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23. Juni 2016 | Gemeinderat, Direktionen

Stadt Bern senkt erneut Abfallgebühren

Der Gemeinderat hat beschlossen, die städtischen Abfallgebühren erneut zu senken. Die Anpassung betrifft die Sack- und Sperrgutgebühren, die Gewerbe-Containergebühren sowie die Tarife in den Entsorgungshöfen und schöpft den gemäss Abfallreglement für Gebührensenkungen möglichen Rahmen aus. Die Tarifsenkung tritt für den Gewerbekehricht und in den Entsorgungshöfen per 1. September 2016 in Kraft, für die Gebührensäcke und Sperrgutmarken per 1. Januar 2017.

In der Stadt Bern können die Abfallgebühren ein weiteres Mal reduziert werden. Dies einerseits aufgrund der per 1. Juli 2016 in Kraft tretenden Anpassungen der Kehrichtannahmetarifen in der Energiezentrale Forsthaus, andererseits weil die in den letzten Jahren erzielten Überschüsse in der Sonderrechnung von Entsorgung + Recycling Stadt Bern Spielraum für weitere Gebührensenkungen geben. Bei der Tarifanpassung wurden künftige Gesetzes- und Bevölkerungsentwicklungen berücksichtigt. Der insgesamt vorhandene Spielraum von rund einer Million Franken wird so umfassend und so rasch wie möglich an die Bevölkerung und das Gewerbe weitergegeben. Neu kostet beispielswiese ein 35-Liter-Abfallsack noch 1.40 Franken statt bisher 1.50 Franken und eine Sperrgutmarke noch 4.40 Franken statt bisher 5 Franken (Übersicht über die Tarifanpassungen siehe Faktenblatt).

Bevölkerung und Gewerbe profitieren

«Wir haben uns bewusst dafür entschieden, die Gebühren dort zu reduzieren, wo die Einsparungen für die Bürgerinnen und Bürger und das Gewerbe am deutlichsten spürbar sind», betonte Gemeinderätin Ursula Wyss, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün anlässlich einer Medienkonferenz. Sowohl bei den Sack- und Sperrgutgebühren, wie auch bei den Containergebühren für das Gewerbe wird deshalb der gemäss Abfallreglement zur Verfügung stehende Gebührenrahmen ausgeschöpft. Auch in den städtischen Entsorgungshöfen profitieren die Kundinnen und Kunden von Preisreduktionen. Mit der aktuellen Gebührensenkung bewegt sich die Stadt Bern bei den Kehrichtsackgebühren im Vergleich mit umliegenden Gemeinden und anderen Städten im unteren Bereich der Tarifskala, gesamtschweizerisch nähert sie sich dem Durchschnitt an.

Schnellstmögliche Umsetzung

Die reibungslose Anpassung der Tarife bedingt eine gewisse Vorlaufzeit. Bei der Gewichts- und Andockgebühr des Gewerbekehrichts sowie den Entsorgungshofgebühren muss die Preisänderung systemtechnisch integriert werden; zudem ist eine amtliche Publikation der neuen Tarife erforderlich. Daher werden diese Gebühren per 1. September 2016 reduziert. Bei den Gebührensäcken und Sperrgutmarken müssen die Änderungen dem Lieferanten sechs Monate im Voraus bekannt gegeben werden, da dieser die vertragliche Verpflichtung eines ständigen Lagerbestandes von sechs Monaten zu gewährleisten hat. Ebenso benötigt der Detailhandel als Vertreiber eine gewisse Vorlaufzeit für die Umstellung. Diese Tarifanpassung erfolgt deshalb per 1. Januar 2017. Alte Gebührensäcke und Sperrgutmarken können weiterhin benutzt werden, es werden jedoch keine Preisdifferenzen ausbezahlt.

Trotz Gebührensenkungen Leistungsausbau

In den vergangenen Jahren konnten die Abfallgebühren mehrmals gesenkt werden: 2011 wurden die Grundgebühren reduziert (Gebührenerleichterung von 3,7 Millionen Franken pro Jahr als Folge des Littering-Urteils des Bundesgerichts), 2013 folgte die Reduktion der Sack-, Container- und Sperrgutmarkengebühren (1,2 Millionen Franken), Anfang 2014 wurden im Rahmen der Umstellung von Volumen- auf Gewichtsgebühr die Tarife in den Entsorgungshöfen gesenkt (400‘000 Franken) und Mitte 2014 konnten die Gebühren für das in der Stadt Bern ansässige Gewerbe dem einheimischen - und somit tieferen - Tarif angepasst werden (100‘000 Franken).

Trotz diesen Tarifsenkungen konnte das Entsorgungsangebot in den letzten Jahren schrittweise ausgebaut werden: 2014 wurde der Entsorgungshof Fellerstrasse umgebaut, 2015 folgte die Eröffnung des neuen Entsorgungshofs Schermen und im gleichen Jahr führte die Stadt die erweiterte Grüngutsammlung ein. «Dass es uns gelungen ist, die Dienstleistungen für die Bevölkerung zu verbessern und gleichzeitig die Gebühren zu senken, macht mich sehr stolz», sagte Walter Matter, Leiter Entsorgung + Recycling Stadt Bern. Laut Ursula Wyss sei dies insbesondere dank effizienten Mitteleinsatz und grossem Engagement der Mitarbeitenden von Entsorgung + Recycling möglich, welche sich tagtäglich für eine professionelle Abfallentsorgung in der Stadt Bern einsetzen.

Informationsdienst Stadt Bern

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