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12. März 1999 | Gemeinderat, Direktionen

Kreditvorlage für die Sanierung der Reitschule

Mit einem Kostenaufwand von Fr. 7,74 Mio. Franken soll die Gebäudehülle der Reitschule instand gestellt werden mit dem Ziel, wachsenden Schaden an der baulichen Substanz zu verhindern. Im Innern sind kleinere Umbauten vorgesehen, die eine Nutzung und den Betrieb der Reitschule unter verant-wortbaren Bedingungen ermöglichen. Der Gemeinderat hat eine entspre-chende Vorlage zuhanden Stadtrat und Gemeinde verabschiedet.

pdb. Die mittlerweile 100jährige Reitschule auf der Schützenmatte, schon immer ein Ort vielfältiger Nutzung, hat sich in den letzten 10 Jahren zu einem wichtigen Kulturraum entwickelt, der einen festen Platz im reichhaltigen kulturellen Angebot der Stadt hat und dessen Ausstrahlung weit über die Stadt Bern hinausgeht.<br> <br> In der Öffentlichkeit wird das Bild der Reitschule nach wie vor von den chaotischen Zuständen geprägt, die bis zur Räumung im Frühjahr 1995 auf dem Vorplatz herrschten. Aber auch nachdem diese Zustände beseitigt sind, wirkt der desolate Zustand von Dächern und Fassaden abweisend und unfreundlich. Im Innern des Gebäudekomplexes indessen lebt und wächst ein ganz anderer Betrieb: Hier ist die Reitschule mit ihren rege benützten Einrichtungen (Infoladen, Theater, Kino, Konzerte, Frauenraum, Cafeteria, Restaurant "Sous le Pont" etc.) längst zu einem wichtigen Treffpunkt von jungen und älteren Leuten aus allen sozialen Schichten geworden, auch zu einem Ort selbstbestimmter Tätigkeiten, kollektiver Artbeitsformen und von Selbsthilfeprojekten aller Art. <br> <br> Damit die Reitschule diese aus gesamtstädtischer Sicht wichtige Funktion weiterhin erfüllen kann, muss sie baulich instand gestellt werden.<br> <br> <br> Sanierung und Kosten<br> <br> Das vom Gemeinderat zuhanden Stadtrat und Gemeinde verabschiedete Projekt für die Sanierung der Reitschule sieht vor, in einer 1. Etappe die Hülle (Dächer und Fas-saden) aller Gebäude instandzustellen, um die Gebäudesubstanz langfristig zu schützen. Im Innern sollen mit Umbauten und Erneuerungen die bauliche und be-triebliche Infrastruktur und die Sicherheitseinrichtungen verbessert werden. Weiter ist geplant, den Zugang zur Reitschule attraktiver und einladender zu gestalten.<br> <br> Die Kosten für die vorgesehenen Massnahmen der 1. Sanierungsetappe sind auf 7,59 Mio. Franken veranschlagt. Hinzu kommen 150'000 Franken für die Rückzahlung zweier Darlehen, mit denen 1987 und 1989 erste Instandstellungsmassnahmen finanziert wurden. Beantragt wird deshalb für die 1. Etappe ein Kredit von insgesamt 7,74 Millionen Franken.<br> <br> Wo immer dies möglich ist, wird der Reitschulbetrieb während der Ausführung der Sanierungsarbeiten weitergeführt, d. h. die Reitschule soll sich nicht in eine Grossbaustelle verwandeln. Aus diesem Grund, aber auch mit Rücksicht auf die finanzielle Lage der Stadt, wird sich die Sanierung ab 2000 über ca. 3 Jahre erstrecken.<br> <br> <br> Spätere Etappen<br> <br> Später sollen in weiteren, unabhängig voneinander realisierbaren Etappen u.a. das abgebrannte Obergeschoss der Remise West wieder aufgebaut, die Infrastruktur der Grossen Halle ausgebaut und ein Grundstock an Betriebseinrichtungen angeschafft werden. Diese Massnahmen sind nicht zwingend; sie können einzeln beurteilt und beschlossen werden. Aktuell werden sie frühestens in fünf Jahren. Im vorliegenden Kreditantrag sind sie nicht enthalten.<br> <br> Die Kosten für die Sanierungsschritte nach der 1. Etappe sind auf 5,55 Millionen Franken veranschlagt. Aus der Gesamtsanierung der Reitschule ergeben sich demnach für die Stadt, wenn alle vorgesehenen Massnahmen ausgeführt werden, Bruttokosten von rund 13,3 Millionen Franken.

Pressedienst der Stadt Bern

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