarprojekt

Heute war der erste Tag des Jugend-Solarprojekts. Die 40 Schülerinnen und Schüler der Klassen 2AB aus der Mosaikschule Munzinger teilten sich in Gruppen auf und besuchten verschiedene Workshops zum Thema Sonnenenergie, welche von der Organisation «Youth on the Roof» geleitet wurden. Sinn und Ziel dieses einwöchigen Projekts ist es, Solarpanels auf zwei Pavillonbauten der Volksschule Marzili zu montieren. Die Fläche ist etwa so gross wie drei Tennisplätze.

Von Fabio Büchel, Fabio Stalder, Klara Mauderli, Ronya Zbinden, Tudor Popescu

Auf dem Dach
Jeden Tag arbeitet eine Gruppe von 10 Schülerinnen und Schüler auf dem Dach. Heute wurde noch nicht mit Solarpanels gearbeitet. Die Jugendlichen schraubten Haken fest damit die Panels installiert werden können. Diese werden in den folgenden Tagen montiert. Nach unserer Umfrage sind die meisten Schüler und Schülerinnen motiviert und der Meinung, dass die Arbeit auf dem Dach sehr interessant und nicht allzu anstrengend ist. Eine Schülerin der Klasse 2A sagt dazu, dass es sehr motivierend sei, etwas für die Umwelt zu tun, denn damit habe die Volksschule Marzili umweltfreundlicheren Strom.

Der Solarworkshop
Im Werkraum findet der Solarworkshop statt. Dort baut man verschiedene von Solarenergie betriebene Fortbewegungsmittel. Grösstenteils Autos und Flugzeuge. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Dabei entstanden sehr witzige Gebilde. Jedoch funktionierten einige nicht, wie sie sollten. Die Autos hatten grösstenteils nicht genug Kraft zum Fahren. Die Flugzeugmotore waren zu schwer um sich selbst zu tragen. Natürlich hab es ein paar Ausnahmen. Als Lösung für das Flugzeug Problem bauten wir eine Art Metallwaage an der man sein Flugzeug befestigen konnte. Diese drehte sich dann um die mittlere Stange. Zum Schluss konstruierten wir noch eine etwas komplexere LED mit Motherboard, Schalter und anderen Dingen, die sich so kompliziert anhören wie sie sind. Insgesamt ist der Solarworkshop witzig und interessant.

Die Theorie
Im Theorieworkshop lernt man etwas über erneuerbare und fossile Energie. Insbesondere über die Verwendung von Solarpanels. Obwohl man es nicht gerade erwartet, finden laut eigenen Aussagen viele, dass die Theorie ziemlich interessant ist. Trotzdem ist die Motivation etwas weniger hoch als bei den anderen Workshops, da man wie in der normalen Schule nur etwas lernt und nicht wirklich etwas bewirken kann. Eine Schülerin der Klasse 2B äusserst sich dazu wie folgt: «Ich denke, dass die Theorie auf der Welt nicht wirklich viel bewirkt. Würde man zu Hause selbst Solarpanels montieren, hätte man das nötige Wissen.» Trotzdem sind es zentrale Inhalte, welche als Grundlage für die weiteren Workshops, wichtig sind.

Folgen
Das Solarprojekt führt dazu, dass der CO2- Verbrauch des Schulhaus Marzili sinkt, da sie mit diesem Projekt auf Solarenergie umsteigen. Es verringert den CO2-Verbrauch nur, weil das Schulhaus doch zu gross ist um ganz auf Solarenergie umzusteigen zu können. Ein weiteres Problem ist auch, dass im Winter oder an bewölkten Tagen viel weniger Energie erzeugt werden kann. Die Schülerinnen und Schüler werden auch mit viel Wissen nach Hause gehen. Wie man Solarpanels montiert, wie sie funktionieren, sowie wie und was man alles mit Sonnenenergie anstellen kann. Darunter gehört Energie produzieren, Kochen und Vieles mehr.

Kochen mit der Sonne
Beim Solaren Kochen wird die Sonne nicht zur Stromerzeugung genutzt, sondern man verwendet direkt die Hitze der Sonne. Mit verschiedenen Reflektoren bündelt man die Energie der Sonne auf einen bestimmten Bereich. Ansonsten würde kaum genügend Hitze zusammenkommen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Man kann entweder eine grössere Fläche auf einem Punkt fixieren oder die Hitze mit einer Art Lupe verstärken. Es gab verschiedene Konstrukte mit denen man diese Methoden durchführen konnte. Gekocht wurden Marshmallows, Würstchen und kleine Brownies. Es wurde auch versucht nur mithilfe der Sonne «Böller» anzuzünden. Manche versuchten mit einer Lupe Marshmallows zu schmelzen, andere stellten eine grosse Kuppe auf, um alles auf einen Punkt zu fixieren. Die Schülerinnen und Schüler fanden es interessant und lustig, da man lernte wie man mit Sonnenenergie kochen kann und man zum Schluss sogar eine kleine Verpflegung erhielt.

