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Zahlreiche städtische Dienststellen sind an der Entwicklung des Mädergutareals beteiligt. Bei der hohen Komplexität der Arealentwicklung, dem langen Planungshorizont, der vielfältigen Nutzung des Areals und bei der Anzahl der Beteiligten stellt es eine Herausforderung dar, den Überblick zu behalten.

Die folgenden Fragen und Antworten decken ein breites Themenspektrum ab und helfen bei der Orientierung.

Aufgrund des knappen Wohnungsangebots beabsichtigt die Stadt Bern die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum, insbesondere auch im Segment des preisgünstigen Wohnens. Aufgrund der aktuell sehr tiefen Ausnutzung sowie der bestehenden guten Erschliessung besteht dazu im Mädergutareal ein grosses Potenzial.

Vorgesehen ist eine Transformation des Areals über einen längeren Zeitraum hinweg. Dazu werden die verschiedenen Teilgebiete zeitlich unabhängig weiterentwickelt. Die erste Entwicklungsetappe umfasst das Teilgebiet C1 Mädergutstrasse im Süden des Areals.

In erster Linie sind zusätzliche Wohnungen geplant. Ergänzend sollen auch nicht störende Arbeitsnutzungen sowie publikumsorientierte und quartierdienende Nutzungen entstehen. In den Bereichen entlang des Rehhaghölzli können zudem Bildungseinrichtungen und Infrastrukturnutzungen erstellt werden.

Die bestehenden Gebäudestrukturen werden nach und nach weiterentwickelt, erneuert und ergänzt. Dabei sollen sich Neubauten und Bestandesliegenschaften gegenseitig ergänzen. Für die Entwicklung der ersten Etappe erfolgt ein Rückbau der bestehenden Liegenschaften entlang der Mädergutstrasse und der Brünnackerstrasse. Die weiteren Bestandesbauten können belassen und im Bestand weiterentwickelt oder ersetzt werden.

Der bestehende Spielplatz Brünnacker soll erhalten und weiterentwickelt werden.

Die Familiengärten an der Mädergutstrasse werden von der ersten Entwicklungsetappe betroffen und müssen der Neuüberbauung weichen. Gärtnern soll aber auch zukünftig eine wichtige Rolle auf dem Areal spielen.

Die Parzellen auf dem Areal Mädergut befinden sich im Eigentum des Fonds für Boden- und Wohnbaupolitik der Stadt Bern, des Gfeller-Fonds, der Einwohnergemeinde der Stadt Bern (Parzellen Verwaltungsvermögen und Tiefbauamt) sowie Bernmobil.

Es ist vorgesehen, dass die erste Bauetappe durch die Stadt selbst realisiert wird.

Bis auf dem Areal mit dem Baustart begonnen werden kann, müssen verschiedene Vorarbeiten durchgeführt und Entscheide durch die Politik und Bevölkerung gefällt werden. Insbesondere müssen die planungsrechtlichen Grundlagen angepasst und qualitätssichernde Verfahren (z. B. Architekturwettbewerbe) durchgeführt werden.

Die zuständige Quartierkommission QBB ist die Ansprechpartnerin für die Stadt. An den Delegiertenversammlungen wird regelmässig über die Entwicklung orientiert. Dazu werden die Direktbetroffenen über die aktuellen Planungsschritte laufend informiert.

Im weiteren Verfahren wird eine öffentliche Mitwirkung zur Planungsvorlage durchgeführt, in welcher sich die Öffentlichkeit miteinbringen kann. Weiter kann die Bevölkerung zu verschiedenen Zeitpunkten über die Entwicklung des Mädergutareals abstimmen (Anpassung der planungsrechtlichen Grundlage, Planungs- und Baukredite).

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