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31. März 2009 | Gemeinderat, Direktionen

Stöckacker Süd: Zürcher Büros gewinnen Architekturwettbewerb

Der Ersatzneubau der Siedlung Stöckacker Süd nimmt Konturen an: Die Jury des Architekturwettbewerbs hat sich einstimmig für das Projekt „Regina“ der zwei Zürcher Büros Michael Meier und Markus Hug Architekten und den Armon Semadeni Architekten ETH entschieden.

Drei 4- und 5-geschossige, leicht abgewinkelte Häuser bestimmen die neue Siedlungsstruktur. Laut Jurybericht fügt sich die feingliedrige Siedlungsform ausgezeichnet in die architektonisch sehr unterschiedliche Nachbarschaft ein. Die Bethlehemstrasse wird zur Wohnstrasse für das Quartier aufgewertet. Die im Wettbewerbsprogramm geforderten, verschiedenen Wohnungstypen – Familienwohnungen, Lofts, Town Houses und Wohnen im Alter – setzt das Projekt „Regina“ mit einer Durchmischung der Wohnformen um. Auffallend ist dabei die gute Erreichbarkeit der Alterswohnungen. Der Aussenraum ist grosszügig bemessen, im Unterschied zur heutigen Siedlung aber kleinräumiger, was den Mieterinnen und Mieter in ihren Gärten eine gewisse Privatsphäre ermöglicht. Die ausgewählten Baumaterialien und die Konstruktion der Häuser bieten Gewähr dafür, dass die angestrebte Energieeffizienz erreicht werden kann. Ein Schilfband auf beiden Seiten des zentralen Wegs durch die Siedlung wird zur Kläranlage für das Grauwasser werden.

Jury beurteilte 35 Projekte

Für den im Sommer 2008 ausgeschriebenen, offenen, einstufigen und anonymen Projektwettbewerb nach der Norm 142 des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) wurden 35 Projekte eingereicht. Eine aus Sach- und Fachpreisrichterinnen und -richtern zusammengesetzte Jury beurteilte im Januar und Februar dieses Jahres in mehreren Sitzungen die Projekte. Sie wurde dabei von einer Reihe von Expertinnen und Experten beraten, unter anderen dem städtischen  Denkmalpfleger, dem Leiter des Amts für Umweltschutz und Fachpersonen aus den Bereichen Gerontologie und Nachhaltigkeit. Präsidiert wurde die Jury von Barbara Hayoz, Direktorin für Finanzen, Personal und Informatik der Stadt Bern und Präsidentin der Betriebskommission des städtischen Fonds für Boden- und Wohnbaupolitik.

Baubeginn voraussichtlich im Herbst 2012

Mit dem vom Fonds für Boden- und Wohnbaupolitik geplanten Ersatzneubau der 1945/46 realisierten Siedlung im Stöckacker-Quartier betritt die Stadt Bern Neuland. Einen Ersatzneubau einer ganzen Siedlung hat es in Bern, im Unterschied zu anderen Schweizer Städten, noch nie gegeben. Damit setzt der Fonds neben der Erhaltung auch ganz gezielt auf die Erneuerung des städtischen Liegenschaftsbestandes. Mit den rund 150 Wohneinheiten in der Siedlung Stöckacker Süd soll preisgünstiger Wohnraum für Mittelstandsfamilien, für neue, urbane Wohnbedürfnisse und für das Wohnen im Alter geschaffen werden.

Für die heutigen Mieterinnen und Mieter der Siedlung hat der Abschluss des Architekturwettbewerbs vorerst keine Konsequenzen. Gemäss Stand der Planung kann mit dem Baubeginn im Herbst 2012 gerechnet werden. Zunächst wird das Stadtplanungsamt nun eine Planungsvorlage ausarbeiten, die danach in die öffentliche Mitwirkung geht. Über die Überbauungsordnung werden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger voraussichtlich im Frühjahr 2012 in einer Volksabstimmung entscheiden können. Die Mieterinnen und Mieter der Siedlung werden von der städtischen Liegenschaftsverwaltung regelmässig über den Stand der Arbeiten informiert, bereits zum zweiten Mal öffnet die Liegenschaftsverwaltung im April in einer Wohnung der Siedlung ein Mieterbüro.

Ausstellung im Kornhaus

Alle 35 Wettbewerbsprojekte werden mit Modellen und Plänen vom 2. bis zum 19. April 2009 im Berner Kornhaus ausgestellt. Ausstellungsort ist der ehemalige Theatersaal im 4. Obergeschoss.

Öffnungszeiten:
Di/Mi/Do/Fr 14.00 bis 20.00 Uhr
Sa/So 11.00 bis 17.00 Uhr
Montag geschlossen
Karfreitag/Ostern geschlossen  

Weitere Informationen: www.stoeckackersued.ch

 

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Datei PDF documentReferat B. Hayoz 31.03.2009 18.1 KB
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Direktion für Finanzen, Personal und Informatik

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