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13. Mai 2008 | Gemeinderat, Direktionen

Neuer Bahnhofplatz Bern:Nach dem Abschluss der Bauarbeiten wird gefeiert

16 Monate nach dem Spatenstich können die Bauarbeiten am Neuen Bahnhofplatz Bern pünktlich und termingerecht Ende Mai abgeschlossen werden. Am Samstag, 31. Mai 2008, wird der Abschluss des 100-Millionen-Projekts mit einem grossen Volksfest gefeiert. An einer Medienkonferenz im Burgerspital hielt Baudirektorin Regula Rytz Rückschau auf eine „bewegte Zeit“ und stellte das Programm des Eröffnungsfests vor.

Seit Januar 2007 haben Bauarbeiten das Leben rund um den Berner Bahnhof geprägt. Jetzt, rechtzeitig zur Fussballeuropameisterschaft, steht das Projekt Neuer Bahnhofplatz Bern, das die Umgestaltung und Sanierung von Bahnhofplatz, Bubenbergplatz, Christoffelunterführung, Hirschengraben und Spitalgasse umfasst, termingerecht vor dem Abschluss. Bereits Anfang April wurde die Bahnhofplatzachse wieder für den Durchgangsverkehr geöffnet. Seither wird intensiv an der Konstruktion des Baldachins und dem Ausbau der Christoffelunterführung gearbeitet. Bis 31. Mai sollen alle Teilprojekte abgeschlossen sein. Punktuell wird es allerdings nach der EURO 08 noch zu einzelnen Nachbesserungs- und Optimierungsarbeiten kommen.

 

Ohne gravierende Zwischenfälle

„Wir wussten damals trotz aller Vorkehrungen und Pläne nicht so genau, was auf uns zukommen würde“, erinnerte sich Regula Rytz, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün. Sicher sei nur gewesen, dass „Verständnis und Geduld, Flexibilität und Improvisation, dazu Aufmerksamkeit und Vorsicht“ von allen Verkehrsteilnehmenden, von Anrainern und Gewerbetreibenden, von Passanten und Touristen, von Ladenbesitzern und ihrer Kundschaft gefragt sein würden. „Heute“, so zog Rytz Bilanz, „können wir festhalten, dass alle Beteiligten und Betroffenen diese Fähigkeiten und Qualitäten geradezu bravourös unter Beweis gestellt haben.“ Das Jahr der Umwege sei nun fast vorbei. Nur die Fussgängerinnen und Fussgänger müssten sich noch etwas gedulden: Erst mit der Öffnung des eigentlichen Bahnhofplatzes und der Christoffelunterführung werden alle Wege und Aufgänge zur Verfügung stehen.

 

Besonders zufrieden zeigte sich Rytz über den Umstand, dass es keine gravierenden Zwischenfälle und Unfälle gegeben habe und auch „nur selten Unmut über die Unannehmlichkeiten, den Lärm, den Staub, die Umwege und Umleitungen“ laut geworden sei. Oft sei dagegen ausdrücklich Anerkennung geäussert worden für die beeindruckenden Leistungen der Bauarbeiter, der Bauführung und der Projektleitung.

 

Nach getaner Arbeit das grosse Volksfest

Der Abschluss der Bauarbeiten und die Eröffnung der neu gestalteten Christoffelunterführung werden am Samstag, 31. Mai 2008, mit einem grossen Volksfest gefeiert. Bahnhofplatz und Bubenbergplatz werden zu diesem Zweck nochmals 24 Stunden lang für jeglichen Verkehr gesperrt. Von 9 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachts wird auf diversen Bühnen eine Fülle von Attraktionen geboten. Die Palette reicht von Klassik und Volksmusik über Zigeunermusik, Chansons, Rap und Rockmusik bis zu kulturhistorischen Führungen, Vorlesungen und Filmvorführungen.  Das umfassende Programm ist in allen Details auf der Website www.bahnhofplatz08.ch aufgeschaltet.

