Navigieren auf Mediencenter

Benutzerspezifische Werkzeuge

Servicenavigation

Content navigation

25. März 2009 | Gemeinderat, Direktionen

Gemeinderat stimmt neuen Elektrizitätstarifen zu

Der Gemeinderat der Stadt Bern hat auf Antrag des Verwaltungsrats von Energie Wasser Bern rückwirkend auf den 1. Januar 2009 neue Elektrizitätstarife beschlossen. Für die Haushalte werden die Stromkosten neu im Durchschnitt um sieben Prozent steigen, für Unternehmen durchschnittlich um neun Prozent. Damit fallen die Erhöhungen insgesamt leicht tiefer aus als 2008 angekündigt. Der erneute Entscheid zu den Stromtarifen 2009 wurde nötig, weil der Bundesrat Ende 2008 kurzfristig die Stromversorgungsverordnung geändert hatte.

Fast alle Schweizer Stromversorgungsunternehmen haben im vergangenen Jahr für 2009 deutliche Preiserhöhungen angekündigt. Auslöser waren vor allem die massiv höheren Kosten, welche die neue nationale Netzgesellschaft Swissgrid für die Benutzung des Transportnetzes in Aussicht stellte. Mehrere Versorgungsunternehmen, darunter auch Energie Wasser Bern, reichten daraufhin bei der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) eine Beschwerde gegen die überhöhten Übertragungsnetzgebühren von Swissgrid ein. Auch zahlreiche Kundinnen und Kunden sowie Politiker protestierten gegen die schweizweite Erhöhung der Strompreise. Dieser Druck zeigte Wirkung: Der Bundesrat änderte Ende 2008 kurzfristig die Stromversorgungsverordnung. Swissgrid musste basierend darauf ihre Übertragungsnetzgebühren deutlich senken. In der Folge konnten die Stromversorger ihre angekündigten Preise für 2009 nicht in Kraft setzen. Stattdessen erhielten sie den Auftrag, bis spätestens am 1. April 2009 die Tarife neu zu berechnen und zu publizieren.

 

Preise steigen weniger stark

Bei den Tarifen von Energie Wasser Bern zeigt die geänderte Stromversorgungsverordnung die gewünschte Wirkung. Für Haushalte steigen die Preise um durchschnittlich sieben Prozent statt wie im August 2008 angekündigt rund zehn Prozent. Unternehmen müssen mit einer durchschnittlichen Verteuerung um neun Prozent rechnen. In diesen Zahlen eingeschlossen sind auch die neue Förderabgabe des Bundes für erneuerbare Energien und eine höhere Energieeffizienz sowie die Konzessionsabgabe, die Energie Wasser Bern an die Stadt Bern für die Nutzung des öffentlichen Raums bezahlt. Diese Abgaben sind auf den Rechnungen an die Kundinnen und Kunden separat ausgewiesen.

 

Senkung der Grundpreise

Dass die Elektrizitätstarife weniger hoch ausfallen als ursprünglich angenommen, hat auch Auswirkungen auf die Grundpreise. Gemäss Stromversorgungsverordnung dürfen diese maximal 30 Prozent der gesamten Stromkosten betragen. Energie Wasser Bern senkt sie, um einerseits diese Vorgabe zu erfüllen und andererseits einen ersten tariflichen Anreiz zum Stromsparen gemäss dem Auftrag des Gemeinderats zu schaffen (Beispiel Netznutzungskategorie Home: Senkung von CHF 120 auf CHF 96 pro Jahr). Für Kundinnen und Kunden mit einem jährlichen Stromverbrauch von weniger als 1360 Kilowattstunden (Verbrauch einer kleinen Zweizimmer-Wohnung) hat dies zur Folge, dass die Stromkosten ab 2009 sogar sinken statt steigen. Denn bei einem kleinen Verbrauch machen die fixen Kosten den grösseren Anteil an der Stromrechnung aus als die verbrauchsabhängigen.

 

Wieder definitive Abrechnungen möglich

Der Gemeinderat hat beschlossen, die neuen Elektrizitätstarife rückwirkend per 1. Januar 2009 in Kraft zu setzen. Gleichzeitig hat er entschieden, einer allfälligen Beschwerde gegen seinen Beschluss die aufschiebende Wirkung zu entziehen. Somit kann Energie Wasser Bern die neuen Tarife per sofort anwenden. Dieser Schritt ist im Sinne der Kundinnen und Kunden nötig, damit sie von Energie Wasser Bern nicht weiterhin Rechnungen mit provisorischen Tarifen erhalten. Kundinnen und Kunden, welche in der Zeit zwischen Anfang Januar und Ende März 2009 zu viel bezahlt haben, erhalten den Differenzbetrag zurückerstattet bzw. bei der nächsten Teilrechnung gutgeschrieben. Fällt der Rechnungsbetrag mit den definitiven Tarifen höher aus als mit den provisorischen, wird die Differenz in Rechnung gestellt.

 

Informationsdienst der Stadt Bern

Weitere Informationen.

Archiv

Fusszeile