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18. August 2008 | Gemeinderat, Direktionen

Im Aareraum soll ganzheitlich geplant werden

Der Aareraum ist ein Landschafts- und Siedlungsraum von unschätzbarem Wert, den der Gemeinderat für zukünftige Generationen erhalten möchte. Dazu hat er die Aareraum-Planung in Auftrag gegeben, die als Leitbild für alle künftigen Projekte in diesem Gebiet dienen soll. Ziel ist es, den Nutzungsdruck zu mindern, der durch die Urbanisierung und dem Anstieg an Freizeitaktivitäten entsteht, und die Qualitäten des Gebiets zu erhalten. Die Planung wird nun der Bevölkerung zur Mitwirkung unterbreitet.

Von der Elfenau bis an den Wohlensee dehnt sich der Aareraum auf 26 Kilometern auf dem Stadtgebiet aus. Er ist damit der grösste Freiraum in der Stadt Bern. Viele attraktive Standorte, wie die Parkanlage Elfenau, der Tierpark Dählhölzli oder die Dampfzentrale, sind Teil dieses Freiraums. Dem Gemeinderat ist es ein Anliegen, den Aareraum in seiner hohen Qualität zu erhalten. Deshalb hat er eine entsprechende Planung in Auftrag gegeben.

 

Als Basis dafür dienten einerseits Analysen zum Landschafts- und Siedlungsraum, andererseits zur Nutzung des Aareraums. Die Beurteilung des Stadt- und Landschaftsraumes ist grundsätzlich gut. In Zukunft gilt es dafür zu sorgen, dass die heute noch gute Balance zwischen Siedlung und Landschaft bestehen bleibt. Die Analyse der Nutzung zeigt, dass der Aareraum ein breites Spektrum an vielfältigen Nutzungen in einer kontrastreichen, einzigartigen Umgebung bietet. Mit Park- und Sportanlagen, Promenaden und Aussichtsterrassen, kilometerlangen Fusswegen sowie einem vitalen kulturellen und einem abwechslungsreichen kulinarischen Angebot ist er das wichtigste Erholungsgebiet der Stadt.

 

Grundsätze für eine sorgfältige Nutzung

Der gesamte Raum hat nicht nur für die Stadtbewohnerinnen und -bewohner, sondern auch für den Tourismus eine hohe Anziehungskraft. Die Mischung von Wohnen und Arbeiten, Erholung und Freizeit, Kultur, Kleingewerbe und Dienstleistungen bietet eine sehr hohe Lebensqualität. Eine weitere bauliche Verdichtung ginge jedoch zu Lasten dieser Gesamtqualität des Aareraums. Damit einerseits alle Interessen an der Aare und ihren Lebensräumen, andererseits aber auch die Nutzungsansprüche der heutigen und folgenden Generationen abgedeckt sind, gilt es, die bestehenden Qualitäten zu erhalten sowie das Aufwertungspotenzial insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz zu nutzen.

 

Die Aareraum-Planung hat genau dies zum Ziel. Teil davon ist ein Leitbild, das für alle zukünftigen Planungen im Gebiet der Aare als Grundlage dienen soll. Es basiert auf folgenden Grundsätzen:

-          Der Aareraum ist eine durchgehende Parklandschaft vom Flusslauf bis zur Hangkante.

-          Wichtige Sichtbeziehungen und Ausblicke auf die Stadtsilhouette und den Landschaftsraum sind gewährleistet.

-          Ein durchgehendes, attraktives Wegenetz verbindet die verschiedenen Ebenen und Freizeitanlagen.

-          Bauliche Eingriffe in den Stadt- und Landschaftsraum erfolgen auf der Basis einer integralen Betrachtungsweise.

-          Das Aaretal ist ein wichtiger Lebensraum und ökologischer Vernetzungskorridor für Flora und Fauna.

 

Damit diese Grundsätze umgesetzt werden können, sind in der Aareraum-Planung verschiedene Massnahmen vorgesehen. Sie betreffen vor allem die Aufwertung und Neugestaltung der öffentlichen Freiräume, die Ergänzung und Aufwertung des Uferwegnetzes, die Öffnung zugewachsener Sichtbeziehungen und das Aufzeigen möglicher baulicher Verdichtung, ohne die bisherige Qualität des Aareraums zu gefährden.

 

Mitwirkung und öffentliche Veranstaltungen

Der Gemeinderat gibt die Aareraum-Planung nun in die Mitwirkung. Vom 18. August bis zum 18. Oktober 2008 liegt sie bei der BauStelle, Bundesgasse 38, und im Stadtplanungsamt, Zieglerstrasse 62, auf. Zusätzlich finden drei öffentliche Informationsveranstaltungen statt.

-        18. August 2008 , 18.00 Uhr für die Stadtteile Altstadt, Breitenrain-Lorraine und Kirchenfeld-Schosshalde (Sitzungszimmer Stadtplanungsamt, Zieglerstrasse 62, 3. Stock)

-        26. August 2008, 18.00 Uhr für die Stadtteile Länggasse-Felsenau, Mattenhof-Weissenbühl und Bümpliz-Oberbottigen (Sitzungszimmer Stadtplanungsamt, Zieglerstrasse 62, 3. Stock)

-        8. September 2008, 17.30 Uhr für die Quartierkommission Bümpliz-Bethlehem (Altes Schloss Bümpliz, Bümplizstrasse 89, Saal 1. OG)

 

 

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Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentReferat A.Tschäppät 18.08.2008 24.5 KB
Datei PDF documentReferat C. Wiesmann 18.08.2008 36.7 KB

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