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29. Januar 2007 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 42

Die Stadtpolizei Bern teilt mit:

Unfallbilanz 2006 der Stadtpolizei Bern

pid. Die Zahl der Verkehrsunfälle in der Stadt Bern betrug im Berichtsjahr 1'157; dies entspricht einer Abnahme von 7,5% oder 93 Unfällen. Mit dem Rückgang der Unfälle mit Personenschaden  (- 10%) nahm auch die Anzahl der Verletzten deutlich ab (- 10%). Zwei Personen verloren 2006 bei Verkehrsunfällen ihr Leben.

Die Unfallzahlen sind in den letzten 10 Jahren von 1'500 auf 1'157 gesunken. Erstmals ist dabei die Zahl der Verletzten unter die 500er Grenze gesunken. Die Unfallentwicklung steht im Zusammenhang mit dem Massnahmenplan Verkehrssicherheit, den Präventionskampagnen und der Polizeipräsenz sowie der Verkehrskontrollen.

2006

2005

Unfälle mit Personenschaden

405

450

Unfälle gesamt

1’157

1’254

Total Verletzte

489

544

Total Getötete

2

3

Sachschaden in Franken

7'555’800

8'627'000

 

 

 

Unfälle mit leichten Zweirädern (Velo, Mofa)

130

154

Unfälle mit Kindern

18

22

 

Schwerpunkt-Thema 2006: Kampagne "Ein Band fürs Leben"

Die Stadtpolizei Bern unterstützte im vergangenen Jahr die Nationale Kampagne "Ein Band fürs Leben" zur Verbesserung der Gurtentragpflicht für Fahrerinnen und Fahrer und deren Begleitpersonen. Dabei wurden sowohl präventive Massnahmen wie auch spezifische Verkehrskontrollen durchgeführt. Über eine direkte Auswirkung dieser Kontrollen auf die Unfallentwicklung können keine Aussagen gemacht werden. Der Rückgang der bei Verkehrsunfällen verletzten Personen, im speziellen auch der Kinder als Mitfahrende in Motorfahrzeugen, lässt uns aber hoffen, dass die persönliche Sicherheit ernst genommen wird.

 

Unfalltypen und die wichtigsten Mängel und Einflüsse

Die rückläufige Zahl der Verkehrsunfälle wirkt sich auch auf die Unfalltypen aus. Die Zahl der Auffahrunfälle (- 15%) und der Selbst- / Schleuderunfälle (- 23%) nahm deutlich ab, währenddem die Unfälle beim Abbiegen und die Fussgängerunfälle gegenüber dem Vorjahr stagnierten.

Unfallhäufigkeit nach Unfalltyp

2006

2005

Auffahrunfälle

287

338

Unfall mit Richtungswechsel (Abbiegen)

230

229

Selbst- / Schleuderunfälle

162

209

Fussgängerunfälle

72

74

 Häufige Mängel / Einflüsse (pro Unfall sind mehrere Mängel / Einflüsse möglich)

 

2006

2005

Missachten des Rotlichtes

64

50

Momentane Unaufmerksamkeit

154

239

Unvorsichtiger Fahrstreifenwechsel

58

59

Missachten des Rechtsvortrittes

43

48

Kein Vortritt / Stopp

100

109

Kein Vortritt beim Linksabbiegen vor Gegenverkehr

26

24

Anhaltepflicht vor Fussgängerstreifen

23

21

Unvorsichtiges Rückwärtsfahren

106

102

Zu nahes Aufschliessen

191

241

Unvorsichtiges Queren der Fahrbahn als Fussgänger

11

14

Springen über die Fahrbahn

11

11

Falsches Verhalten bei Lichtsignalanlage als Fussgänger

10

5

 

Unfälle unter Alkohol und / oder Drogeneinfluss

Die Unfälle unter Einfluss von Alkohol nahmen gegenüber 2005 leicht ab, bewegen sich aber im Rahmen der Vorjahre. Dies gilt ebenfalls hinsichtlich der Unfälle unter Drogeneinfluss.

