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28. November 2011 | Gemeinderat, Direktionen

Haltestelle Bollwerk wird zum Testgebiet für die Marktgasse

Wie lassen sich Schäden an der Pflästerung in der Marktgasse künftig verringern? Diese Frage wollen das Tiefbauamt der Stadt Bern und Bernmobil mit einem Test im Bollwerk beantworten. Der Versuch soll aufzeigen, wie die Pflästerung, welche in der Marktgasse eingebaut werden soll, auf die Belastung durch Schwerverkehr reagiert.

Die Pflästerung in der Marktgasse befindet sich im Bereich der Tramgleise in einem schlechten Zustand. Zugesetzt haben ihr nicht primär die Tramzüge, sondern vielmehr die Busse des öffentlichen Verkehrs und der Anlieferungs-Schwerverkehr. Eine umfassende Sanierung der Marktgasse ist inzwischen unumgänglich geworden, zumal deren Erscheinungsbild mit den zahlreichen Belagsflicken den städtebaulichen Ansprüchen eines Unesco-Weltkulturerbes nicht mehr genügt. 2013 sollen deshalb in der Marktgasse die Pflästerung und die Gleisanlage ersetzt werden.

Die Stadt Bern will verhindern, dass nach der Gesamtsanierung im Jahr 2013 die Schäden in der Marktgasse erneut Ausmasse annehmen wie nach der letzten Gesamtsanierung im Jahr 1995. Deshalb werden im Rahmen eines Tests auf einem Versuchsfeld im Bollwerk die Bedingungen in der Marktgasse nach der Sanierung 2013 im Massstab 1:1 simuliert. Der Test wird Hinweise bringen, wie die künftige Pflästerung in der Marktgasse im Bereich der neuen Gleisanlage auf die Überfahrten durch Schwerverkehr reagieren wird. Im Zentrum steht der richtige Aufbau der Pflästerung (Unterbau, Übergang zur Gleisanlage).

Die Folgen der Belastungen wurden mit Modellen berechnet. Diese Ergebnisse sollen nun mit einem Praxistest überprüft werden. Der Test wird im Bereich der stark frequentierten Haltestelle Bollwerk der Linie 20 Richtung Wankdorf durchgeführt. Dort gibt es nicht nur viele Bus-Überfahrten, sondern es kann gleichzeitig auch die Reaktion der Pflästerung auf das Anhalten und Anfahren schwerer Motorfahrzeuge untersucht werden.

Gleisstücke und Pflästerung im Haltestellenbereich

Für den Versuch wird bei besagter Haltestelle das künftige Marktgasse-Gleissystem in verschiedenen Winkeln eingebaut und der gesamte Haltestellenbereich mit einer Pflästerung ausgestattet. Der Versuch dauert rund ein Jahr. So kann das neue System unter verschiedenen Witterungsbedingungen im Winter und im Sommer getestet werden. Entsprechen die erhobenen Testdaten den Modellrechnungen, so wird die Pflästerung wie geplant eingebaut. Weichen die Testdaten hingegen von den Modellrechnungen ab, so kann der Aufbau der Pflästerung rechtzeitig für die Sanierung der Marktgasse optimiert werden.

Die Bauarbeiten für die Installation des Versuchsfelds dauern rund drei Wochen und beginnen am Dienstag, 29. November 2011. Die Haltestelle der Linie 20 wird während dieser Zeit wie gewohnt bedient; sie wird lediglich um 20 Meter verschoben.

Die Kosten für den Versuch belaufen sich auf rund 120’000 Franken und werden je hälftig von der Stadt Bern und von Bernmobil getragen. Das Versuchsfeld muss nach Ablauf der Testphase nicht abgebaut werden, weil die Haltestelle Bollwerk im Jahr 2013 im Rahmen der Teilsanierung des Bollwerks ohnehin saniert wird.

 

 

Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

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