Städtebauliche Studie
Im Dialog mit einem breit abgestützten Gutachter*innengremium erarbeitete und prüfte ein interdisziplinäres Planungsteam unterschiedliche städtebauliche Strategien. Das Gremium setzte sich aus unabhängigen Expert*innen sowie verwaltungsinternen Fachpersonen zusammen. Ziel dieses Prozesses war es, das städtebauliche Potenzial des Areals zu präzisieren. Ebenso sollten die verträgliche Dichte sowie die vorangegangenen Nutzungsüberlegungen geschärft werden.
Als Ergebnis der Studie resultierte ein städtebauliches Gesamtkonzept, welches die Entwicklung des Areals nach Teilgebieten und in voneinander unabhängigen Schritten vorsieht. Folgende Erkenntnisse aus dem Gutachterverfahren sind für den weiterführenden Planungsprozess entscheidend:
- Wohnen als primäre zukünftige Nutzung des Areals wird bestätigt. Ergänzend werden öffentliche und quartierdienliche Nutzungen vorgesehen.
- Die verträgliche bauliche Dichte liegt bei 1.4 - 1.5 GFo/aGSF über das gesamte Areal.
(Verhältnis der Geschossfläche (GF) zur anrechenbaren Grundstücksfläche (GSF), auch bekannt als Geschossflächenziffer (GFZ). - Die Höhenentwicklung liegt bei vier Geschossen auf der Seite der Bottigenstrasse und bis zu fünf Geschossen an der Mädergutstrasse am Übergang zum Kleefeld.
- Das Gesamtareal Mädergut kann in selbstständige Teilgebiete unterteilt werden, welche keine einheitliche Architektursprache benötigen. Dies ermöglicht eine voneinander unabhängige Entwicklung der Teilgebiete entsprechend ihrer jeweiligen Potenziale und Rahmenbedingungen, jedoch unter gesamtheitlicher Betrachtung des Areals.
- Der Rückbau der Bestandsbauten entlang der heutigen Brünnackerstrasse ist Voraussetzung für eine Entwicklung des Areals.
- Die Bestandesbauten entlang der Bottigenstrasse können belassen und im Bestand weiterentwickelt oder ersetzt werden. Der Erhalt der Bestandsbauten im Mädergut Nord schafft Diversität, eine hohe Sozialverträglichkeit und führt zu einer positiven Wechselwirkung mit Neubauten.
- An den Stirnseiten des Areals entstehen öffentliche Plätze als aussenräumliche Anknüpfpunkte zum Quartier.
- Die Mädergutstrasse wird räumlich und funktional aufgewertet.
- Im Arealinnern werden die bestehenden Gartennutzungen neu konzipiert.
- Unterschiedliche Wegverbindungen für den Fuss- und Veloverkehr in Nord-Süd und Ost-West-Richtung verbessern die arealinterne Durchlässigkeit und vernetzen das Areal gut mit seinem Umfeld.
