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7. Februar 2008 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 3

Einsatzstatistik 2007 der Berufsfeuerwehr

Markanter Anstieg der Feuerwehreinsätze im Jahr 2007

bfb. Die Berufsfeuerwehr rückte im vergangenen Jahr zu insgesamt 2'603 Interventionen aus, was einem theoretischen Durchschnitt von 7 Einsätzen pro Tag entspricht. Obwohl der Anteil der Brandfälle gegenüber dem Vorjahr erneut von 11% auf 9,6% sank, kann 2007 eine markante Steigerung der Einsatztätigkeit um 223 Interventionen oder um 9,4% verzeichnet werden. Bei nicht weniger als 60 Fällen mussten zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes dienstfreie Elemente der Berufsfeuerwehr sowie Teile der Freiwilligen Feuerwehr und des Zivilschutzes aufgeboten werden.

Die 2007 von der Berufsfeuerwehr insgesamt 2603 geleisteten Einsätze führten gegenüber dem Vorjahr (2’380) zu einem markanten Anstieg der Einsatztätigkeit um 223 Ausrückungen oder 9,4%. Dies entspricht einem theoretischen Durchschnitt von rund 7 Interventionen pro Tag. Dieser Mehraufwand widerspiegelt sich auch in der Tatsache, dass zur Unterstützung der Einsatzkräfte und zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes 60-mal (46) die dienstfreie Wache sowie Teile der Freiwilligen Feuerwehr und der Zivilschutzorganisation aufgeboten werden mussten.

Bei den insgesamt 249 Ausrückungen zu  Brandfällen ist gegenüber dem Vorjahr (262) ein Rückgang der Brandbekämpfungen um 5% festzustellen. Gemessen an den 2007 gesamthaft geleisteten Einsätzen sank der Anteil der Brandfälle gegenüber dem Vorjahr von 11 % auf einen, im langjährigen Vergleich, historischen Tiefstand von 9.6 %. 226 (234) Brandfälle betrafen das Gemeindegebiet Bern, bei weiteren 23 (28) Bränden leistete die Berufsfeuerwehr ausserhalb der Gemeinde nachbarliche Hilfe.

Erfreulicherweise sind im Berichtsjahr erneut keine Brandtoten zu beklagen. Bei den insgesamt 5 (1) zu bekämpfenden Grossbränden entstanden jedoch erhebliche Schäden. Die Ereignisse im Gemeindegebiet betrafen eine Grossmetzgerei im Brunnmattquartier, das ehemalige Bahnhofgebäude im Fischermätteli sowie ein Hochhaus im Wylerquartier, wo die Einsatzkräfte 22 Personen zum Teil schwer verletzt aus der stark verrauchten Liegenschaft bergen mussten. Zwei Grossfeuer galt es im Stützpunktgebiet zu bekämpfen, so in Burgdorf (Fabrikhalle) und in Vechigen beim Brand des Angestelltenhauses des Restaurants auf der Mänziwilegg. Im Gemeinde- und benachbarten Stützpunktgebiet forderten zudem weitere 9 (12) Mittelbrände hohe Sach- und vereinzelt auch Personenschäden.

In 713 (817) Fällen erfolgten Ausrückungen aufgrund von automatischen Alarmmeldungen. Davon erwiesen sich deren 78 (95) als Echtalarme, die eine Intervention durch die Einsatzkräfte notwendig machten.

Im Bereich der Hilfeleistungen zeichneten sich der Wandel und die fortschreitende Technisierung unserer Gesellschaft, u.a. auch die Sicherheitsdienste bei den verschiedensten Anlässen im Stade de Suisse, durch Mehrarbeit aus. Von den insgesamt 1'627 (1'292) erbrachten Hilfeleistungen (Personen- und Tierrettungen, Schnee-, Wasser-, Sturm- und Blitzschäden, Insekten, technische Hilfeleistungen etc.) entfielen 1’519 (1'198) auf das Gemeindegebiet, 108 (94) Hilfestellungen fanden ausserhalb der Gemeindegrenze statt.

Im Rahmen der Vorarbeiten zum Umbau des Bahnhofplatzes sorgte im Februar die Beschädigung einer Hauptwasserleitung für etliche überflutete Untergeschosse im Raum Wall- und Schwanengasse sowie für einen sechsstündigen Stromunterbruch in Teilen der Innenstadt. Ein heftiges Unwetter im Juni führte zu über 100 Interventionen und machte ein Grossaufgebot an Einsatzkräften notwendig. Anhaltende Starkniederschläge liessen zudem im Juli und August den Aarespiegel mehrmals rasant in den kritischen Bereich ansteigen. Beim August-Hochwasser wurden die Bewohnenden und Geschäftstreibenden in den aarenahen Quartieren mittels SMS-Warnungen dazu aufgefordert, Keller zu räumen und Fahrzeuge aus den Gefahrenzonen zu entfernen. Die Entwicklung der Situation erforderte letztendlich die Alarmierung mit Sirenen. Die äusserst kritische Situation konnte erst vier Tage später entwarnt werden. Die Aufräumarbeiten und die Arbeiten zum Rückbau der Wassersperren durch die Einsatzkräfte dauerten indessen noch über mehrere Tage an. Zu einem tragischen Unfall kam es schliesslich anfangs Dezember im aargauischen Strengelbach, wo auf einer Baustelle eine frisch betonierte Decke einstürzte und zwei Bauarbeiter unter sich begrub. Die mit einem Rega-Heli eingeflogenen Rettungsspezialisten der Berufsfeuerwehr und Angehörige der örtlichen Rettungskräfte konnten die beiden Arbeiter leider nur noch tot aus dem flüssigen Beton bergen.

Die 71 Dienstleistungen für die Gemeinde Bern entsprechen in etwa dem Vorjahreswert (75). Die mutwilligen Falschmeldungen, die zum Ausrücken der Feuerwehr führten, haben sich gegenüber dem Vorjahr (29) auf 21 verringert.

Die Zahl der Einsätze verteilte sich sehr ungleich auf die einzelnen Monate. Waren es im Juni 431 bzw. im August 338 Ausrückungen, gab es im März nur 131 bzw. im Dezember deren 127 zu bewältigen, was auf die alljährlich feststellbare klima- und wetterbedingte Beeinflussung des Einsatzgeschehens zurückzuführen ist.

 

Feuerwehreinsätze 2007 2006 Veränderung
Grossbrände
5
1
+ 4
Mittelbrände
9
12
- 3
Kleinbrände
235
249
- 14
Automatische Alarme ohne Einsatz
635
722
- 87
Hilfeleistungen
1'627
1'292
+ 335
Dienstleistungen für die Gemeinde
71
75
- 4
Mutwillige Falschmeldungen
21
29
- 8
Total
2603
2'380
+ 223

 

 

Informationsstelle Berufsfeuerwehr Bern

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