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27. Februar 2001 | Gemeinderat, Direktionen

Kantonale PCB-Messungen: Massnahmen der Stadt Bern bestätigt

Die kantonalen Messungen bestätigen die von der Stadt Bern bereits Ende letzten Jahres getroffenen Massnahmen und ihre Informationen gegenüber Schulleitungen, Kindergarten, zuständigen Kommissionen und Eltern. Die Direktionen für Hochbau, Stadtgrün und Energie (HSE) sowie für Bildung, Umwelt und Integration (BUI) lassen auf Grund der neuen Resultate die Kittfugen im Schulhaus und im Kindergarten Gäbelbach umgehend abdecken. Kinder haben Anspruch auf grösstmöglichen Schutz vor Gefährdungen.

inf. Die kantonalen Raumluftmessungen auf PCB haben die von der Stadt Bern Ende letzten Jahres ermittelten Resultate (Schulhaus Kleefeld: 65 ng/mg3; Schule für Gestaltung: 445 ng/mg3; Schulhaus Gäbelbach: 495 ng/mg3) bestätigt. Einzig der Wert im Schulhaus Gäbelbach liegt mit 1426 ng/mg3 deutlich höher, was durch unterschiedliche Bedingungen im Zeitpunkt der Messungen (z.B. unterschiedliche Luftfeuchtigkeit, mehr/weniger gelüftet) begründet sein kann.

Die Schweiz kennt keine Grenzwerte; der Interventionswert in Deutschland liegt bei 3000 ng/mg3. Der Kanton sieht denn auch keinen Anlass zu Besorgnis und Massnahmen. Die Direktion für Hochbau, Stadtgrün und Energie und die Direktion für Bildung, Umwelt und Integration haben aufgrund der kantonalen Resultate trotzdem entschieden, zur grösstmöglichen Risikominimierung die Kittfugen im Schulhaus und im Kindergarten Gäbelbach umgehend abzudecken. Die Arbeiten sollen bis Ende nächster Woche fertig gestellt sein.

Die Abdeckung ist nicht als Sanierungs-, sondern als Präventivmassnahme zu verstehen, um zu verhindern, dass Kinder Kittteile herausklauben und essen. Nach heutigem Kenntnisstand besteht bei Aufnahme von PCB durch die Atemwege kein nachgewiesener Zusammenhang zu gesundheitlichen Schädigungen. Eine gewisse unmittelbare Gefährdung liegt aber dort vor, wo PCB oral, d.h. zum Beispiel über die Nahrung, eingenommen wird.

Die Stadt Bern sieht ihr Vorgehen und die Ende 2000 getroffenen Sofortmassnahmen durch die jetzigen Empfehlungen des Kantons bestätigt. Dank ihrem schnellen Handeln nach Bekanntwerden der Messresultate weist sie heute gegenüber andern Berner Gemeinden und gar schweizweit einen Vorsprung auf. Die Sicherheit, insbesondere der Kinder, hat erste Priorität. Das federführende BUWAL ist daran, eine nationale Messkampagne durchzuführen und Sanierungsempfehlungen auszuarbeiten.

Direktion für Bildung, Umwelt und Integration

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