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19. November 2003 | Gemeinderat, Direktionen

Neuer Standort für Kehrichtverbrennungsanlage: Fortführung der Planung im Forsthaus

Bis ins Jahr 2010 muss die Kehrichtverbrennungsanlage neu gebaut werden. Der Gemeinderat prüft, ob die neue Anlage vom bisherigen Standort ins Forsthaus verlegt werden soll. Er hat deshalb die Direktion für Planung, Verkehr und Tiefbau mit der Ausarbeitung einer entsprechenden Überbauungsordnung beauftragt.

inf. Die Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) am Warmbächliweg in Holligen wurde in den Fünfzigerjahren gebaut und seither immer wieder neuen gesetzlichen und technischen Anforderungen und Möglichkeiten angepasst. Heute ist absehbar, dass zur Erfüllung weiterer, vor allem umweltrelevanter, Auflagen ein Neubau der gesamten Anlage nötig sein wird.

Zwei Szenarien sind dabei denkbar:

  • ein Neubau neben der bestehenden Anlage am Warmbächliweg;
  • ein Neubau an einem anderen Standort.
  • Im Vordergrund steht klar ein Neubau an einem anderen Standort. Abklärungen haben ergeben, dass sich das Forsthaus dafür eignet. Das Gebiet weist entscheidende Vorteile auf:

  • Genügend Distanz zu Wohn- und anderen lärmempfindlichen Nutzungen
  • Autobahnanschluss in unmittelbarer Nähe
  • Bahnanschluss (Güterbahnhof) längerfristig realisierbar
  • Fernwärmenetz in unmittelbarer Nähe
  • Synergien mit weiteren städtischen Infrastruktureinrichtungen und -anlagen (Berufsfeuerwehr, Betrieb und Unterhalt Tiefbauamt, etc.) sind möglich.
  • Ein Vergleich hat gezeigt, dass die Voraussetzungen für den Betrieb und die Wirtschaftlichkeit der neuen KVA am Standort Forsthaus wesentlich besser sind als am Warmbächliweg. Ein Ersatz der KVA auf dem Areal am Wärmbächliweg hätte gravierende Nachteile:

  • Der Bauprozess gestaltete sich aufwändig, weil die bestehende KVA bis zur Inbetriebnahme der neuen Anlage weiter betrieben werden muss.
  • Auch die neue KVA stünde direkt neben einem Wohngebiet und einer Schulanlage.
  • Die Anlieferung des Verbrennungsguts müsste weiterhin durch die Wohnquartiere des Stadtteils Mattenhof-Holligen erfolgen.
  • Eine Erneuerung der KVA am heutigen Standort kann deshalb nicht mehr in Betracht gezogen werden. Die nachteiligen Auswirkungen einer derartigen Anlage auf das umliegende Wohngebiet würden noch verschärft, weil die neue KVA baulich um einiges mächtiger sein wird als die bestehende Anlage. Ausserdem liesse sich die Stadt Bern die Chance entgehen, an bester Lage ein neues Wohnbauareal zu gewinnen. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, die Planung für den Standort Forsthaus weiterzuführen, und hat den Planungskredit um 60'000 Franken auf 120'000 Franken erhöht.

    Informationsdienst der Stadt Bern

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