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23. Oktober 2009 | Gemeinderat, Direktionen

Stadttangente Bern: Die Stadt Bern zieht mit – und schützt die Quartiere

Am 1. März 2010 beginnen die Hauptarbeiten für die Gesamterneuerung der Stadtautobahn (Stadttangente Bern). Das wird in den Stosszeiten auf der Autobahn zu Stau, auf den Strassen von Stadt und Region Bern zu Ausweichverkehr führen. Mit flankierenden Massnahmen will die Stadt Bern in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) den Schleichverkehr möglichst eindämmen. Bundes- und Stadtbehörden orientierten heute gemeinsam über den Stand der Vorbereitungen

In den kommenden zwei Jahren erneuert das Bundesamt für Strassen (ASTRA) die Stadttangente Bern. Um das 35-jährige Bauwerk für die Zukunft fit zu halten, müssen Teile alters- und verschleissbedingt ersetzt oder verstärkt werden. Zudem gilt es die erhöhten Anforderungen punkto Verkehrssicherheit und Umweltverträglichkeit zu erfüllen. Kernstück der Sanierung ist der Abschnitt Neufeld – Wankdorf, der mit rund 100’000 Fahrzeugen pro Tag zu den am meisten befahrenen Strecken im schweizerischen Nationalstrassennetz gehört. Das eigentliche Nadelöhr bildet dort der Felsenauviadukt mit sechs Fahrspuren ohne Standstreifen. Hier sind Bauarbeiten nur möglich, wenn die Zahl der Fahrspuren reduziert wird.

 

Um während der zweijährigen Hauptarbeiten Platz für die Baustelle zu schaffen, werden deshalb zwischen dem Anschluss Neufeld und der Verzweigung Wankdorf von März bis Oktober jeweils nur noch zwei statt drei Fahrspuren Richtung Zürich zur Verfügung stehen. Das schränkt die Kapazität der Stadttangente ein und wird vor allem in der Abendspitzenstunde zu Staus führen. „Bleiben Sie trotz Stau auf der Autobahn, denn Sie kommen schneller ans Ziel“ – das ist gemäss David Wetter, Chef der ASTRA-Filiale Thun, die wichtigste Botschaft, die den Autobahnbenützerinnen und -benützern im Hinblick auf die Bauarbeiten vermittelt werden soll. „Wir können und wollen keine Umfahrungsalternativen anbieten“, erklärte Wetter an einer Medienorientierung in Bern, „denn die Strassen in Stadt und Region sind bereits heute am Limit.“

Der Druck auf das städtische und regionale Strassennetz nimmt aber unweigerlich zu, wenn der Verkehr auf der Autobahn stockt. Deshalb sollen so genannte „flankierende Massnahmen“, die der Bund zusammen mit den städtischen und kantonalen Behörden plant und umsetzt, dafür sorgen, dass die Auswirkungen der Autobahnbaustelle für die Stadt- und Regionsbevölkerung erträglich bleiben. An neuralgischen Knoten werden z.B. die Steuerung der Lichtsignalanlagen optimiert oder die Aufteilung der Fahrstreifen angepasst. Bei den Autobahnanschlüssen Forsthaus und Neufeld wird zudem der auf die Autobahn einfahrende Verkehr mittels Lichtsignalanlagen dosiert. „Die flankierenden Massnahmen sind uns ein grosses Anliegen. Wir haben alle ein Interesse daran, dass Bern nicht im Verkehr erstickt“, betonte David Wetter.

 

Stadtbevölkerung vor Schleichverkehr schützen

Sie sei froh über die Absicht des ASTRA, möglichst viel Verkehr auf der Autobahn zu bewältigen und Ausweichverkehr in die Stadt und die Region einzudämmen, erklärte die Berner Gemeinderätin Regula Rytz an der Medienorientierung. „Es wäre allerdings blauäugig“, sagte sie weiter, „wenn wir uns nicht für den Fall wappnen würden, dass entnervte Automobilisten die verstopfte Autobahn verlassen und aufs städtische Strassennetz ausweichen.“ Die Stadt müsse mit Mehrverkehr rechnen, vor allem am Feierabend.

 

Rytz nannte zwei Hauptziele der flankierenden Verkehrsmassnahmen. Einerseits gelte es, die Stadtbevölkerung vor Schleichverkehr zu schützen: „Die Wohn- und Lebensqualität in den Quartieren darf nicht leiden, Fussgängerinnen und Fussgänger, Schulkinder und Velofahrende sollen sich weiterhin sicher fühlen auf unseren Strassen.“ Andererseits gelte es zu vermeiden, dass Trams, Busse und Postautos im Stau stecken blieben. Der Stadtverkehr, insbesondere der öffentliche Verkehr, müsse trotz Baustellen weiterhin fliessen können. In diesem Sinne kämen die geplanten Massnahmen letztlich allen zugute: den Anwohnerinnen und Anwohnern, den Passagieren des öffentlichen Verkehrs und nicht zuletzt auch allen
Autofahrenden.

 

 

Downloads

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Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentPräsentation ASTRA (PDF 3 MB) 23.10.2009 2.9 MB
Datei PDF documentPräsentation Stadt (PDF 1,5MB) 23.10.2009 1.5 MB
Datei PDF documentReferat Gemeinderätin Regula Rytz (PDF 20KB) 23.10.2009 19.4 KB

Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

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