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8. September 2000 | Gemeinderat, Direktionen

Start des 105-Millionen-Projekts "Grauguss"

Mit einem Kredit über 105 Millionen Franken werden in den Jahren 2000 bis 2003 alle Grauguss-Leitungen der Gas-, Wasser- und Fernwärmeversorgung der Stadt Bern (GWB) ersetzt resp. mit neuesten Verfahren saniert. Eine gebrochene Grauguss-Gasleitung war eine der Ursachen für das tragische Explosionsunglück am Nordring 8 im November 1998. Nachdem der Stadtrat im Frühling mit 66:0 Stimmen und die Stadtberner Stimmberechtigten mit einem Rekord-Ja von über 93 % dem Kredit zugestimmt hatten, erfolgt nun der offizielle Start zur Realisierung des Projekts.

Nach dem Nordring-Unglück liess die GWB eine Risikoanalyse der Gas- und Wasser-Graugussleitungen erstellen, die nun als Basis für das Grossprojekt gr@uguss dient. Anhand der darin festgelegten Prioritäten entstand die heute vorliegende Terminplanung. Diese Planung ist allerdings nicht sakrosankt und im Sinne einer rollenden Planung immer wieder hinsichtlich der Sicherheitsbedürfnisse zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen.

Gleichzeitig bietet sich die Chance, an Hand eines komplexen Bauprojekts zu beweisen, dass man mit innovativen Projektideen, neuen Instrumenten und einer optimalen Koordination nicht nur Kosten sparen, sondern auch noch die Qualität steigern und das betroffene Umfeld schonen kann.

In den vier Jahren von 2000 bis 2003 werden je rund 25 Millionen Franken in die Sanierung der Gas-, und Wasserleitungen investiert. Hinzu kommen verschiedenste Projekte der beteiligten Partner. Insgesamt sind beim Projekt gr@uguss die verschiedensten Teilprojekte von rund 30 verschiedenen Organisationen und Unternehmen der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft zu koordinieren.

Die Koordination dieser umfassenden Bauarbeiten übernimmt das städtische Tiefbauamt. Dabei werden sowohl organisatorisch als auch technisch und kommunikativ neue Wege beschritten.

Unter anderem sind alle Baupartner mit einer virtuellen Plattform auf dem Internet miteinander verbunden, sodass es für die zutrittsberechtigten Benutzer jederzeit möglich ist, die neuesten projektrelevanten Informationen abzurufen resp. zu ergänzen. Als zusätzlicher Synergieeffekt erwarten die Verantwortlichen deutlich weniger Sitzungen und ein Sinken der sonst üblichen Dokumentenflut.

www.grauguss.ch als Informationsplattform für die öffentlichkeit

Wie bei früheren grossen Tiefbauvorhaben wird auch beim Projekt gr@uguss grosser Wert auf eine umfassende Kommunikation gelegt. Als Synergieprodukt der Informatikplattform ist eine öffentliche Homepage (www.grauguss.ch) erstellt worden. Sie wird mit dem Fortschritt des Projekts wachsen und immer die neuesten Informationen zu den laufenden und bevorstehenden Arbeiten enthalten.

In der Startphase sind zunächst grundlegende Infos aufgeschaltet, mit der Zeit werden Details zu den einzelnen Teilprojekten folgen. Gerade weil die Gesamtplanung flexibel sein muss, bietet sich das Internet als Medium geradezu an. Gleichzeitig werden selbstverständlich sämtliche konventionellen Kommunikationsmittel (Medienarbeit/Informationen vor Ort u.ä.) genutzt.

Planungs- und Baudirektion / Direktion Stadtbetriebe

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