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6. Februar 2001 | Gemeinderat, Direktionen

Altlasten auf dem Gaswerkareal Marzili: Start der Sanierungsarbeiten

Die im Boden des Gaswerkareals vorhandenen Altlasten aus der Stadtgasproduktion zwischen 1876 und 1967 sollen fachgerecht entfernt werden. Mit der ersten Teilsanierung im Marzili wurde Anfang Februar 2001 begonnen. Die Arbeiten dauern etwa drei Monate und kosten rund eine Million Franken.

Der Gemeinderat der Stadt Bern hat vor zwei Jahren über die Ergebnisse der Untersuchungen betreffend Altlasten auf dem Gaswerkareal informiert. Die Altlasten stammen aus der Produktion des Stadtgases, welches früher aus Steinkohle gewonnen wurde. Dabei entstanden auch giftige Nebenprodukte, die teilweise in den Boden gelangten. Das ehemalige Gaswerkareal figuriert im Altlastenkataster des Kantons. Aus der Gefährdungsabschätzung geht jedoch hervor, dass grundsätzlich kein unmittelbarer Handlungsbedarf für die Sanierung besteht. Die zuständigen kantonalen Fachstellen haben deshalb entschieden, dass nach Festlegung der Neunutzungen oder Bauarbeiten Teilsanierungen im Gaswerkareal durchgeführt werden müssen.

Neue Dringlichkeit wegen Jahrhundert-Hochwasser

Nun haben sich im Zusammenhang mit der Ufersanierung neue Dringlichkeiten ergeben. Während des Aare-Hochwassers vom Mai 1999 wurde der Uferweg auf der linken Aareseite auf der Höhe des Gaswerkareals auf einer Länge von ca. 50 m praktisch vollständig weggespült. Die Sanierung des Aareufers hat einen Teilbereich mit Teergruben des ehemaligen Gaswerkareals tangiert. Die angeordneten Detailuntersuchungen haben gezeigt, dass eine Behandlung des belasteten Bodens in diesem Bereich notwendig wird. Die GWB hat die Situation vor Ort mit beigezogenen Geologen und Experten des kantonalen Amts für Gewässerschutz und Abfallwirtschaft (GSA) und Vertretern des Tiefbauamts der Stadt Bern besichtigt und beurteilt.

Es wurde vereinbart, eine Sanierung dieses Teilbereichs des Gaswerkareals möglichst bald vorzunehmen, um die Ufersanierung fachgerecht abschliessen zu können. Damit die Kontinuität bei der Erarbeitung eines Sanierungskonzepts bzw. bei der späteren Sanierung gewährleistet ist, wurde mit den bereits in die Ufersanierung involvierten Spezialisten eine Ingenieur- und Geologengemeinschaft (IGG) gebildet.

Naturwerte erhalten

Der Perimeter des zu sanierenden Gebiets umfasst eine Fläche von rund 70 x 25 Metern. Die Aushubtiefe beträgt je nach Verschmutzungsgrad 1,5 bis 2,5 Meter. Das belastete Material wird während oder nach dem Aushub durch den Geologen beurteilt, ausgesondert und fachgerecht entsorgt. Für die Aussonderung des Materials wird eine Zwischenlagerung auf dem Gaswerkgelände vorgenommen. Die Wiederauffüllung wird mit sauberem Aushubmaterial bzw. mit wiederverwertbarem Aushubmaterial, dem neues Material beigemischt wird, erfolgen. Das betroffene Gelände wird anschliessend wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Bei den verschiedenen Sanierungsarbeiten werden in enger Zusammenarbeit mit der Stadtgärtnerei die notwendigen Massnahmen getroffen zur bestmöglichen Erhaltung der vorhandenen Naturwerte.

3 Monate und 1 Million

Der Bautermin wird durch den Grundwasserspiegel bestimmt, welcher im Winterhalbjahr wesentlich tiefer liegt. Zur Zeit werden die verschiedenen Vorbereitungsarbeiten getroffen. Die Bauzeit beträgt ca. 3 Monate, die Kosten für die Teilsanierung werden auf ca. 1 Mio. Franken veranschlagt.

Gas-, Wasser- und Fernwärmeversorgung GWB

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