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Digitale Vorhaben

Bei allen digitalen Vorhaben orientiert sich die Stadt an den Bedürfnissen von Bevölkerung und Wirtschaft. Gesteuert werden die Vorhaben über das städtische Digitalportfolio.

Auf dieser Seite: 

Die grossen Digitalisierungs-Vorhaben 

Steuerung und Qualitätssicherung der Vorhaben:

Grosse Digitalisierungs-Programme

Das sind die wichtigsten laufenden Programme zur Digitalisierung in der Stadt Bern: 

HR4you

Symbol HR4you
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Die Stadt Bern modernisiert im Zuge der Digitalisierung ihr gesamtes Personalwesen. Das Programm HR4you wurde im Frühjahr 2020 lanciert, um den Herausforderungen zu begegnen, die der Wandel der Arbeitswelt mit sich bringt. 

Das Programm HR4you hat zum Ziel, sämtliche Prozesse zu optimieren, zu standardisieren, zu beschleunigen und wo möglich aus einer Hand zentral anzubieten. Dadurch können die Führungskräfte entlastet werden und sie erhalten mehr Zeit für qualitative Personal- und Führungsarbeit. Personalverantwortliche sollen in Zukunft weniger administrative Tätigkeiten ausüben und stattdessen vermehrt die Führungskräfte beraten und den digitalen Wandel aktiver begleiten.

Mit HR4you soll im Personalmanagement der Stadt Bern «best practice» Einzug halten: Bewährte Konzepte aus den städtischen Direktionen, vergleichbaren externen Unternehmungen und Lösungen am Markt sollen zum neuen städtischen Standard zusammengeführt werden.

Erste realisierte Meilensteine des Programms HR4you sind der neue Auftritt der Stadt als Arbeitgeberin und die Einführung der Rekrutierungssoftware «SuccessFactors»: Dieses SAP-Modul bietet bei maximaler Sicherheit eine umfassende moderne und übersichtliche Digitallösung für alle HR-Kernprozesse.  

BernPortal

Mit dem BernPortal wird ein zentrales Service-public-Portal für Bevölkerung, Wirtschaft und Behörden erarbeitet, über das niederschwellig, zeit- und ortsunabhängig Verwaltungsdienstleistungen in einem sogenannten «One-Stop-Shop» angeboten werden. Damit fördert das BernPortal als wichtiges Umsetzungsvorhaben der Digitalstrategie die digitale Teilhabe und die Inklusion.

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Das BernPortal ist ein Meilenstein hin zu einem leistungsstarken digitalen Service public, den die Stadt Bern – geleitet durch das Motto der Digitalstrategie «Einfach für alle» – realisieren will. Die Dienstleistungen des BernPortals werden nach dem Prinzip «digital first» für die Bevölkerung und «digital only» in der Verwaltung ausgebaut. Durch Digitalisierung und Automatisierung werden Ressourcen gebündelt und mehr Personal für persönliche Beratung frei. Menschen ohne digitale Möglichkeiten erhalten weiterhin persönliche Unterstützung.

Der digitale Service public wird spürbar ausgebaut und entsprechend den Bedürfnissen der Bevölkerung aufgebaut. Die digitale Infrastruktur wird modernisiert, damit sie anschlussfähig ist an die Anforderungen des digitalen Primats des Kantons Bern und neue Infrastrukturen wie die  staatliche E-ID.

Neben digitalen Verwaltungsdienstleistungen soll das Portal der Bevölkerung ermöglichen, sich über eine digitale Partizipationsplattform einfacher an städtischen Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Damit wird Bern noch demokratischer, inklusiver und transparenter.

Weiterentwicklung Schulinformatik-Plattform (WESP)

Symbol gezeichnet: eine Figur steht auf einem angedeuteten Tablet
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Mit diesem Programm machen die Stadtberner Schulen einen grossen Schritt in die Zukunft. Die Stadt investiert in die Informatik-Ausstattung der Schulen, um Bildung und Betreuung zeitgemäss, verlässlich und chancengerecht zu gestalten.

Im Zentrum steht eine umfassende digitale Transformation. Kinder und Jugendliche sollen von den technischen Errungenschaften profitieren. Lehrpersonen, Schulleitungen und Betreuungspersonen werden aktiv dabei begleitet, digitale Werkzeuge sinnvoll und pädagogisch zielführend einzusetzen.

  • Schüler*innen profitieren von den Chancen digitaler Lerntools und erwerben digitale Kompetenzen, die sie im Alltag und im Berufsleben benötigen.
  • Lehrpersonen arbeiten mit moderner Technik und erhalten praxisnahe und bedarfsgerechte Weiterbildungen.
  • Schulen profitieren von einer sicheren und übersichtlichen IT-Infrastruktur und werden auf ihrem Weg im digitalen Wandel unterstützt.

Die Umsetzung erfolgt stufenweise bis 2027 und wird anschliessend vom regulären Betrieb übernommen.

Chancengerechtigkeit und digitales Gleichgewicht

Ein Aspekt des Programms WESP ist die Chancengerechtigkeit: Alle Kinder und Jugendlichen sollen Zugang zu guten digitalen Lernwerkzeugen haben, unabhängig vom Elternhaus. Zudem vermitteln die Schulen in Zusammenarbeit mit dem städtischen Gesundheitsdienst den Schüler*innen ein gesundes Gleichgewicht zwischen analoger und digitaler Welt.

