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29. März 2012 | Gemeinderat, Direktionen

Monitoring der sozialräumlichen Stadtentwicklung

Detaillierte Darstellung des sozialen Raums

Im zweiten Bericht über die sozialräumliche Stadtentwicklung wird auf zehn thematischen Karten die sozialräumliche Verteilung der Berner Bevölkerung sichtbar gemacht. Er zeigt zum Beispiel detailliert, wie gross der Anteil der Vorschulkinder in den einzelnen Quartieren ist. Erstellt wird das Monitoring von den Statistikdiensten der Abteilung Stadtentwicklung.

Der zweite Bericht zum Monitoring der sozialräumlichen Entwicklung basiert auf Kennzahlen zu Altersstruktur, Nationalität sowie Quartierdynamik. Beim Alter wurde der Fokus auf die Kinder gelegt, um dem Wunsch nach familienrelevanten Kennzahlen nachzukommen. Um die Verteilung detailliert aufzeigen zu können, wurde in Zusammenarbeit mit den Quartierkommissionen der Stadt Bern eine neue Raumeinteilung entwickelt, die sich an der Lebenswelt der Quartierbewohnerinnen und -bewohner orientiert. Die so entstandenen 114 sogenannt «gebräuchlichen Quartiere» der Stadt Bern sind im Bericht abgebildet. Sie werden von den Statistikdiensten neben den offiziellen administrativen Räumen (Stadtteile, Statistische Bezirke) geführt.

Insgesamt bilden im Bericht zehn thematische Karten den sozialen Raum der Stadt Bern ab. Gezeigt wird etwa der Anteil der Vorschulkinder pro Quartier (Siehe Bericht S. 15). Je dunkler die Quartiere in der Karte eingefärbt sind, desto höher ist dieser Anteil, d.h. desto mehr Familienhaushalte befinden sich dort. Generell hohe Kinderanteile weisen Berns Osten sowie der Bezirk Bethlehem auf. Geringe Anteile finden sich in zentral gelegenen Quartieren und der Innenstadt. Der Anteil Vorschulkinder hat in der Stadt Bern von 4.25% im Jahr 2009 auf 4.49% im Jahr 2011 zugenommen. Dies zeugt von der seit 2005 kontinuierlich ansteigenden Geburtenzahl, die sich momentan bei rund 1450 Neugeborenen pro Jahr einzupendeln scheint. Hohe Anteile kleiner Kinder verzeichnen unter anderen Quartiere, in denen in den letzten Jahren grosse, familienfreundliche Wohnungen entstanden sind, so zum Beispiel Hardegg/Weissenstein (9.3% Vorschulkinder), und Schönberg-Ost (7.9% Vorschulkinder).

Monitoring noch in der Aufbauphase
Das 2009 vom Gemeinderat beschlossene Monitoring befindet sich noch in der Aufbauphase. Bis anhin fliessen die Daten von drei Jahren (2009, 2010, 2011) ein. Mit der Zeit wird es möglich sein, Aussagen zu sozialräumlichen Veränderungen zu machen. Damit wird das Monitoring zu einem Steuerungsinstrument der Stadtentwicklung, etwa für die Quartierarbeit, die Sozialplanung, in den Schulen oder in den Kitas. Es sollen zum Beispiel Fragen beantwortet werden können wie:

  • Wie entwickeln sich die verschiedenen Quartiere der Stadt Bern?
  • Wo ist die Belastung durch Sozialhilfe- und Ergänzungsleistungsbeziehende am grössten?
  • Wie viele Personen in der Stadt Bern leben in Armut? Welche Bevölkerungsgruppen sind das? Wo leben sie?
  • Wohnen in neu gebauten Familienwohnungen tatsächlich Familien?
  • Wo hat es viele Kleinkinder und wird der Druck auf die Kitas, Tagesschulen usw. in nächster Zeit grösser?
  • Stehen Kindergärten und Jugendtreffs dort, wo die Kinder wohnen?

 

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Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentBericht Monitoring sozialräumliche Entwicklung (PDF 6.5 MB) 29.03.2012 6.5 MB

Präsidialdirektion der Stadt Bern

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