Ins Museum dank Begleitung
Alter Stadt Bern unterstützte die begleitete Erkundungstour von Bewohner*innen eines Alterszentrums im Museum für Kommunikation in Bern.
Es braucht nicht viel für eine Reise in die Vergangenheit. Das Betrachten der alten Objekte im Museum für Kommunikation lässt die Bewohnenden des Domicil Schwabgut sofort in ihre Erinnerungen abtauchen. Zum Beispiel an die Sonntage, als man sich noch ohne Telefon durch Rufen über den Balkon zum gemeinsamen Essen verabredete. Oder an die Mutter, die mit dem Teppichklopfer den schönen Perserteppich im Schnee ausklopfte. Oder an die Familienzeit vor dem Radio, um Trudi Gersters Kinderstunde zu hören. Wie schön ist es, in Begleitung einer Freiwilligen einen Nachmittag lang im Museum für Kommunikation in diesen Erinnerungen zu schwelgen und sich darüber auszutauschen.
Bereits zum zweiten Mal führte das Museum für Kommunikation einen «Tandem im Museum (TiM)»-Adventsanlass mit dem Domicil Schwabgut durch. An diesem Freitagnachmittag, dem 12. Dezember 2025, nehmen sieben Bewohnende, begleitet von drei Betreuerinnen, daran teil. Empfangen werden sie von den Kommunikatorinnen Stefanie und Sarah sowie acht Freiwilligen, sogenannten «TiMer*innen» aus der Region Bern. Nach einem gemeinsamen Einstieg werden Tandems gebildet. Die TiMer*innen knüpfen behutsam Kontakt mit der ihnen zugeteilten Person und erkunden dann gemeinsam mit ihr das Museum. Mit offenen Ohren und viel Fingerspitzengefühl begleiten sie die Senior*innen auf deren Erinnerungsreisen, um zu guter Letzt zusammen zu einem Objekt eine Geschichte zu erfinden. Alle TiM-Geschichten werden auf der Plattform mi-s.ch - musée imaginaire suisse gepostet.
Zum Schluss kommt die Gruppe im Museumscafé wieder zusammen. Wie gut tut nun eine Stärkung mit Kaffee und Kuchen, es war ein bewegter und bewegender Nachmittag. Berührend ist auch der Abschied, bevor das Spezialtaxi die Senior:innen wieder abholt. Hände werden gedrückt, Komplimente verteilt: «Schön war es, toll habt ihr das gemacht, wir kommen wieder.»
Alter Stadt Bern hat diesen Anlass finanziell unterstützt.
Tandem im Museum (TiM) fördert niederschwellige kulturelle Teilhabe im Museum und unternimmt wirksam etwas gegen die soziale Vereinsamung. Das Mittel dazu ist das gemeinsame Erfinden einer Geschichte im Museum. Dies führt zu einer aktiven Teilhabe an Kultur und stärkt Kompetenzen wie Dialog,- Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, Empathie und Resilienz.
Text verfasst von den Organisator*innen