Dieser grundsätzlich erfreulichen Tendenz steht die Feststellung gegenüber, dass bei gezielten Kontrollen in den Bereichen FIAZ und FUD eine erschreckend hohe Zahl von Fahrzeuglenkenden hängen bleibt. Vermehrte Kontrollen wären angezeigt, sind aber sehr personalintensiv und unter den momentanen Rahmenbedingungen (Überzeitabbau) nur schwer realisierbar. 

Unfälle Zustand des Lenkers

 

2006

2005

Unfälle unter Alkoholeinfluss (FIAZ)

84

90

Unfälle unter Drogeneinfluss (FUD)

8

20

Wir stellen auch fest, dass Fahrzeuglenkende unter Drogeneinfluss vielfach zusätzlich auch Alkohol konsumiert haben. Diese Kombination führt wiederum zu einem massiv höheren Unfallrisiko, zu dem dann oft noch die Übermüdung dazukommt.

 

Selbst- und Schleuderunfälle 

Die Anzahl der Selbst – und Schleuderunfälle nahm deutlich ab (- 47 Unfälle). Die Unfälle aufgrund des fahrunfähigen Zustandes der Lenkerin oder des Lenkers waren ebenfalls rückläufig. Markant ist die Abnahme der Unfälle wegen Nichtanpassens der Geschwindigkeit an die Strassenverhältnisse. Diesbezüglich stellen wir fest, dass speziell im Monat Februar die Unfälle aufgrund der trockenen Verhältnisse gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahrs stark zurückgingen.

Zugenommen haben die Unfälle wegen Überschreitens der signalisierten Geschwindigkeit.

Selbst- und Schleuderunfälle

2006

2005

Total Selbst- / Schleuderunfälle

162

209

Zustand des Fahrzeuglenkenden (Alkohol, Drogen, Krankheit)

55

78

   davon unter Alkoholeinfluss

46

50

   davon Drogen

1

7

Unachtsames Fahren oder Ablenkung

13

16

Nichtanpassen der Geschwindigkeit

30

47

   davon an die Linienführung (z.B. Kurve)

11

10

   davon an die Strassenverhältnisse (z.B. Nässe)

4

34

Überschreiten der signalisierten Geschwindigkeit

17

7

Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Stadt Bern

Allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern ist bekannt: Die Strasse verlangt beim Fahren die volle Aufmerksamkeit. Kritische Situationen werden provoziert durch unkonzentrierte Fahrweise, Ablenkungen aller Art oder gar egoistisches Fahrverhalten. Oft bleibt nur die – zu späte – Erkenntnis "Hätte ich nur aufgepasst!"

Im Rahmen des Massnahmenplanes Verkehrssicherheit richtete die Stadtpolizei Bern mit der Kampagne "Nid ufpasst – schnäu passiert" den Appell an die verschiedenen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Die leicht ironischen Verkehrsplakate wurden abgestimmt auf die Unfalltypen der Auffahrunfälle, Vortrittsunfälle und Unfälle aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit.

Die Verkehrserziehung wie auch die vermehrte Polizeipräsenz unterstützten die Anstrengungen. Erstmals wurden nicht nur Kindergärteler und Schüler der ersten bis fünften Klasse unterrichtet, sondern auch die ganze Oberstufe. Im Rahmen der Polizeipräsenz wurde auch die Schulwegsicherheit verstärkt.

Die jeweiligen Präventionskampagnen wurden durch gezielte Kontrollen der Verkehrspolizei unterstützt.

Die Kampagne des Massnahmenplanes Verkehrssicherheit soll auch 2007 weitergeführt werden. Zusätzlich wird die Stadtpolizei Bern auch die Nationale Kampagne "Ein Band fürs Leben" – Appell für eine konsequentere Benützung der Gurten unterstützen. Damit soll die Zahl der Unfälle mit Personenschäden auch in diesem Jahr weiter gesenkt werden.

Unfallbilanz 2006

Polizeikommando der Stadt Bern

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Titel Bearbeitet Grösse
DateiUnfallbilanz 2006 der Stadtpolizei Bern 25.10.2015 2.9 MB

fm

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