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29. April 2004 | Gemeinderat, Direktionen

Der Gemeinderat der Stadt Bern will die Wohnnutzung vorantreibenBern-Brünnen: Start für die Autobahnüberdeckung

Im Westen Berns fahren noch im Juni Baumaschinen auf. Es beginnen die gemeinsamen Infrastrukturarbeiten – Verlängerung der Autobahnüberdeckung sowie Teile der Nebenprojekte Autobahn-Anschluss und Materialbewirtschaftung – in Zusammenhang mit den Wohnüberbauungen und dem Freizeit- und Einkaufszentrum WESTside. Diese für die Gesamtüberbauung Brünnen notwendigen Basisarbeiten sind seit langem rechtskräftig baubewilligt.

Die verschiedenen Partner, die im Westen von Bern den städtebaulichen Abschluss der Bundesstadt in Richtung Westschweiz realisieren wollen, haben die Migros Aare aufgefordert, die Federführung bei der Ausführung der gemeinsamen Infrastrukturarbeiten zu übernehmen und auszulösen. Noch im Juni wird mit den Arbeiten an der Autobahnüberdeckung begonnen. Diese Vorarbeiten sind die Grundlage für den späteren Bau der Wohnzone Bern-Brünnen und des Freizeit- und Einkaufszentrums WESTside.

Stadtbehörden aktiv

Nach einer über 30 Jahre langen Leidensgeschichte mit Planungsleichen und verworfenen Projekten wollen die Stadt Bern, die übrigen 12 Grundeigentümer der Wohnbaufelder sowie die Migros Aare in Bern-Brünnen das Gelände zum Bau von Wohnungen für 2’700 Menschen und zum Bau eines Freizeit- und Einkaufszentrums nutzen. Der Souverän hat 1999 dem Vorhaben mit deutlichem Mehr zugestimmt. Bevor jedoch der eigentliche Spatenstich für die späteren überbauungen stattfinden kann, müssen umfangreiche Vorarbeiten in Angriff genommen und abgeschlossen werden. Dabei geht es in erster Linie um die Verlängerung der Autobahnüberdeckung in Brünnen.

Diese Arbeiten sind rechtskräftig baubewilligt und haben mit dem laufenden Baubewilligungsverfahren des WESTside nichts zu tun. Sie sind aber zwingend: So muss die Autobahnüberdeckung um beinahe 500 Meter verlängert werden, damit dereinst Wohnzone und WESTside an und über der Autobahn gebaut werden können. Das gleiche gilt für weitere gemeinsame Infrastrukturarbeiten, nämlich Teile der so genannten Materialbewirtschaftung und des Autobahn-Anschlusses.

Die verschiedenen Partner in Brünnen haben auf Initiative des Gemeinderats der Stadt Bern die Bauherrschaft des grössten Einzelprojektes in Brünnen – das ist die Migros mit WESTside – aufgefordert, diese Vorarbeiten in Angriff zu nehmen. Der Grossverteiler hat dem Begehren der Partner zugestimmt. Dazu Stadtpräsident Klaus Baumgartner: "Im Hinblick auf den geplanten Wohnungsbau und WESTside ist es wichtig, mit den Vorbereitungsarbeiten anzufangen. Ich bin glücklich, dass die Migros diese Aufgabe übernimmt. Im Interesse der Stadtentwicklung sollten die beiden Vorhaben keine weitere Verzögerung mehr erleiden." Und Planungsdirektor Alexander Tschäppät: "Die Aufnahme der Bauarbeiten bedeutet den endgültigen Durchbruch zum Aufbruch im Westen. In Brünnen entsteht nach dem wiederholt und mit klaren Mehrheiten bestätigten Volkswillen ein neues Stadtquartier, kombiniert mit einem Freizeit- und Einkaufszentrum, ohne das die technischen und finanziellen Grundlagen für den Wohnungsbau nicht geschaffen werden könnten. Brünnen ist eine Chance, nicht nur für Bern-West, sondern für die ganze Stadt."

Kalkulierbares Risiko

Die Kantonale Direktion für Bau, Verkehr und Energie BVE hat als zweite Instanz vor wenigen Tagen die Baubewilligung des Regierungsstatthalters für das WESTside gutgeheissen. Zum einen wurde das Projekt inzwischen in wesentlichen Punkten verbessert (neue, lärmgeschützte Erschliessung für die Parkplätze), zum anderen wurden der Migros verschärfte Auflagen in Bezug auf die Fahrtenkontingentierung und Parkplatzbewirtschaftung auferlegt. Trotzdem ist ein Weiterzug der Beschwerden vor Verwaltungsgericht möglich, womit die Realisierung von WESTside um ein weiteres Jahr verzögert würde. Die Beschwerdefrist läuft bis 15. Mai. Dazu Martin Schläppi, WESTside-Gesamtprojektleiter der Migros Aare: "Mit dem Entscheid der BVE hat eine zweite unabhängige Instanz bestätigt, dass WESTside bewilligungsfähig ist, die Umweltverträglichkeitsprüfung der Norm entspricht und unser Freizeit- und Einkaufszentrum somit umweltverträglich ist. Das Risiko für geleistete Vorarbeiten ist deshalb kalkulierbar." Dieses Risiko ist gemäss Schläppi auch deshalb absehbar, weil die Stadt sich verpflichtet hat, das Land zurückzunehmen, wenn das WESTside nicht bewilligt würde und weil die Infrastrukturen einem nächsten Nutzer später überbunden werden können.

Nach Angaben der Verantwortlichen dauern die Vorarbeiten ungefähr ein Jahr. Dies entspricht ziemlich genau der Zeitspanne, die ein möglicher Weiterzug einer Beschwerde vor Verwaltungsgericht mit sich bringen würde.

Schläppi: "Wir sind überzeugt, dass die Gesamtüberbauung Brünnen inklusive Wohnungsbau schliesslich wie vorgesehen zustande kommen wird. Mit den Vorleistungen in Bezug auf Infrastrukturarbeiten setzen wir auch ein positives Signal für potenzielle Investoren im Bereich des Wohnungsbaus."

 

 

 

 

 

Information und Fest für die Bevölkerung

Die Verantwortlichen der Migros Aare wollen die Bevölkerung im Detail auf die Verbesserungen rund um das Projekt WESTside im Bereich Verkehr orientieren. Diese Veranstaltung findet am Mittwoch, 5. Mai von 20:15 bis 21:15 Uhr im Quartierzentrum Tscharnergut statt.

Am Freitag, 11. Juni, findet auf dem Gelände in Bern-Brünnen der Spatenstich für den Beginn der Infrastrukturarbeiten statt. Am Samstag, 12. Juni, gibt es vor Ort für die Bevölkerung ein kleines Volksfest.

Informationsdienst der Stadt Bern/Migros Aare

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