 

Ein erster Höhepunkt am Fest wird um 10 Uhr die offizielle Eröffnung der Christoffelunterführung sein. Den Schlusspunkt wird nach Mitternacht die Formation Grand Mother’s Funck mit ihrer mitreissenden Funk-Musik setzen. Dazwischen werden u. a. die Mundartrocker Span (zusammen mit Spezialgästen), Matter Live, die Berner Troubadours, die Stubemusig Rechsteiner (bekannt aus dem Film „Die Herbstzeitlosen“), das Blasorchester SBB und viele andere mehr auftreten. Von 10 bis 21 Uhr wird ausserdem ein abwechslungsreiches Kinderprogramm geboten. Für ein vielfältiges kulinarisches Angebot sorgen rund 20 Gastronomiebetriebe aus der Umgebung des Bahnhofplatzes, die sich verpflichtet haben, ausschliesslich Mehrweggeschirr abzugeben. Im Übrigen hob Gemeinderätin Rytz besonders die Beteiligung des Burgerspitals und der Heiliggeistkirche hervor, welche nicht nur ihre Gebäulichkeiten für das Bahnhofplatzfest zur Verfügung stellen, sondern sich auch aktiv mit eigenen Beiträgen am Programm beteiligen.

 

Weil in den Baukrediten jeweils keine Mittel für Eröffnungsfeierlichkeiten vorgesehen sind, können solche Feste nur mit Unterstützung privater Sponsoren durchgeführt werden. Das gilt auch für das Bahnhofplatzfest, das zur Hauptsache „durch grosszügige Nachbarn“ finanziert wird, wie sich Regula Rytz ausdrückte. Dazu zählen namentlich die Genossenschaft Migros Aare, die RailCity / SBB sowie die UBS AG. Weitere namhafte Beiträge leisteten der Libero-Tarifverbund, die Post, die Mobiliar und die Stadtbauten Bern.

 

Der neue Bahnhofplatz und seine Geschichte

Dr. Armand Baeriswyl, Leiter der Stadt-, Burgen- und Kirchenarchäologie im Archäologischen Dienst des Kantons Bern zog an der Medienkonferenz seinerseits Bilanz über die archäologischen Untersuchungen während der Bauarbeiten. Anders als noch anlässlich des Bahnhofumbaus in den 1960er-Jahren sei der Einsatz der Archäologen dieses Mal von Anfang an eingeplant worden. Die Zeit für notwendige Grabungen sei im Voraus im Bau- und Projektablauf berücksichtigt worden. Es sei denn auch eine Reihe von interessanten archäologischen Erkenntnissen gewonnen worden. Die Sanierung der Unterführung gab dem Archäologischen Dienst zudem die Gelegenheit, die Reste der Christoffelturm-Befestigung zu reinigen, zu sanieren und künftig mittels eines ausgeklügelten Beleuchtungskonzepts neu zu präsentieren.

 

Mit der neueren und neusten Geschichte des Bahnhofs und seiner Umgebung befasst sich das Buch „Ankommen in Bern“ von Bernhard Giger und Hansueli Trachsel, das Ende Mai vom Stämpfli-Verlag herausgegeben wird: Das Buch blickt in einer kommentierten Bildergeschichte zurück auf 150 Jahre bewegte Stadtgeschichte am Bahnhof und in einer Fotoreportage auf 16 Monate Umbau des Bahnhofplatzes. Unter demselben Titel und mit ähnlicher Thematik wird am 29. Mai eine Ausstellung eröffnet, die bis Ende Juli im Kornhaus zu sehen sein wird. Schliesslich wird im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten Mac W. Schneiders halbstündiger Dokumentarfilm „50 Jahre Umbau Bahnhof Bern“ in der Heiliggeistkirche uraufgeführt. Der Film dokumentiert einerseits – in Schwarzweiss – den Bahnhofumbau in den Jahren 1957 bis 1974 und zeigt andererseits – in Farbe –, wie der Bahnhof Bern und seine Umgebung in den Jahren 2000 bis 2008 umgestaltet wurden.

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Datei PDF documentReferat von Dr. Armand Baeriswyl 13.05.2008 45.9 KB
Datei PDF documentReferat von Gemeinderätin Regula Rytz 13.05.2008 39.9 KB

Bauherrengemeinschaft Neuer Bahnhofplatz Bern

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