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8. Juni 2011 | Gemeinderat, Direktionen

Mit dem städtischen Aktionsplan zum Ziel: "Gleich viel!"

Der Gemeinderat zieht eine positive Halbzeit-Bilanz zum städtischen Aktionsplan 2009-2012 zur Gleichstellung von Frauen und Männern. So konnte etwa die Prävention von sexualisierter Gewalt an Schulen weiter ausgebaut werden. Überdies werden zurzeit Grundlagen geschaffen, um den gleichen Zugang von Frauen und Männern zu Entscheidgremien und städtischen Kommissionen durchsetzen zu können. Mit dem Aktionsplan stellt die Stadt Bern sicher, dass die Gleichstellung systematischer und gezielter umgesetzt wird.

Vor dreissig Jahren, am 14. Juni 1981, wurden die Gleichberechtigung von Mann und Frau und der Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit vom Stimmvolk angenommen und in der Bundesverfassung verankert. Der Verfassungsartikel garantiert die formale Gleichbehandlung von Frauen und Männern und verpflichtet Behörden und Gesetzgeber, bestehende Diskriminierungen zu beseitigen und die tatsächliche Gleichstellung zwischen Frau und Mann zu verwirklichen. Unter dem Motto „Gleichstellung hat ein Ziel: gleich viel!“ rufen auch dieses Jahr wieder zahlreiche Organisationen zu Aktionen am 14. Juni auf. Der Gemeinderat unterstützt die Anliegen des 14. Juni und zieht gleichzeitig eine Zwischenbilanz zur Umsetzung des städtischen Aktionsplans Gleichstellung.

Umsetzung Aktionsplan auf Kurs

Mit dem städtischen Aktionsplan beschreitet die Stadt Bern seit zwei Jahren neue Wege in der Gleichstellungspolitik. Als erste Schweizer Stadt hat sie Ende 2008 einen vierjährigen Aktionsplan zur Gleichstellung von Frauen und Männern für 2009-2012 lanciert. Der Gemeinderat erfüllte damit einen Auftrag des Stadtrates sowie eine Verpflichtung, die er mit der Unterzeichnung der „Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene“ 2007 eingegangen ist. Der Aktionsplan bezweckt mit über vierzig konkreten Massnahmen, die faktische Gleichstellung von Frauen und Männern in und ausserhalb der Verwaltung konsequent und koordiniert zu fördern und den gleichen Zugang zu städtischen Dienstleistungen und Ressourcen zu sichern. An der Umsetzung sind rund zwanzig Verwaltungsstellen beteiligt sowie Institutionen, die im Auftrag der Stadt Dienstleistungen erbringen.

Systematische Förderung der Gleichstellung

Nach halber Laufzeit des Aktionsplanes lässt sich festhalten, dass die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in und ausserhalb der Verwaltung weiter intensiviert werden konnte. Laufende und neue Gleichstellungsbestrebungen aus allen Zweigen der Verwaltung werden durch den Aktionsplan gebündelt, vernetzt und besser sichtbar. Geschlechteranteile werden vermehrt systematisch erhoben und es werden Grundlagen geschaffen, um den gleichen Zugang von Frauen und Männern zu Entscheidgremien, Führungspositionen und städtischen Kommissionen zu gewährleisten. Der Grundsatz einer ausgewogenen Geschlechtervertretung ist neu im Schulreglement für Schulkommissionen, Schul- und Tagesschulleitungen sowie in den Kultursubventionsverträgen für Vorstand oder Stiftungsrat festgehalten. Weiter wurde die Prävention von sexualisierter Gewalt an Schulen weiter ausgebaut. Das Theaterprojekt „Livia 13“ für die 8. Klassen ergänzt den in allen 2. Klassen jährlich angebotenen Parcours „Mein Körper gehört mir“. Ein Angebot für die Mittelstufe wird momentan als Pilotprojekt getestet.

Prix Egalité für Jugendarbeit

Fortschritte sind auch im Bereich der offenen und stationären Jugendarbeit zu verzeichnen. So werden die Angebote dank geschlechtersensiblen Ansätzen gezielter auf Mädchen und Knaben abgestimmt und dadurch auch besser genutzt. Für sein umfassendes Gender-Mainstreaming ist das städtische „Kompetenzzentrum Jugend und Familie Schlossmatt“ Ende Mai 2011 mit dem Prix Egalité des KV Schweiz ausgezeichnet worden. Bereits zum dritten Mal wird dieses Jahr in der Stadtverwaltung zudem die Einhaltung der Lohngleichheit überprüft. Künftig sollen auch Dritte, die im Auftrag der Stadt Leistungen erbringen, nachweisen, dass sie gleiche Löhne für gleichwertige Arbeit zahlen. Die Grundlagen dafür werden derzeit erarbeitet.

Fachtagung zum Aktionsplan

Am 1. September 2011 findet eine Fachtagung zum Aktionsplan Gleichstellung statt. Sie bietet Einblicke in die laufenden Arbeiten und Projekte des Berner Aktionsplans und in Gleichstellungspläne weiterer Städte. Das Detailprogramm wird demnächst aufgeschaltet.

Weitere Informationen im Netz: www.aktionsplan.bern.ch

 

 

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Datei PDF documentJahresreporting 2010 zum Aktionsplan (111 KB) 08.06.2011 110.3 KB

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