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27. Juni 2008 | Gemeinderat, Direktionen

Gesundheitsstudie zeigt: 80 Prozent der 15-Jährigen sind normalgewichtig

8.-Klässlerinnen und 8.-Klässler in der Stadt Bern schneiden im schweizerischen Vergleich gut ab in Bezug auf ihr Gesundheitsverhalten. Dies zeigt eine Studie auf der Basis von schulärztlichen Daten, welche auch den bisherigen Präventionsanstrengungen der Stadt Bern ein erfreuliches Zeugnis ausstellt.

Studien und Statistiken zeigen, dass zu viele Kinder und Jugendliche in der Schweiz übergewichtig sind. Ebenso weisen sie aus, dass der Tabak- und Alkoholkonsum insbesondere bei Jugendlichen lange Zeit stark zugenommen und sich dann auf relativ hohem Niveau stabilisiert hat. Mit einer systematischen Auswertung schulärztlicher Daten solle überprüft werden, ob diese Resultate auch für die Stadt Bern zutreffen und allenfalls das Gesundheitsdienstangebot angepasst werden müsste. Die Analyse umfasste insgesamt 6900 Jugendliche, mit welchen in den letzten neun Jahren im Rahmen der schulärztlichen Untersuchung ein Gespräch geführt wurde. Zusätzlich zu den Gewichtsdaten und dem Suchtmittelkonsum wurden auch das Berufswahlverhalten erfragt und soziodemografische Faktoren beigezogen.

 

Die Studienresultate zeigen, dass die Stadt Bern im gesamtschweizerischen Vergleich erfreulich gut abschneidet.

  • Über 80 Prozent der 8.- Klässlerinnen und 8.- Klässler in der Stadt Bern sind normalgewichtig. Trotz dieser guten Werte ist auch in Bern eine leicht zunehmende Tendenz zu Übergewicht und Adipositas sichtbar.
  • Der Tabakkonsum begann bereits vier Jahre früher zu sinken als in der restlichen Schweiz und hat sich heute auf halber Höhe der Schweizer Werte eingependelt.
  • Beim Alkoholkonsum bleiben die Werte seit Jahren unter 4 Prozent stabil. Ein Anstieg ist nicht erkennbar, im gesamtschweizerischen Vergleich liegen die Stadtberner Werte drei bis vier Mal tiefer.

Bei allen untersuchten Parametern zeigte sich der besuchte Schultyp als relevant. Die Sekundarschule erwies sich als eine Art Schutzfaktor, Schülerinnen und Schüler der Realklassen dagegen sind gesundheitlich (mehr Übergewicht, mehr Tabak und Alkoholkonsum) und auch beim Berufswahlablauf deutlich benachteiligt. Und was nicht erstaunt: ausländische Jugendliche haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, der Realschule zugewiesen zu werden. Allerdings –  und das ist alles andere als banal – tragen sie dieses Risiko unabhängig vom Bildungsstand ihrer Eltern.

 

Die Stadt ist auf dem richtigen Weg

Die Resultate bestätigen, dass die Stadt Bern mit den bisherigen Gesundheitsförderungs- und Präventionsanstrengungen auf dem richtigen Weg ist. Grundsätzlich soll auf Kontinuität gesetzt werden, d.h. die Gesundheitsförderung soll früh einsetzen und die Kinder und ihre Eltern vom Kindergarten bis ans Ende der Schulpflicht mit denselben präventiven Botschaften und Rahmenbedingungen begleiten. Einzelne Angebote wie z.B. Schulsport und Früherkennungsstrukturen im Suchtbereich sollen ausgebaut oder an spezifische Zielgruppenbedürfnisse angepasst werden. Bereits am Laufen sind die Systematisierung der Berufswahlvorbereitung und Projekte für Casemanagement, Begleitung und Mentoring während der beruflichen Ausbildung. Die Anstrengungen zur beruflichen Ausbildung stützen sich auf eine hochwertige Volksschule, die mit einem bedarfsgerechten Angebot an Tageschulen, Aufgabenhilfe, Schulsozialarbeit und integrativen Fördermassnahmen die Basis legt und die vorschulisch durch ein Frühförderungsprogramm ergänzt wird. Ganz sicher überprüft werden müssen die schulischen Selektionsmechanismen. All diese Puzzleteile fügen sich zusammen zu einem Bildungsmeccano, das den Kindern im Vorschul- und im Schulalter sowie in der beruflichen Ausbildung gemäss ihren individuellen Bedürfnissen zur Verfügung stehen und das die schulischen und die beruflichen (Start)Chancen verbessern bzw. Benachteiligungen kompensieren soll.

 

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Titel Bearbeitet Grösse
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Direktion für Bildung, Soziales und Sport

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