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7. Mai 2007 | Gemeinderat, Direktionen

Bahnhofplatz Bern: Jetzt geht es richtig los

Ab kommendem Sonntag, 13. Mai 2007, wird der Berner Bahnhofplatz gut ein Jahr lang für den motorisierten Privatverkehr gesperrt. Tags darauf beginnt die Intensivbauphase des Projekts Neuer Bahnhofplatz Bern. Zuvor erhält die Bevölkerung am Muttertag Gelegenheit, sich mit einem Fest vom alten Bahnhofplatz zu verabschieden.

Bis Ende Mai 2008 werden Bahnhofplatz, Bubenbergplatz und Christoffelunterführung für insgesamt rund 80 Millionen Franken umgebaut und saniert. Die Vorarbeiten für die Realisierung des Projekts Neuer Bahnhofplatz, namentlich der Bau neuer Tramwendeschleifen, sind seit Ende Januar im Gang. Am kommenden Montag beginnt nun die Intensivbauphase, weshalb der Bahnhofplatz gut ein Jahr lang für den motorisierten Verkehr gesperrt wird.

An einer Medienorientierung wies Stadtpräsident Alexander Tschäppät auf die grosse Bedeutung des Bahnhofplatzes hin – sei es als Treffpunkt, als Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs oder als Durchgangsachse. Bahnhof und Bahnhofplatz sollen künftig eine neue, attraktive Visitenkarte der Stadt Bern sein. Es sei der erklärte Wille des Gemeinderats, dass der Bahnhofplatz künftig „ein öffentlicher Raum für alle“ sein werde, sagte Tschäppät. Es werde deshalb ein Konzept erarbeitet, das die Nutzungen für den neuen Bahnhofplatz festlege. Ferner werde der Gemeinderat zusammen mit den SBB „Spielregeln“ für die Christoffel-Unterführung und „einheitliche Standards hinsichtlich Sauberkeit und Sicherheit“ definieren.

 

„Gelassen und verständnisvoll“

Regula Rytz, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, versicherte, von Seiten der Bauherrschaft werde alles unternommen, um Lärm, Staub und Umtriebe für Anwohner, Gewerbetreibende und Passanten in möglichst erträglichen Rahmen zu halten. Dass aber ein derart vielschichtiges Bauprojekt mitten im Stadtzentrum Unannehmlichkeiten und Umwege mit sich bringe, sei unvermeidlich. Mit dem Verlauf der bisherigen Arbeiten zeigte sich Rytz sehr zufrieden, zumal die allgemeine Stimmung „sehr gelassen und verständnisvoll“ geblieben sei. Gemeinderätin Rytz betonte auch die Wichtigkeit der Einhaltung von Sicherheitsvorschriften auf der Baustelle. Sie appellierte an die Bevölkerung, die signalisierten Umleitungen zu beachten und die Anweisungen des Verkehrsdienst-Personals zu befolgen, um das Unfallrisiko zu minimieren.

 

Konzentrierte Bauweise

Die Verkehrssperre auf dem Bahnhofplatz ist Voraussetzung dafür, dass das im Juni 2005 von den Stadtberner Stimmberechtigten gutgeheissene Sanierungs- und Umbauprojekt in konzentrierter Bauweise bis Ende Mai 2008 realisiert werden kann. Der motorisierte Privatverkehr wird bis zum Abschluss der Bauarbeiten umgeleitet, und zwar über folgende Routen:

  • Richtung Osten: Laupenstrasse – Schanzenstrasse – Durchfahrt Bahnhofparking – Henkerbrünnli
  • Richtung Westen: Henkerbrünnli – Durchfahrt Bahnhofparking – Stadtbachstrasse – Bühlbrücke – Inselplatz.

Ab 10. Juni 2007 (und bis 9. Dezember 2007) wird der Bahnhofplatz auch für den öffentlichen Verkehr gesperrt sein. Während dieser Zeit kann der Platz nur noch zu Fuss oder mit dem Velo überquert werden. Für die Rettungsdienste wird eine Notfallroute offengehalten.

Dank der konzentrierten Bauweise könne die Bauzeit für das ganze Sanierungsprojekt, das sich auch auf den Hirschengraben und die Spitalgasse erstreckt, von rund drei Jahren (bei konventionellem Vorgehen) auf circa ein Jahr verkürzt werden, erläuterte Stadtingenieur Hans-Peter Wyss. Die Geschäfte rund um den Bahnhofplatz, Gewerbetreibende und Anwohner, aber auch Pendler, Reisende und Touristen hätten deshalb wesentlich weniger lang unter den Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten zu leiden. Mit der Realisierung des Projekts hat die Stadt Bern einen Totalunternehmer beauftragt. Der Auftrag wurde aufgrund eines Submissionsverfahrens an ein Konglomerat von Berner Baufirmen unter Federführung der Walo Bertschinger AG vergeben.

 

Herausforderung für Bernmobil

Dass die Grossbaustelle Bahnhofplatz sich nicht nur im Herzen der Stadt Bern, sondern auch am wichtigsten Umsteigepunkt des Bus- und Tramnetzes befinde, stelle für die städtischen Verkehrsbetriebe Bernmobil eine grosse Herausforderung dar, erklärte Bernmobil-Direktor René Schmied. Ziel von Bernmobil sei es, „trotz dem einschneidenden Eingriff durch die Grossbaustelle die Qualität des öffentlichen Verkehrs auf einem akzeptablen Niveau aufrechtzuerhalten“. Erste Erfahrungen seien bereits in der Vorphase gesammelt worden – mit durchwegs positiver Bilanz: Im ersten Quartal 2007 habe Bernmobil gleich viele Fahrgäste transportiert wie in der gleichen Periode im Vorjahr. Zudem sei es zu keinen grösseren Verspätungen oder Betriebsunterbrüchen gekommen.

 

Abschiedsfest für den alten Platz

Die Sperrung für den motorisierten Verkehr tritt bereits in der Nacht auf Sonntag, 13. Mai 2007, in Kraft, damit sich die Bevölkerung mit einem Fest vom alten Bahnhofplatz verabschieden kann. Auf dem Programm stehen allerlei Attraktionen, darunter viel Spiel und Spass für Kinder. Höhepunkt des Festes dürfte das Konzert der Rockgruppe Roots 66 feat. Polo Hofer sein.

 

 

Bauherrengemeinschaft Neuer Bahnhofplatz Bern

 

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