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5. September 2012 | Gemeinderat, Direktionen

Hochwasserschutz

Kredit für Kiesentnahme im Schwellenmätteli

Im kommenden Winter, wenn die Aare wenig Wasser führt, sollen im Schwellenmätteli rund 35‘000 Kubikmeter Kies ausgebaggert werden. Der Gemeinderat beantragt dem Stadtrat dafür einen Kredit von 690‘000 Franken.

Jahr für Jahr transportiert die Aare erhebliche Mengen Kies und Sand nach Bern. Das Geschiebe stammt hauptsächlich aus den Flüssen Zulg und Rotache sowie aus der Aaresohle, die sich deshalb zwischen Thun und Bern jährlich um circa ein bis zwei Zentimeter absenkt. Ein Grossteil des Geschiebes bleibt im Schwellenmätteli liegen.

Seit dem Jahr 2000 wird das Schwellenmätteli regelmässig vermessen. Dadurch kann die Kiesmenge, die im Schwellenmätteli liegen bleibt, genau bestimmt werden. Gemäss den Vorschriften des Kantons darf die Stadt Bern jeweils nur so viel Kies ausbaggern, bis es im Schwellenmätteli Platz für 50'000 Kubikmeter Kies hat. Sinkt dieses sogenannte Speichervolumen unter 20'000 Kubikmeter, darf wieder Kies entnommen werden. Für die Kiesentnahme ist eine Wasserbaubewilligung des Kantons nötig.

Keine Wassertrübung erlaubt
Zurzeit befindet sich das Speichervolumen just beim oben genannten Grenzwert von 20‘000 Kubikmetern. Um für mögliche Hochwasser ab dem Frühling 2013 genügend Reserven zur Ablagerung von Kies im Schwellenmätteli zu erhalten, sollen während der nächsten Niedrigwasserphase der Aare (Dezember 2012 bis März 2013) rund  35‘000 Kubikmeter Kies ausgebaggert werden.

Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben betreffend Auswirkungen auf den Fischbestand darf bei Bauarbeiten keine Wassertrübung eintreten. Deshalb müssen die Baggerungs-bereiche vor der eigentlichen Kiesentnahme mit Kiesdämmen umschlossen werden. Für die Zufahrt zu den Kiesentnahmestellen werden Baupisten angelegt. Der Kies wird mit Lastwagen über den Dalmaziquai Richtung Dalmazibrücke und via Helvetiaplatz abtransportiert.

Aareuferanlage beim Tierpark wird geschützt
Der Gemeinderat hat ferner in eigener Kompetenz einen Kredit von 280‘000 Franken für eine Hochwasserschutzmassnahme im Bereich der Aareuferanlage des Tierparks Dählhölzli bewilligt. Oberhalb der Biberanlage besteht das Aareufer heute aus einer schadhaften Betonmauer, die bei Hochwasser einzustürzen droht. Mit einem Blocksatz aus Naturstein soll das Ufer saniert und attraktiver gestaltet werden. Um die Durchflutung der Biberanlage zu verhindern, wird auf einer Länge von 21 Metern eine neue, 90 Zentimeter hohe Betonmauer errichtet.

Die Sanierung des Aareufers bietet zugleich den Stadtbauten Gelegenheit, die Wasserzufuhr zur Biberanlage durch den Bau eines Pumpenschachts zu verbessern. Die Kosten für den Pumpenschacht (rund 200‘000 Franken) sind durch die Stadtbauten zu tragen und deshalb nicht Teil des vom Gemeinderat bewilligten Kredits.

Auch die Arbeiten an der Aareuferanlage können nur bei niedrigem Aarepegel ausgeführt werden. Sie sind daher ebenfalls geplant für den Zeitraum Dezember 2012 bis März 2013.

 

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Datei PDF documentVortrag Hochwasserschutz (PDF 88.0 KB) 05.09.2012 88.0 KB

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