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31. Oktober 2006 | Gemeinderat, Direktionen

Bern – die heimliche Klimaforschungshauptstadt

Bern hat sich im Schatten der Öffentlichkeit zu einer eigentlichen Kli-mahauptstadt entwickelt: Die Universität Bern betreibt Klimaforschung auf Weltniveau, Bern ist der Sitz von nationalen und internationalen Klimaorganisa-tionen und die Stadt Bern geht klimapolitisch mit gutem Beispiel voran.

 

Der Film „An Inconvenient Truth“ (Eine unbequeme Wahrheit) des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore sorgt zur Zeit auch in der Schweiz für Aufsehen. Eindringlich warnt Gore in seiner Dokumentation vor der heraufziehenden Klimakrise. Die wissenschaftlichen Grundlagen für den Film stammen unter anderem von Klimaforschern der Universität Bern. Dies ist kein Zufall. Bern glänzt nicht nur mit führenden Klimaforschern, sondern ist auch Sitz von nationalen und internationalen Organisationen im Klimabereich, wie ProCLIM (ein Forum der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften), OcCC (Beratendes Organ für Fragen der Klimaänderung) oder PAGES (Past Global Changes). Soeben hat die amerikanische National Science Foundation Gelder zur Finanzierung von PAGES (Past Global Changes), eines dieser Forschungsnetzwerke bewilligt – ein Beweis mehr für die wichtige Position Berns (siehe Kasten).

 

An einer gemeinsamen Medienkonferenz haben die Stadt Bern und die Universität Bern am 31. Oktober 2006 auf die führende Rolle Berns im Klimabereich hingewiesen. Stadtpräsident Alexander Tschäppät unterstrich vor den Medien die Bedeutung einer Universität mit internationaler Ausstrahlung nicht zuletzt für den wirtschaftlichen Standortwettbewerb. Bern wolle nicht nur bei der Klimaforschung an der Spitze mit dabei sein, sagte Alexander Tschäppät, sondern auch bei der Klimapolitik Zeichen setzen. Mit ihrer Verkehrs- und Energiepolitik sei die Stadt auf guten Wegen (Senkung des CO2-Ausstosses, Förderung des öV und des Langsamverkehrs, Tempo 30 Zonen). Weiter sprach sich der Berner Stadtpräsident für die Einführung einer nationalen CO2-Abgabe aus, welche jene belohne, die sparsam mit Energie umgingen. In Bern liefen auch auf institutioneller Ebene die Fäden zusammen. Dies mache Bern zum national wichtigsten Knotenpunkt in Fragen der Klimapolitik. Bern als Bildungs- und Bundesstadt mit hoher Lebensqualität biete optimale Rahmenbedingungen.

 

Die Klimaforscher Heinz Wanner und Thomas Stocker wiesen unter anderem auf den hohen Stellenwert hin, den die Klimaforschung bei der strategischen Neuausrichtung der Universität Bern geniesse. Auch werde in der Klimaforschung beispielhaft über die Fachgrenzen zusammengearbeitet. Ausdruck davon ist unter anderem ein neuer Ausbildungsgang. Dieser Master in Klimawissenschaften hat soeben seinen Betrieb aufgenommen.

 

Die Klimaforschung, so wurde an der Veranstaltung klar, profitiert in Bern auch von der Nähe zu Politik und Verwaltung. Denn die Wissenschafter verstehen sich durchaus auch als Lobbyisten für eine verantwortungsbewusste Klimapolitik.

 

 

Erstklassiger Standort
Das weltweit tätige Forschungsprogramms PAGES (Past Global Changes) mit Sitz in Bern ist eine UNESCO Unterorganisation und befasst sich mit der Erforschung der klimatischen Entwicklung der Erde. Zu den grossen Geldgebern des Programms zählen neben der Schweiz die USA. „PAGES“ gehört weltweit zu den wichtigen Klimaforschungsprogrammen und ist auch für die amerikanische Forschungsgemeinschaft von zentraler Bedeutung“, erklärt Paul Filmer, Programmdirektor bei der US National Science Foundation. „Wir freuen uns deshalb, die erfolgreiche Zusammenarbeit in den nächsten Jahren weiterzuführen. Mit Bern verfügt PAGES über einen erstklassigen Standort für seinen internationalen Sitz, das Programm profitiert von der Nähe zu den Klimaforschungsgruppen an der Universität Bern und zu Organisationen wie dem Schweizerischen Nationalfonds.“

 

 

Präsidialdirektion der Stadt Bern und Universität Bern

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