Data Excellence

Mit dem Programm Data Excellence schafft die Stadt Bern Grundlagen für einen bewussten, sicheren und wirkungsvollen Umgang mit Daten.

Das Ziel des Programms Data Excellence ist, Daten systematisch zu steuern, ihre Qualität zu erhöhen und ihren Nutzen für Verwaltung, Bevölkerung und Wirtschaft zu steigern.  Data Excellence soll Doppelspurigkeiten reduzieren und vorhandenes Wissen nutzbar machen.  Das bringt viele Vorteile:

Für Mitarbeitende:

  • weniger Suchen und weniger Mehrfacherfassungen
  • geregelte Verantwortlichkeiten  
  • bessere Zusammenarbeit über Direktionen hinweg  

Für Bevölkerung und Wirtschaft:  

  • weniger wiederholte Angaben  
  • einfachere, digitale Dienstleistungen  
  • effizientere Abläufe  

Für die Stadt Bern insgesamt:  

  • fundiertere Entscheidungen  
  • effizienterer Ressourceneinsatz  
  • eine starke Basis für Innovation und nachhaltige digitale Entwicklung in der Verwaltung 

Kurz gesagt: Data Excellence schafft die Voraussetzungen, damit Daten nicht verwaltet, sondern sinnvoll genutzt werden – als Grundlage für faktenbasierte Entscheidungen und innovative städtische Entwicklung, mit spürbarem Nutzen für Bevölkerung, Wirtschaft und Verwaltung. 

Digitale Unternehmensarchitektur

Eine digitale Unternehmensarchitektur ist mit einem behördlichen Richtplan vergleichbar: Sie gibt Orientierung, setzt Prioritäten und definiert verbindliche Leitplanken. 

Seit den Anfängen der Digitalisierung ist in der Stadt Bern nach und nach eine digitale Landschaft gewachsen. Digitale Systeme wurden jeweils eingeführt, um fachliche oder organisatorische Probleme zu lösen – pragmatisch und in den jeweiligen Situationen sachgerecht. So sind unterschiedliche Lösungen entstanden, die teils Redundanzen aufweisen oder nicht optimal aufeinander abgestimmt sind. Heute jedoch braucht die Stadt einen verbindlichen Rahmen für eine harmonisierte digitale Weiterentwicklung. Ohne einen solchen lassen sich die Ziele der Digitalstrategie nicht erreichen. 

Eine digitale Unternehmensarchitektur soll sicherstellen, dass digitale Vorhaben künftig auf gemeinsamen Grundlagen aufbauen. Sie definiert unter anderem Architekturprinzipien, Standards, Schnittstellen und Zuständigkeiten. So reduziert sie das Risiko von Verzögerungen, Mehrkosten sowie eingeschränkter Skalierbarkeit und Nutzbarkeit.  

Ein Geschäftsorganisationskonzept, das derzeit in Erarbeitung ist, soll die verbindliche Grundlage bilden für eine normative, stadtweite Institutionalisierung der digitalen Unternehmensarchitektur als Steuerungsinstrument.


Steuerung der digitalen Vorhaben

Alle Digitalisierungsprogramme und -projekte der Stadt Bern werden seit 2026 zentral koordiniert und begleitet. 

Digitalportfolio

Mit dem Digitalportfolio stellt die Stadt Bern sicher, dass digitale Vorhaben gesamtstädtisch koordiniert werden. Der Digitalportfolioprozess schafft Rahmenbedingungen für qualitativ hochwertige Digitalvorhaben und gewährleistet deren Ausrichtung an der Digitalstrategie der Stadt Bern.

Digitalvorhaben sind oft komplex, sie benötigen viele Ressourcen und haben Auswirkungen auf Geschäftsprozesse. Darum steuert die Stadtverwaltung ab 2026 alle Digitalvorhaben zentral. Die Digitalisierungsprojekte werden auf Bedürfnisse von Verwaltung und Anspruchsgruppen ausgerichtet, Synergien werden genutzt, was Ressourcen schont. Zudem werden Querschnittsthemen wie Datenschutz und Sicherheit eingebunden. 

Die Abteilungen werden durch Business-Analyst*innen bei der Schärfung ihres Digitalvorhabens begleitet. 

Das Digitalportfolio der Stadt Bern umfasst strategische Programme und über 70 laufende Projekte. 

Qualitäts- und Risikomanagement

Die Stadt Bern hat im Rahmen des Digitalportfolios ein Qualitäts- und Risikomanagement (QRM) aufgebaut. Die QRM-Fachstelle schafft einen verbindlichen Rahmen, um Qualitätsaspekte systematisch sichtbar zu machen.

Strategische Digitalvorhaben werden frühzeitig begleitet, was die Umsetzung der Digitalstrategie unterstützt. Darüber hinaus eruiert die QRM-Fachstelle auf städtischer Ebene Handlungsfelder, um konsistentes Vorgehen und Qualitätsstandards zu etablieren.

Weitere Informationen.

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