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24. April 2002 | Gemeinderat, Direktionen

Das Forum für Migrantinnen und Migranten wird umgesetzt

Nach längeren Vorarbeiten kann in der Stadt Bern mit der Umsetzung eines Forums für Migrantinnen und Migranten begonnen werden. Der Gemeinderat hat der Direktion für Bildung, Umwelt und Integration (Koordinationsstelle für Integration) grünes Licht für eine vierjährige Versuchsphase (2002-2006) gegeben. Dem Gemeinderat soll vor deren Ablauf ein Evaluationsbericht unterbreitet werden.

inf. Das Forum ist als öffentliche Plattform der Migrantinnen und Migranten und deren Organisationen zu verstehen. Es dient der Meinungsäusserung und Meinungsbildung zu integrationspolitisch relevanten Fragen. Das Forum kann zu Handen der Behörden Stellungnahmen und Anträge sowie zu Handen der Oeffentlichkeit Resolutionen diskutieren und verabschieden. Gleichzeitig erleichtert das Forum die Vernetzung der Migrantinnen und Migranten und stärkt so den Integrationsprozess.

Das Forum organisiert sich weitgehend selbst und wird dabei von der Koordinationsstelle für Integration unterstützt. Es veranstaltet thematisch in sich abgeschlossene Anlässe, die in der Regel zweimal jährlich stattfinden. Themenvorschläge können sowohl vom Forum als auch von der Koordinationsstelle eingebracht werden. Sie sollen bedürfnisorientiert, gesamtstädtisch und auf einen möglichst breiten Interessenskreis ausgerichtet sein. Offen und den Teilnehmenden freigestellt, ist die Möglichkeit, zwischen den Veranstaltungen einzelne Themen durch Arbeitsgruppen aufzugreifen und zu vertiefen. Allenfalls sollen die Veranstaltungen durch eine Internetplattform ergänzt werden und damit mehr Nachhaltigkeit erlangen.

Im Vordergrund der integrationsfördernden Massnahmen steht u. a. das Bestreben, Partizipationshindernisse zu erkennen und zu überwinden. Dazu gehören eine verbesserte Information über vorhandene Partizipationsmöglichkeiten, eine Oeffnung bestehender Partizipationskanäle wie Quartierorganisationen, Leiste, Elternräte etc. sowie die Nutzung politischer Partizipationsverfahren, die – wie beispielsweise Vernehmlassungen - nicht an das Stimm- und Wahlrecht gebunden sind. Da mit der Einrichtung eines Forums als Partizipationsgefäss noch keine Garantie gegeben ist, dass damit die Mitwirkung der Migrationsbevölkerung besser greift, sollen in einer vierjährigen Versuchsphase Erfahrungen gesammelt und ausgewertet werden. Gestützt darauf sind Konzeptkorrekturen vorzunehmen und allenfalls neue Massnahmen vorzusehen.

Informationsdienst der Stadt Bern

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