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31. Januar 2007 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 3

Einsatzstatistik 2006 der Berufsfeuerwehr

Berufsfeuerwehr wurde 2’380mal zu Hilfe gerufen

bfb. Die Berufsfeuerwehr wurde im vergangenen Jahr zu insgesamt 2'380 Interventionen gerufen, was einem theoretischen Durchschnitt von gut 6,5 Ausrückungen pro Tag entspricht. Obwohl der Anteil der Brandfälle gegenüber dem Vorjahr markant von 16,5% auf 11% sank, verzeichnete das Jahr 2006 eine Steigerung der Einsatztätigkeit um 100 Ausrückungen. Nicht zuletzt der Wandel und die fortschreitende Technisierung unserer Gesellschaft machten sich im Bereich der Hilfeleistungen bemerkbar. 46 Ereignisse erforderten zudem das alarmmässige Aufgebot von zusätzlichen dienstfreien Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr (Brandcorps).

Die im Jahr 2006 von der Berufsfeuerwehr insgesamt 2’380 geleisteten Einsätze führten gegenüber dem Vorjahr (2'280) zu einer gesteigerten Einsatztätigkeit von 100 Ausrückungen oder 4,4%. Dies entspricht einem theoretischen Durchschnitt von rund 6,5 Interventionen pro Tag. Zur Unterstützung der Einsatzmannschaften und zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes mussten zudem bei 46 (65) Fällen alarmmässig Teile der dienstfreien Wache der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr (Brandcorps) aufgeboten werden.

Der Anteil der insgesamt 262 Brandfälle an den gesamthaft geleisteten Einsätzen ging  gegenüber dem Vorjahr (377) von 16,5% auf 11% zurück, was im langjährigen Vergleich einen Tiefstand bedeutet. 234 (345) Brandfälle betrafen das Gemeindegebiet Bern, bei weiteren 28 (32) Bränden leistete die Berufsfeuerwehr ausserhalb der Gemeinde nachbarliche Hilfe. Im Vergleich mit 2005 (1) sind im Berichtsjahr erfreulicherweise keine Brandtoten zu beklagen. Beim einzigen (3) zu bekämpfenden Grossbrand wurden zu Beginn des Monats Juli im Wylerquartier fünf Personen verletzt und drei Dachstöcke vollständig zerstört. Trotz Grosseinsatz der durch die Feuerwehr Ostermundigen und Teile des Brandcorps unterstützten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr entstand Schaden von über einer Million Franken. Hohe Sach- und vereinzelt auch Personenschäden forderten zudem weitere 12 (21) Mittelbrände im Gemeinde- und benachbarten Stützpunktgebiet.

In 817 (770) Fällen erfolgten Ausrückungen aufgrund von automatischen Alarmen. Davon erwiesen sich deren 95 (126) als Echtalarme, die eine Intervention durch die Einsatzkräfte notwendig machten.

Der Wandel und die fortschreitende Technisierung unserer Gesellschaft, aber auch die Sicherheitsdienste bei den verschiedensten Anlässen im Stade de Suisse, zeichneten sich im Bereich der Hilfeleistungen durch Mehrarbeit aus. Von den insgesamt 1'292 erbrachten Hilfeleistungen (Personen- und Tierrettungen, Schnee-, Wasser-, Sturm- und Blitzschäden, Insekten, technische Hilfeleistungen etc.) entfielen 1'198 (1'162) auf das Gemeindegebiet, 94 (84) Hilfestellungen fanden ausserhalb der Gemeindegrenze statt.

Mitte Juni musste zu einem folgenschweren Bahnunfall ausgerückt werden. Ein Bauzug der BLS Lötschbergbahn AG aus Blausee prallte nach einer kilometerlangen Geisterfahrt bei Thun-Dürrenast mit hoher Geschwindigkeit auf einen abgestellten Bauzug. Drei Familienväter verloren dabei auf tragische Weise ihr Leben, an der Bahninfrastruktur entstand Schaden in Millionenhöhe.

Anhaltende Starkniederschläge weckten böse Erinnerungen an 2005. Ende Mai bzw. Mitte September bedrohte der stark angestiegene Aarepegel die hochwassergefährdeten Gebiete entlang der Aare mit einer erneuten Überflutung und veranlasste die Feuerwehr Interventionsvorbereitungen zu treffen. Beide Male wurden zudem die Bewohnenden und Geschäftstreibenden in den aarenahen Quartieren mit der neu geschaffenen SMS-Alarmierung vorsorglich vor möglichem Grundwassereintritt in den Kellern gewarnt. Die Interventionsvorbereitungen und namentlich die SMS-Warnungen lösten bei den Betroffenen ein positives Echo und bei den Medien schweizweit grosses Interesse aus.

Die 75 Dienstleistungen für die Gemeinde Bern entsprechen in etwa dem Vorjahreswert (82). Die mutwilligen Falschmeldungen, die zum Ausrücken der Feuerwehr führten, haben sich leider gegenüber dem Vorjahr (15) wiederum massiv auf 29 erhöht.

Die Zahl der Einsätze verteilte sich sehr ungleich auf die einzelnen Monate. Waren es im Juni 327 bzw. im Juli 326 Ausrückungen, gab es im Februar nur 110 bzw. im November deren 144 zu bewältigen, was auf die alljährlich feststellbare klima- und wetterbedingte Beeinflussung des Einsatzgeschehens zurückzuführen ist.

 

Feuerwehreinsätze 2006 2005 Veränderung
Grossbrände
1
3
- 2
Mittelbrände
12
21
- 9
Kleinbrände
249
353
- 104
Automatische Alarme ohne Einsatz
722
644
+ 78
Hilfeleistungen
1'292
1'162
+ 130
Dienstleistungen für die Gemeinde
75
82
- 7
Mutwillige Falschmeldungen
29
15
+ 14
Total
2'380
2'280
+ 100

Informationsstelle Berufsfeuerwehr Bern

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