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26. Mai 2010 | Gemeinderat, Direktionen

Quartierplanung Stadtteil V: Grundlage für nachhaltige Stadtteilentwicklung verabschiedet

Der Gemeinderat hat an seiner letzten Sitzung die Quartierplanung Stadtteil V (Breitenrain/Lorraine) in Kraft gesetzt. Sie ist das Resultat eines breit abgestützten Planungsprozesses, in den unter anderen Quartiervertretungen, Fachpersonen aus den Bereichen Bauen und Verkehr und die interessierte Öffentlichkeit einbezogen worden sind. Die Quartierplanung ist Grundlage für Entscheide zur Nutzung, Erschliessung und Gestaltung der Bauzonen und zur Weiterentwicklung der bau- und planungsrechtlichen Instrumente.

Die Quartierplanung Stadtteil V zeigt auf, wie sich der Stadtteil Breitenrain/Lorraine baulich, funktionell und bezüglich der öffentlichen Freiräume entwickeln soll. Eine wesentliche Voraussetzung für eine nachhaltige räumliche Stadtteilentwicklung ist die Berücksichtigung der Rahmenbedingungen des motorisierten Individualverkehrs (MIV) und seiner Auswirkungen. Dies wird mit dem Teilverkehrsplan MIV gemacht. Anders als die Quartierplanung, die mit dem vorliegenden Bericht abgeschlossen wird, geht der Teilverkehrsplan in eine zweite Mitwirkung. Die wichtige Koordinationsarbeit zwischen den beiden Planungen ist jedoch sichergestellt. Einerseits liegen grossflächige Neubau- und Umstrukturierungsgebiete im Richtplanperimeter ESP Wankdorf mit entsprechenden Rahmenbedingungen zum Verkehr. Anderseits sind die verfeinerten verkehrlichen Rahmenbedingungen in den bestehenden Strukturen durch Baugesuchsverfahren zu berücksichtigen.

Städtebauliches Konzept

Der Stadtteil V gilt heute als urban und weltoffen und ist dabei doch überschaubar und mit dem Stadtzentrum bestens verbunden: Er wird deshalb als Wohn- und als Arbeitsort gleichermassen geschätzt wird. Ziel der Quartierplanung ist es, günstige Voraussetzungen zu schaffen um ein möglichst harmonisches Nebeneinander der verschiedenen räumlichen Nutzungen (Wohnen, Arbeiten, sich Erholen) und das Wohlbefinden der Bevölkerung zu gewährleisten. So soll das Wohnungsangebot insbesondere im Bereich der grossen Wohnungen erhöht und die Qualität des Wohnumfeldes bereits bestehender Wohnungen erhalten werden. Dies soll einerseits durch eine klar spürbare Trennung zwischen Eventzone und Wohnquartieren geschehen. Anderseits müssen wichtige nützliche Infrastrukturen (z.B. Allmend) bequem und direkt erreichbar sein. Diese sind zudem auch guten Voraussetzungen von denen Firmen und Dienstleistungsbetriebe profitieren können.

Schwerpunktthemen für die nächsten Jahre

Zur Umsetzung der Ziele sind deshalb für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahren folgende Schwerpunktthemen in der Quartierplanung festgehalten:

  • ESP Wankdorf: mit dem Ziel einer kontinuierlichen Ausbalancierung der übergeordneten Entwicklungsstrategien und den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung.
  • Lorraine: Ihre Anziehungskraft als lebendiges Quartier basiert auf dem Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten sowie ihrer unverwechselbarerer Identität bestimmt durch die kleinteiligen Strukturen. Die heutige charakteristische Nutzungsmischung soll sich zugunsten der Wohnnutzung entwickeln.
  • Kasernenareal: Für den markanten Orientierungsort im Spannungsfeld zwischen historischem Quartier und ESP sollen neue Nutzungen definiert werden.
  • Breitenrainplatz: seine Funktion als Quartierzentrum mit vielschichtigen Nutzungen und unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten wird gestärkt. Dazu wird der Platz inklusive die Verkehrsführung umgestaltet und eine Fusswegverbindung zwischen Breitenrainplatz und Zentrum Paul Klee geplant.
  • Basisnetzring: er wird gebildet durch Nordring, Standstrasse, Winkelriedstrasse Papiermühlestrasse, Viktoriastrasse und Viktoriarain. An ihm werden durch Massnahmen die unterschiedlichen stadträumlichen Achsen aufgewertet, wodurch u.a. auch die nachbarschaftliche und grossräumige Vernetzung verbessert wird.
  • Aareraum: seine Qualitäten als urbane durchgehende Parklandschaft mit ökologischen Funktionen wird für zukünftige Generationen erhalten und weiterentwickelt.
  • Tram Region Bern: Gute räumliche Integration des Trams Ostermundigen – Köniz.

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Titel Bearbeitet Grösse
Datei JPEG imageModellbild des Nordquartiers (1.63 MB) 19.01.2016 1.6 MB

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