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Projekt

Auf der Engehalbinsel im Norden der Stadt Bern liegt am Ende der Reichenbachstrasse die 2023 fertiggestellte städtische Siedlung. Der Reichenbachwald ist nur einige Meter vom Gelände entfernt und die Aare befindet sich in Fussdistanz. Mit dem öffentlichen Verkehr ist das Gebiet durch die RBS-Linie (Station Tiefenau) erschlossen.

Bild Legende:

Die Überbauung besteht aus vier Gebäuden, die sich um einen zentral gelegenen Hof gruppieren. Sie fügen sich städtebaulich gut in die unmittelbare Umgebung ein, weil sich die rechtwinklige Anordnung und die Höhenstaffelung an den Gebäuden des benachbarten Wohnheims Rossfeld orientieren. Die beiden parallel zur Reichenbachstrasse gelegenen Gebäude sind sieben- respektive sechsstöckig, die anderen beiden vierstöckig. Alle Fassaden werden aus Betonelementen gefertigt, was wiederum dem Erscheinungsbild der benachbarten Gebäude entspricht.

Autoarm

Die Wohnüberbauung Reichenbachstrasse 118 weist hinsichtlich Mobilität Vorzeigecharakter auf und wurde gemäss dem ausgearbeiteten Mobilitätskonzept bewusst autoarm geplant. Das Parkplatzangebot umfasst drei Parkfelder für mobilitätseingeschränkte Personen, zwei bis sechs für E-Car-Sharing und einer für gewerbliche Zwecke. Die Zufahrt zur Tiefgarage befindet sich an der Reichenbachstrasse auf der nördlichen Seite des Grundstücks. Drei Besuchendenparkplätze sowie eine öffentliche Mobility-Station befinden sich auf der benachbarten Parzelle der Kirchgemeinde Matthäus.

Mehr Informationen auf der Plattform autofrei/autoarm Wohnen

Öffentliche Nutzungen

Ungefähr vier Prozent der oberirdischen Geschossfläche steht für öffentliche Nutzungen zur Verfügung. Diese Nutzungen befinden sich alle im Erdgeschoss jenes Gebäudes, das direkt an der Reichenbachstrasse liegt. Im selben Gebäude befinden sich unter anderem ein Gemeinschaftsraum für das ganze Quartier sowie eine Gewerbefläche. Durch diese Nutzungen wird der öffentliche Charakter der Wohnüberbauung betont und der Austausch mit dem Quartier gefördert.

Zwei Plusenergiehäuser

Aufgrund einer ertragsoptimierten Photovoltaikanlage wurden zwei der vier Gebäude als Plusenergiehäuser realisiert. Plusenergiehäuser produzieren in einem Jahr mehr Energie, als sie verbrauchen, und leisten damit einen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes. 

2000-Watt-Areal

Mit der Wohnüberbauung an der Reichenbachstrasse 118 hat die Stadt ein Vorzeigeprojekt bezüglich Energieversorgung realisiert. Die Überbauung ist als 2000-Watt-Areal zertifiziert. Die Wärmeerzeugung mit Erdsonden und Wärmepumpen in Kombination mit leistungsstarken Photovoltaikanlagen auf den Gebäudedächern sorgen für einen hohen energetischen Selbstversorgungsgrad. Dazu trägt auch die lokale Speicherung des Solarstroms bei. Betrieben werden die Heiz- und Stromanlagen von Energie Wasser Bern (ewb).

Förderung der Artenvielfalt

Die Artenvielfalt geniesst einen hohen Stellenwert. Zur Umsetzung des städtischen Biodiversitätskonzepts sind die Fassaden der Gebäude teilweise begrünt und der Aussenraum wird von extensiv genutzten Blumenwiesen geprägt.

Durchwohnen für optimalen Lichteinfall

Die komplett hindernisfrei gestalteten Gebäude verfügen je über zwei beziehungsweise drei grosszügige Eingangsbereiche. Über mittige Treppen- und Liftanlagen werden jeweils zwei Wohnungen pro Etage erschlossen. Die Wohnzimmer erstrecken sich - ausser bei den Clusterwohnungen - stets über die gesamte Gebäudetiefe. Dadurch wird sogenanntes Durchwohnen ermöglicht, bei dem das Wohnzimmer von zwei Seiten optimal belichtet wird. 

Mehr als 100 Wohnungen

Die vier Gebäuden bestehen aus einem vielseitigen Mix aus Zweieinhalb- bis Fünfeinhalbzimmerwohnungen. Mehr als die Hälfte der 104 Einheiten sind Familienwohnungen mit mindestens vier Zimmern. Zudem gibt es zwei sogenannte Clusterwohnungen mit sechseinhalb Zimmern, die sich ideal für Wohngemeinschaften eignen. 

376 Veloabstellplätze

Von den insgesamt 376 Veloabstellplätzen sind 80 Prozent gedeckt. Sie befinden sich jeweils an den schmalen Seiten der vier Wohngebäude sowie bei den Eingangsbereichen. Zudem befindet sich im Untergeschoss neben der Tiefgarage ein grosser Veloraum. Für die angebotenen E-Bikes steht den Bewohnerinnen und Bewohnern der Überbauung im Gebäude mit den öffentlichen Nutzungen ein ebenerdiger Raum zur Verfügung.

Hauseigenes Mobilitätsangebot

Aufgefangen wird das bewusst knapp gehaltene Angebot an Autoabstellplätzen durch ein hauseigenes Mobilitätsangebot. E-Car-Sharing, E-Bikes und E-Cargo-Bikes ermöglichen eine klimafreundliche Fortbewegung der Bewohnerinnen und Bewohner der Überbauung.

Aussenraum

Bild Legende:

Der zentral gelegene Hof bildet den Mittelpunkt der Wohnüberbauung und dient als Begegnungsort. Er ist nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern für das ganze Quartier zugänglich. Die durchgehenden Fusswege sind allesamt hindernisfrei ausgestaltet und erlauben eine hohe Durchlässigkeit. Entlang des peripheren, unbefestigten Wegnetzes wurden einheimische standortgerechte Bäume gepflanzt.

Die Mieterschaft wurde bei der Planung und Realisierung des Aussenraums miteinbezogen.

Weitere Informationen.

Kontakt

Germann Andreas

Gesamtprojektleiter

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