Navigieren auf Mediencenter

Benutzerspezifische Werkzeuge

Servicenavigation

Content navigation

27. Mai 1999 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 202

Stadtpolizei und Berufsfeuerwehr Bern teilen mit:

Bilanz zum Hochwasser in der Aare auf Stadtgebiet

pid. Während die Aare immer noch Hochwasser führt und mit dem Einsetzen der Schneeschmelze in höheren Regionen und allfälligen heftigen Sommergewittern die Gefahr weiterer Ueberschwemmungen keineswegs gebannt ist, hat sich die Hochwasserlage weiter stabilisiert. Dies hat die Gesamteinsatzleitung dazu bewogen, den Führungsstab am vergangenen Dienstag Abend aufzulösen und in einer neuen Zusammensetzung die Hochwasserschutz- und Instandstellungsarbeiten weiterzuführen.

Nach vierzehntägigem Grosseinsatz hat die Gesamteinsatzleitung folgende Bilanz gezogen:

Schadenraum
Der Schadenraum erstreckt sich der Aare entlang vom Tierpark Dählhölzli bis hin zum Zehndermätteli mit den Hauptschadengebieten Tierpark Dählhölzli, Schönau, Sandrain, Marzili, Matte, Altenberg, Lorraine, Zehndermätteli und Felsenau. Besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden - neben vielen privaten und öffentlichen Gebäuden - der Tierpark Dählhölzli, das Marzili- und Lorrainebad, das Abwasserpumpwerk Nydegg, verschiedene Gewerbebetriebe, Strom-, Gas-, Wasser- und Telefoninfrastrukturen sowie etliche Fahr- und Gehwege. An verschiedenen Stellen im Einsatzraum standen Heizöltanks, Heizungen, Elektroverteilungen, Fahrzeuge und Kellerinventare unter Wasser. Die Schäden an Flur und Baumbeständen sind gross. Die desolate Abwassersituation führte unter anderem in der Matte zur Evakuation von 136 Personen. Etliche Verkehrswege im Schadenraum, wie auch die Dalmazibrücke und die Stege in den Schadenbereichen Schönau, Altenberg und Seftau mussten teilweise für jeglichen Verkehr gesperrt werden, was zu zusätzlichen Erschwernissen für die vom Hochwasser betroffene Bevölkerung führte.

Eingesetzte Kräfte
Zur Bewältigung des Hochwassers standen rund 500 Angehörige der nachfolgend aufgeführten Organisationen ablösungsweise im Einsatz: Rettungstruppen-Rekrutenkompanie III/76, Technische Kompanie des Genie-Bataillons 36, Katastrophenhilfe Rettungskompanie IV/2; Berufsfeuerwehr; Nachtwache; Brandcorps; Wehrdienst-Detachemente der Kartonfabrik Deisswil AG sowie der Gemeinden Bremgarten, Ittigen und Ostermundigen; Stadt- und Sanitätspolizei; Zivilschutz und Quartieramt; Elektrizitätswerk; Gas-, Wasser- und Fernwärmeversorgung; Strasseninspektorat; Tiefbauamt; Fürsorge- und Gesundheitsamt; Stadtgärtnerei; Regierungsstatthalteramt; Wasser- und Energiewirtschaftsamt sowie Wasser- und Pontonierfahrvereine aus dem Raum Bern.

Eingesetztes Material
An Fahrzeugen, Gerätschaften und Material standen im Einsatz: gegen 60 Einsatz- und Transportfahrzeuge inkl. Anhänger, ein 250-Tonnen-Pneukranwagen, ein Löffelbagger, 46 Pumpen, 6 Beleuchtungssets, 900 Tonnen Sand (600m³), 30'000 Sandsäcke, mehrere Kilometer Schlauchmaterial sowie mobile WC-Kabinen und eine grössere Menge Schalungstafeln und Spundwände.

Orientierung und Hilfe an Betroffene
Der Mediendienst des Führungsstabes orientierte regelmässig mit seinen Pressemitteilungen (dies ist die 36. im Zusammenhang mit dem Hochwasser) Zusätzlich hat die betroffene Bevölkerung 8 Flugblätter unterschiedlichsten Inhalts, ein Flugblatt mit Hinweisen für eine bevorstehende Evakuation und ein Merkblatt des EWB zur Stromsituation erhalten. Der Polizeidirektor, der Gesamteinsatzleiter sowie Vertreter des Medienstabes und des Kanalnetzes informierten vor Ort die Bevölkerung in der Matte über die aktuelle Situation. Schliesslich hatte der Mediendienst gar in der Matte über bernmatte@datacomm.ch einen äusserst engagierten, verlängerten Informationskanal.
Mit dem Sorgentelefon (insgesamt 660 Anrufe) hatten die Betroffenen und weitere Kreise die Möglichkeit, sich jederzeit mit ihren Anliegen an die Einsatzleitung zu wenden. Ein weiterer Kontakt zur Einsatzleitung bestand über die Quartierleist-Organisationen, über die einzelnen Schadenplatz-Kommandanten sowie über den in der Matte stationierten Wagen für die mobile Führung.
Von den insgesamt 136 Evakuierten wurden deren 12 durch den städtischen Fürsorgedienst betreut.

Probleme/Erschwernisse
Di

fm

Weitere Informationen.

Archiv

Fusszeile