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13. Juni 2017 | Gemeinderat, Direktionen

Gemeinsame Standards in der Mahlzeitenherstellung

Das Schulamt, das Jugendamt und alle familienergänzenden Betreuungseinrichtungen der Stadt Bern haben für die städtischen Betriebe Ernährungs- und Qualitätsrichtlinien für die Mahlzeitenherstellung erarbeitet. Die Stichworte dazu sind: schmackhaft, gesund und nachhaltig. In den Kitas, Tagis und Tagesschulen wird schon heute auf gesunde, kindergerechte Ernährung geachtet, neu sollen die Mahlzeiten auch aus regionalen, saisonalen und fair produzierten Produkten hergestellt werden.

In der familienergänzenden Kinderbetreuung der Stadt Bern werden jeden Tag durchschnittlich 2500 Mahlzeiten aufgetischt. Allein schon diese grosse Zahl zeigt, dass gemeinsame Richtlinien für die Mahlzeitenherstellung sowie Qualitätsvorgaben für Lebensmittel sinnvoll und nötig sind. Gleichzeitig war es Bildungsdirektorin Franziska Teuscher wichtig, dass die Verantwortlichen des Schul- und Jugendamtes sowie Mitarbeitende der Betriebe in einem partizipativen Prozess eine gemeinsame Haltung entwickeln konnten. «Wir wollen gemeinsame Standards basierend auf einer gemeinsamen Grundhaltung, welche die Stadt bei der Mahlzeitenherstellung und beim Lebensmitteleinkauf einnimmt. Und dieses Commitment wollen wir jetzt in der Öffentlichkeit bekannt machen, weil es auch zur hohen Qualität unserer Betreuungseinrichten beiträgt», sagte die Gemeinderätin am Dienstag vor den Medien.

Bereits heute wird in der familienexternen Kinderbetreuung gesund und ausgewogen gekocht, auf Allergien und beispielsweise religiöse Essgewohnheiten geachtet und es werden vegetarische Menus angeboten. Auch Rituale rund ums Essen, das Essen als soziales Ereignis mit Verhaltensregeln und die Auseinandersetzung mit der Herkunft des Essens sind im Betreuungsalltag fest verankert. Mit den Ernährungs- und Qualitätsrichtlinien will die Stadt Bern nun auch auf Nachhaltigkeit setzen. Die Mahlzeiten sollen aus saisongerechten und regionalen Produkten hergestellt werden. Als «Fair Trade Town» legt die Stadt Bern zudem grossen Wert darauf, dass die verwendeten Produkte unter fairen Bedingungen produziert wurden.

An erster Stelle steht die Lust am gemeinsamen Essen

Die Zubereitung so vieler Mahlzeiten bietet auch eine grosse Chance für die Gesundheitsprävention und die Wissensvermittlung zu gesunder Ernährung und Nahrungsmittelherkunft und -herstellung. Viel Gewicht legt die Stadt Bern darauf, dass die Kinder Lust am Essen in der Gemeinschaft erleben.

Bei der Mahlzeitenherstellung sollen Zucker, Fett und Salz zurückhaltend eingesetzt werden. Für den Gemeinderat ist wichtig, dass die Richtlinien regelmässig diskutiert, wenn nötig angepasst und die Betreuungspersonen wie auch das Kochpersonal geschult werden. 

Richtlinien sind integraler Teil des Modells «Vielfalt» der Mahlzeitenherstellung

Der Gemeinderat hat im März 2016 bekannt gegeben, dass die Stadt Bern bei der Mahlzeitenherstellung für Kitas, Tagis und Tagesschulen mit dem Modell «Vielfalt» arbeiten wird. Damit ist die Frage, wo gekocht wird, beantwortet worden: In der betriebseigenen Produktionsküche, der Quartierküche oder durch einen Catering-Anbieter. Integraler Teil war zudem der Auftrag Ernährungs- und Qualitätsrichtlinien zu erarbeiten. Diese liegen nun vor. 

Gemeinderat der Stadt Bern

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