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11. November 2013 | Gemeinderat, Direktionen

Vom Schularztamt zum Gesundheitsdienst

100 Jahre Einsatz für die Gesundheit der Berner Kinder

Vor 100 Jahren hat der erste hauptamtliche Schularzt der Stadt Bern seine Tätigkeit aufgenommen. Der Gesundheitsdienst der Stadt Bern feiert dieses Jubiläum unter anderem mit einer Festschrift zu seiner Geschichte. Sie zeigt, wie sich die Arbeit des Gesundheitsdienstes in den letzten 100 Jahren verändert hat und was gleich geblieben ist.

Wer in den letzten 100 Jahren in Bern die Volksschule besuchte, ist dem Schularztamt oder, seit seiner Fusion mit dem Stadtarztamt 1989, dem Gesundheitsdienst begegnet. Generationen von Bernerinnen und Bernern wurden hier schulärztlich untersucht oder geimpft, wurden von Schulsozialarbeitenden beraten oder profitierten von der Gesundheitsförderung an ihrer Schule. «Mit dem Gesundheitsdienst verfügt die Stadt Bern über eine langfristig gewachsene, gut verankerte und moderne Struktur für die Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsförderung», sagte Gemeinderätin Franziska Teuscher am Medienanlass.

Interessantes und Amüsantes aus 100 Jahren
Die Geschichte des Gesundheitsdienstes zeigt, wie politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen immer wieder neue Herausforderungen an den Dienst stellten. Von Bern gingen dabei wichtige Impulse für die gesamtschweizerische Entwicklung der schulärztlichen Dienste aus. Dabei gibt es auch Erstaunliches zu erfahren, z.B. dass die Stadt Bern mit Ida Hoff bereits 1913 eine Frau als nebenamtliche Schulärztin beschäftigte, dass man schon 1934 den zu frühen morgendlichen Schulbeginn der Kinder diskutierte, oder dass das Schularztamt zusammen mit der Fluggesellschaft Alpar AG 1939 Keuchhusten-Patienten mit Höhenflügen behandelte. Diese Ereignisse und viele weitere sind in der illustrativen Festschrift des Gesundheitsdienstes nachzulesen.

Einiges hat sich verändert – vieles ist auch geblieben
Verändert hat sich in den vergangenen 100 Jahren die Bedeutung gewisser Krankheiten: Die starke Verbreitung des Kropfs wurde mit der Kochsalz-Jodierung behoben. Und gefürchtete Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Diphterie oder Kinderlähmung konnten eingedämmt werden. Grundsätzlich gleich geblieben sind die Kinder und das, was sie für eine gute gesundheitliche und schulische Entwicklung brauchen. Geblieben sind leider auch die verschiedenen gesundheitlichen Auswirkungen auf Kinder, die in sozio-ökonomisch benachteiligten Familien aufwachsen.

Stärken für die Zukunft nutzen
Der Gesundheitsdienst hat auch künftig die Aufgabe, möglichst gute gesundheitliche Voraussetzungen zu schaffen, damit alle Kinder faire Bildungschancen haben. Fachpersonen aus Medizin, Sozialarbeit, Pädagogik und Psychologie arbeiten interdisziplinär zusammen, und die Administration sorgt dafür, dass die vorhandenen Daten analysiert und Massnahmen abgeleitet werden. «Damit ist der Gesundheitsdienst gut aufgestellt, um auch in Zukunft die Gesundheit unserer Kinder zu schützen und zu stärken», betonte Gemeinderätin Franziska Teuscher.

Festschrift zum 100-Jahr Jubiläum des Gesundheitsdienstes
Die Festschrift mit zahlreichen Fotos und Grafiken enthält eine übersichtliche Gegenüberstellung der Entwicklung des Gesundheitsdienstes mit geschichtlichen Ereignissen. In zehn Kapiteln sind zudem verschiedene Tätigkeitsfelder im Laufe der Zeit dargestellt: die medizinische Vorsorge, der Einsatz für gesunde Schulhäuser, Angebote für Kinder und Familien mit besonderen Bedürfnissen, Bewegungs- und Gesundheitsförderung, Bekämpfung der Infektionskrankheiten (inkl. Läuse) und der Aufbau von Erziehungsberatung, Schulsozialdienst, Schulsozialarbeit, Berufsberatung und Frühförderung.

Die Festschrift kann zum Preis von Fr. 20.00 bezogen werden bei:
Gesundheitsdienst der Stadt Bern, Monbijoustrasse 11, Postfach 6262, 3001 Bern

Tel. 031 321 68 27; gesundheitsdienst@bern.ch

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Titel Bearbeitet
Datei PDF documentFaktenblatt Gesundheitsdienst 11.11.2013
Datei PDF documentFestschrift 100 Jahre Gesundheitsdienst 11.11.2013
Datei PDF documentReferat Franziska Teuscher 11.11.2013
Datei PDF documentReferat Richard Jakob 11.11.2013

Direktion für Bildung, Soziales und Sport

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