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20. September 2016 | Gemeinderat, Direktionen

Organisierte Nachbarschaftshilfe für mehr Lebensqualität

Wären Sie froh um Unterstützung beim Einkaufen oder Kochen? Möchten Sie Ihre Deutschkenntnisse verbessern? Oder verfügen Sie über freie Zeit, um Ihrer Nachbarin Gesellschaft zu leisten? Heute Dienstag wurde das Pilotprojekt «Nachbarschaft Bern» im Stadtteil III Interessierten aus dem Quartier vorgestellt. Ziel ist es, unkompliziert zwischen Nachbarinnen und Nachbarn Unterstützung zu vermitteln.

Bild Nachbarschaft Bern zum Thema kochen. Bild Ephraim Bieri.
Bild Legende:

Rund 50 Personen trafen sich im Kulturlokal Werkhof 102, um den Start von «Nachbarschaft Bern» zu feiern. Das Projekt wurde von der Direktion für Bildung, Soziales und Sport (BSS) gemeinsam mit Partnerorganisationen aus dem Stadtteil III (Mattenhof-Weissenbühl) initiiert. Und so funktioniert es: Quartierbewohnerinnen und -bewohner, die Unterstützung wünschen, und solche, die Unterstützung leisten können, werden zusammengebracht. Die entsprechende Vermittlungsstelle nimmt nun ihre Arbeit auf.

Spontane Unterstützung ist keine Selbstverständlichkeit mehr

«Die spontane Unterstützung ist gerade in der Stadt keine Selbstverständlichkeit mehr», sagte Projektleiterin Simone Stirnimann. «Mit ‹Nachbarschaft Bern› soll diese Lücke geschlossen werden.» Im Fokus stehen kleine Unterstützungsangebote wie Pflanzen giessen, Gesellschaft leisten, Kinder hüten, oder kleine handwerkliche Arbeiten erledigen. Kann der Bedarf eines Quartierbewohners oder einer -bewohnerin nicht in der Nachbarschaft abgedeckt werden, so sucht die Vermittlungsstelle in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen nach einer Lösung.

Erfolg durch Zusammenarbeit

Das Projekt wurde vom Kompetenzzentrum Alter der Stadt Bern initiiert und zusammen mit Akteurinnen und Akteuren vor Ort realisiert. Dazu gehören unter anderem die Spitex Bern, die Friedenskirche und die Eisenbahner-Baugenossenschaft. Die Quartierarbeit Stadtteil III, die QM3, Pro Senectute Region Bern, das SRK Bern Mittelland, die reformierte und die katholische Kirche sowie benevol Bern unterstützen das Projekt fachlich und sind mit ihren Entlastungsangeboten wichtige Partnerinnen. «Für ein gutes Zusammenleben im Quartier braucht es uns alle: Profis, Freiwillige, die Privatwirtschaft, Vereine, Nachbarinnen, Freunde und Angehörige», betonte BSS-Direktorin Franziska Teuscher vor den Anwesenden im «Werkhof 102».

Mitverantwortung und Achtsamkeit in der Nachbarschaft

«Nachbarschaft Bern» ist Teil des Gesamtprojekts «socius – zuhause in der Nachbarschaft», das von der Age Stiftung finanziell unterstützt wird. Es soll älteren Frauen und Männern ermöglichen, auch bei zunehmender Verletzlichkeit in ihrem Quartier wohnen zu bleiben. In weiteren Teilprojekten in der Stadt Bern wird erprobt, wie Quartierverbundenheit und Mitverantwortung gestärkt werden können, um so nachbarschaftliche Unterstützung zu fördern. Davon profitieren alle Quartierbewohnenden, die aufgrund ihrer Lebensumstände auf Unterstützung angewiesen sind. «Für die Bewältigung der heutigen sozialen Probleme braucht es vermehrt Achtsamkeit, Solidarität und Mitverantwortung der Zivilgesellschaft. Die Nachbarschaft ist der richtige Ort, um damit anzufangen», fasste Gemeinderätin Franziska Teuscher das Projektziel zusammen.

Bewohner und Bewohnerinnen des Stadtteils III gesucht

Bereits haben sich erste Freiwillige gemeldet, um sich bei «Nachbarschaft Bern» zu engagieren. Alle Personen, die gerne ein solches Engagement übernehmen möchten sowie Personen mit Bedarf an Unterstützung oder Gesellschaft sind herzlich willkommen: Telefon 031 321 76 50 /   

Mehr zum Projekt «socius – zuhause in der Nachbarschaft» und zu «Nachbarschaft Bern» finden Sie unter www.bern.ch/alter und www.nachbarschaft-bern.ch.

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Direktion für Bildung, Soziales und Sport

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