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30. Oktober 2015 | Gemeinderat, Direktionen

Vereinbarung unterzeichnet

Zusammenarbeit der Energiestadt Bern mit Chile

Die Energiestadt Bern hat gestern mit drei chilenischen Städten eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit in den Bereichen Umwelt und Energie unterzeichnet. Ziel ist ein institutionalisierter Know-how-Austausch sowie die Realisierung von Kooperationsprojekten.

Erst Ende September wurde die Stadt Bern erneut mit dem Energiestadtlabel Gold ausgezeichnet. Die Stadt konnte sich dabei in vielen Bereichen verbessern und steigerte sich im Rating von 77 auf 82 Prozent der möglichen Punktzahl. Positiv wirkten sich unter anderem der Energierichtplan und die Energie- und Klimastrategie aus. Die umwelt- und energiepolitischen Anstrengungen der Stadt Bern wurden auch im Ausland registriert. Im Frühjahr 2015 trat die Schweizer Botschaft in Chile an die Stadt Bern heran und bat um ein Treffen. Die Botschaft in Chile ist aktiv an den aktuell laufenden Einführungsprozessen des Labels Energiestadt in chilenischen Städten beteiligt. Dabei wünschten die drei Städte Vitacura, Temuco und Coyhaique einen Städtepartner in der Schweiz, dass sie sich mit einer Schweizer Stadt in den Bereichen Umwelt und Energie austauschen können.

Vereinbarung in Chile unterzeichnet

Der Gemeinderat freut sich, dass die Stadt Bern die Gemeinden Vitacura, Temuco und Coyhaique im Rahmen ihrer Energiestadt-Prozesse unterstützen darf. Energiedirektor Reto Nause unterzeichnete gestern Donnerstag (lokale Zeit) in Vitacura mit den Bürgermeistern eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit. Ziel ist ein institutionalisierter Know-how-Austausch zwischen Bern und den drei Gemeinden, aber auch die Realisierung von Kooperations- und Austauschprojekten in den Bereichen Umwelt und Energie. Besonderes Interesse zeigt man in Chile zum Beispiel am konstruktiven Dialog, den die Stadt im Rahmen der Klimaplattform der Wirtschaft mit Unternehmen pflegt. «Der Art und Weise, wie man mit Akteuren aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammenarbeitet und umsetzbare Lösungen sucht, kommt gerade im Umwelt- und Energiebereich eine grosse Bedeutung zu», sagt Gemeinderat Reto Nause. Weiter will man bei der Ausbildung von Fachkräften eine Zusammenarbeit etablieren sowie den Austausch zwischen Experten und Fachhochschulen fördern. «Die Zusammenarbeit soll für beide Seiten von Nutzen sein», sagt Adrian Stiefel, Leiter Amt für Umweltschutz. So wird sich die Stadt Bern auch als Clean- und Greentech-Standort positionieren können, sind doch mehrere Unternehmen in diesem Bereich ansässig. Diesem Know-how wird somit auch international Ausstrahlung verliehen. Eine finanzielle Beteiligung ist nicht vorgesehen. Es ist geplant, dass die Kooperations- und Austauschprojekte primär von Firmen, Fachhochschulen sowie vom Bund getragen werden. Nach drei Jahren soll die Zusammenarbeit evaluiert und über eine Weiterführung entschieden werden.

Begleitung der bundesrätlichen Delegation

Die Unterzeichnung der Vereinbarung erfolgte im Rahmen eines Arbeitsbesuchs von Bundesrätin Doris Leuthard in Chile. Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation hat in Santiago zwei Abkommen für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Chile in den Bereichen Energie und Umwelt unterzeichnet. Gemeinderat Reto Nause und Adrian Stiefel sind Teil der Delegation, welche die Bundesrätin während ihrer Reise begleiten.

Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie

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