2. Bericht der Projektwoche: «Nicht nur reden,sondern anpacken»

Das Jugend-Solarprojekt geht weiter, die Arbeit auf dem Dach geht voran. Heute ist eine neue Gruppe aus Schülern und Schülerinnen der Klassen 2AB hochgestiegen. Sie fahren dort weiter, wo die letzte Gruppe aufgehört hat. Diejenigen die nicht im Marzili sind, besuchten erneut Workshops im Munzinger. Heute kamen neue Workshops dazu. So zum Beispiel der Workshop Energie Effizienz oder Energie, Politik und Jobs.

Von Fabio Büchel, Fabio Stalder, Klara Mauderli, Ronya Zbinden, Tudor Popescu

Auf dem Dach
Die Montage auf dem Dach findet immer noch statt, da es der Schwerpunkt des Projekts ist. Die Meinungen der Schülerinnen und Schüler sind ähnlich, wie an den vergangenen Tagen. Das Wetter sei meist sehr heiss zum Arbeiten auf dem Dach. Das Bewusstsein, dass man etwas bewirkt und etwas Gutes für die Umwelt getan wird, motiviert wiederum, auch wenn das Ergebnis nach einem Arbeitstag vielleicht nicht gerade atemberaubend aussieht. Bisher waren noch nicht alle Schülerinnen und Schüler auf dem Dach. Dies nicht ohne Grund. Bislang wurden auf dem Dach nur Haken und weitere Halterungen für die Solarpanels montiert. Auch sogenannte «Leermodule» wurden installiert, welche für ein einheitliches Bild sorgen, doch keinen Strom produzieren. Es wird immer noch diskutiert, ob Schülerinnen und Schüler die richtigen Solarpanels montieren dürfen, was wir sehr bedauern.

Energie-Effizienz
Im Energie-Effizienz-Workshop lernen Schülerinnen und Schüler der 2AB etwas über den Verbrauch von Energie und wie man diesen minimieren kann. Laut Aussagen werden dort interessante Inhalte behandelt, jedoch nicht so aufregend übermittelt, denn vorallem Zuhören ist angesagt. Dafür sind die Inhalte umso wichtiger. So werden zum Beispiel Methoden zum Stromsparen im Munzinger Schulhaus besprochen. Insgesamt ist der Energie-Effizienz-Workshop bei den meisten Schülerinnen und Schülern doch beliebter als normale Schule - zumindest für eine Woche.

Folgen
Durch die Interviews mit den verschiedenen Schülerinnen und Schülern haben wir bemerkt, dass alle motiviert bei der Sache sind und die Arbeit auf dem Dach gut voran kommt. Alle hoffen, dass sie bei der Montage der richtigen Solarpanels auch dabei sein können. Das Projekt entspricht den Erwartungen der SchülerInnen, denn die meisten sind sich bewusst, dass das, was sie hier machen, gut für die Natur ist. Da das Klima und die Umwelt für alle sehr wichtig ist, ist dies auch eine grosse Motivation. Die Schülerinnen und Schüler lernen viel Theoretisches zum Thema Sonnenenergie, das sie auch später noch brauchen können, weil das Thema Energie in Zukunft immer wichtiger wird. Deshalb ist es sinnvoll, so viel wie möglich über dieses Thema zu wissen. Schüler und Schülerinnen lernen also Theoretisches und Praktisches rund ums Thema Solarenergie.

Energie-Wirtschaft
Themen in diesem Workshop sind Energiequellen, Solarpanels, Berufs- und Jobangebote. Dies beinhaltet grösstenteils viel Theorie und ist deshalb einer der anstrengenderen Kurse. Trotzdem finden die SchülerInnen den Kurs spannend. Umwelt sei wichtig und es ist gut das Wissen weiterzugeben, sagt ein Schüler. Er wird durch den Workshop motiviert, etwas für die Umwelt zu tun und bewusster zu leben. Eine Schülerin meint dazu, dass das Thema eigentlich spannend und gut verständlich, aber leider ein wenig eintönig sei.

Impressionen vom Jugendsolarprojekt

Das Bauprojekt

Auf den Dächern der Schulpavillons der Volksschule Marzili an der Sulgeneckstrasse 59a und 59b wurde im Herbst 2020 unter Federführung von Hochbau Stadt Bern eine Photovoltaikanlage (PV-Anlagen) zur Stromproduktion montiert. Die PV-Anlage ist gut 600 Quadratmeter gross und die installierte Spitzenleistung STC beträgt 93 Kilowatt (kW). Betrieben und unterhalten werden die Indach-Anlagen durch Energie Wasser Bern (ewb). Da in der Volksschule Marzili keine Schülerinnen und Schüler der Oberstufe zur Schule gehen, wird das Jugendsolarprojekt mit Jugendlichen der Volksschule Munzinger durchgeführt.

Weitere Informationen.

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