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22. März 2003 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 84

Die Stadtpolizei Bern teilt mit:

Missbrauch der Friedenskundgebung durch militante Kreise

pid. Der grosse Teil von rund 30'000 Personen demonstrierte am Samstag Nachmittag vor dem Bundeshaus friedlich in einer ausdrucksstarken nationalen Kundgebung gegen den Krieg im Irak. Zwischen 300 und 500 meist vermummte Randalierer missbrauchten die Kundgebung "Kein Krieg für Oel" aber, um auf ihrer Umzugsroute massive Sachbeschädigungen zu begehen.

Die Kundgebung startete kurz vor 15 Uhr auf der Schützenmatte: Ein grosser Umzug bewegte sich via Speichergasse - Waisenhausplatz - Zeughausgasse - Kornhausplatz - Theaterplatz - Amthausgasse auf den Bundesplatz, der zweite Umzug via Bollwerk - Bubenbergplatz - Hirschengraben - Bundesgasse zum Bundesplatz. Hinter diesem zweiten Umzug befanden sich ca. 300 bis 500 militante Demonstranten, die schon bald teils massiv zu sprayen begannen, mit Steinen Gebäude beschädigten, Fahrzeuge demolierten und weitere Sachbeschädigungen begingen.<br> Diese Randalierer verliessen denn unterwegs auch die bewilligte Umzugsroute und marschierten mit ca. 1'500 weiteren Demonstranten Richtung Residenz der USA an der Rainmattstrasse, wo die Polizei den Umzug stoppte. Die Polizei wurde in der Folge mit Steinen und Flaschen beworfen, sie hielt sich aber zurück und beschränkte sich auf den Objektschutz.<br> Kurz vor 16 Uhr eskalierte die Situation in der Bundesgasse, als dieselben militanten Demonstranten die Absperrungen der Polizei durchbrachen, Steine und Farbbeutel gegen das Bundeshaus West flogen und die Polizei erneut angegriffen wurde. Um die Randalierer zurück zu drängen, setzte die Polizei Reizstoff, Gummischrot und Wasser ein. <br> Später formierte sich ein erneuter Umzug von ca. 1'000 Personen, angeführt von ca. 200 Vermummten, aber auch begleitet von Familien mit Kindern. Sie marschierten zuerst vor die amerikanische, anschliessend vor die englische Botschaft, die beide durch die Polizei abgesperrt waren. Als es nach der Rückkehr auf den Bundesplatz wieder zu Sachbeschädigungen kam, versuchte die Polizei die Randalierer, die immer wieder aus der Menge der friedlichen Kundgebungsteilnehmenden operierten, aus der Innenstadt zu treiben. Diese zogen sich teils ins Bollwerk, auf die Grosse Schanze und in die Reithalle zurück. Nachdem sich eine Nachdemonstration abzeichnete, sperrte die Stadtpolizei die Zugänge zur Innenstadt ab. Es kam in der Folge zu weiteren Konfrontationen, die den wiederholten Einsatz von Reizstoff und Gummischrot nötig machten, bevor sich die Lage gegen 19 Uhr beruhigte.<br> Die Stadtpolizei Bern, die mit einem Grossaufgebot im Einsatz stand, nahm fünf Randalierer fest. Die Sanitätspolizei meldete sechs Einsätze im Zusammenhang mit der Demonstration, zwei Personen mit Atembeschwerden, zwei Demonstranten mit leichten Verletzungen, und auch zwei Polizisten erlitten leichte Verletzungen.<br> Ueber die Höhe der Sachschäden liegen zur Zeit noch keine näheren Angaben vor. Jedoch sind die Schäden durch Sprayereien, Farbbeutelwürfe und den Einsatz von Kreiden massiv. Zudem ging eine grössere Anzahl Schaufenster und weitere Fenster in Brüche und mehrere Fahrzeuge wurden teils massiv beschädigt.<p> Polizeikommando der Stadt Bern

fm

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