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3. Dezember 2007 | Gemeinderat, Direktionen

Neuer Bahnhofplatz Bern: Der Endspurt beginnt

Ab kommendem Samstagnachmittag, 8. Dezember 2007, können die Trams der Linien 3, 5 und 9 wieder über den Bahnhofplatz und durch die Innenstadt zum Zytglogge fahren: Mit dieser (weitgehenden) Rückkehr zum Normalbetrieb im öf-fentlichen Verkehr wird die letzte Etappe im Projekt Neuer Bahnhofplatz Bern eingeläutet. Schwerpunkte dieser bis Ende Mai 2008 dauernden Bauphase sind der Bau des Balda-chins und der Innenausbau der Christoffelunterführung.

Das Projekt Neuer Bahnhofplatz Bern, das die Umgestaltung und Sanierung von Bahnhofplatz, Bubenbergplatz, Christoffelunterführung, Hirschengraben und Spitalgasse umfasst, sei sowohl terminlich als auch kostenmässig auf Kurs, gab Baudirektorin Regula Rytz an einer Medienorientierung bekannt. „Das Ziel ist schon in Sichtweite, und am kommenden Wochenende können wir einen grossen Schritt zurück zur Normalität machen“, sagte Rytz.  Auf den Fahrplanwechsel vom 9. Dezember hin können die Trams und die meisten Buslinien wieder als Durchmesserlinien über den Bahnhofplatz und durch die Innenstadt fahren, der neue viergleisige Trambahnhof wird in Betrieb genommen, und die Sanierung der Spitalgasse wird praktisch abgeschlossen sein.

 

Rytz gab zudem bekannt, die Strasse über den Bahnhofplatz (Achse Bollwerk–Laupenstrasse) könne – sofern weiterhin alles nach Plan verlaufe – bereits im April für den Verkehr freigegeben werden. Ein Eröffnungsfest für den Neuen Bahnhofplatz wird aber erst am 31. Mai 2008 stattfinden – dann, wenn sämtliche Bauarbeiten abgeschlossen sind.

 

Bühne frei für den Baldachin

Gemeinderätin Rytz erinnerte daran, dass die Stadt Bern die Baubewilligung für den Neuen Bahnhofplatz (einschliesslich Baldachin) erst vor genau einem Jahr, Ende November 2006, erhalten habe. Zwei Monate später war bereits Spatenstich – und vom ersten Tag an habe die Baustelle Bahnhofplatz neben Ärger und Sorgen auch „ganz unbernische Dynamik und Anerkennung ausgelöst“. Rytz zeigte sich dankbar darüber, dass sich die Bernerinnen und Berner grösstenteils „mit grosser Geduld, viel Verständnis und Neugier in die Einschränkungen, Belastungen und täglichen Veränderungen der Verkehrswege geschickt und mit wachsender Freude die neue Dimension des Bahnhofplatzes entdeckt“ hätten. Nach der Faszination der Baumaschinen und der Baukunst werde nun immer mehr die Architektur auf die Bühne und in den Blick der Öffentlichkeit treten.

 

Rytz spielte damit den Ball Stadtingenieur Hans-Peter Wyss zu, der über das bis Ende Mai 2008 verbleibende Bauprogramm informierte. Im Mittelpunkt stehen dabei der Bau des Baldachins und der Innenausbau der Christoffelunterführung. Die ersten Stützen für das geschwungene Glasdach waren bereits im vergangenen September aufgestellt worden, in den letzten Tagen sind die ersten Stahlträger montiert worden. „Die einzelnen Elemente des Baldachins werden in den Werken fabriziert und dann vor Ort zusammengebaut“, erläuterte Wyss. Dabei würden die ersten Gläser ab Anfang Februar 2008 montiert.

 

Ebenfalls bereits in den letzten Tagen ist im Bereich der viergleisigen Tramhaltestelle ein Schutzdach errichtet worden, das Sicherheit vor eventuell herunterfallenden Werkzeugen, Schrauben etc. bietet und gleichzeitig den wartenden Bernmobil-Passagieren als behelfsmässiger Witterungsschutz dient. In der Christoffelunterführung haben gemäss Wyss die ersten Arbeiten für den Grundausbau begonnen (Wand- und Bodenbeläge, Lüftungs- und Elektroanlagen, Sanitärinstallationen, Heizung etc.). Im Lauf des März werden die ersten Mieter mit dem Ausbau ihrer Ladengeschäfte beginnen können, deren Eröffnung auf Ende Mai geplant ist.  

 

Verkehrsumleitungen haben sich bewährt

Die wegen der Totalsperrung des Bahnhofplatzes nötig gewordenen Verkehrsumleitungen haben sich laut Stadtingenieur Wyss bestens bewährt. Der positive Gesamteindruck sei durch die zweite Erhebung im Rahmen des Verkehrsmonitorings bestätigt worden: Der Autoverkehr habe sich an die signalisierten Umleitungsrouten gewöhnt. Die Frequenzen auf der hauptsächlichen Umleitungsroute (Durchfahrt Bahnhofparking) hätten sich bei 17'500 Fahrzeugen pro Werktag eingependelt (im Vergleich zu 8’700 Fahrzeugen vor Beginn der Bauarbeiten). Auf der Mittelstrasse im Länggassquartier liege die Verkehrsbelastung sogar etwas tiefer als vor der Sperrung des Bahnhofplatzes.

 

Bernmobil: Hauptziel schon erreicht

Zufrieden zeigte sich auch Bernmobil-Direkor René Schmied. Die Tramanlagen vom Hirschengraben über den Bahnhofplatz bis zum Käfigturm seien nach bloss siebenmonatiger Bauzeit vollständig saniert: „Damit haben wir das Hauptziel von Bernmobil im Projekt Neuer Bahnhofplatz Bern erreicht, nämlich die maroden Schienen zu sanieren und die Betriebssicherheit für den Tramverkehr am Bahnhof langfristig sicherzustellen.“ Dank modernster Isolationsmaterialien, so Schmied weiter, sei auch eine Lärm- und Erschütterungsminderung beim Tramverkehr erreicht worden: „Die ganze Neubaustrecke ist wesentlich ruhiger geworden.“

 

Mit dem Abschluss der Gleisbauarbeiten können die Tramlinien 3, 5 und 9 wieder durchgehend zwischen Weissenbühl und Saali, Fischermätteli und Ostring bzw. Wabern und Guisanplatz verkehren. Gerade rechtzeitig für die Adventszeit und den grossen Einkaufsverkehr vor Weihnachten werde damit die Obere Altstadt wieder vom öffentlichen Verkehr erschlossen, unterstrich Schmied. Auch die meisten Buslinien verkehren vom kommenden Wochenende an wieder auf ihren regulären Routen. Von den weiteren Bauarbeiten betroffen bleiben einzig die Buslinien 11 und 12.

 

 

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Bauherrengemeinschaft Neuer Bahnhofplatz Bern

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