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Integrative Förderung (IF)

Die Integrierte Förderung (IF) wird von schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen in Zusammenarbeit mit der Regelklassenlehrperson durchgeführt. Sie unterstützt die Klassenlehrerin in der täglichen Arbeit mit den Schülerinnen und Schüler. Hierzu kommen verschiedenen Unterrichtsformen zur Anwendung

Modelle der Zusammenarbeit

Heilpädagogin mit Schülerinnen

Integrative Förderung (IF) findet in der Regel innerhalb der Klasse oder als Gruppenunterricht ausserhalb der Klasse während der Unterrichtszeiten statt.

IF und gemischte Regelklasse

In der gemischten Regelklasse werden Kinder mit und ohne Schulschwierigkeiten in einer Regelklasse gemeinsam unterrichtet. Es eignen sich dazu besonders mehrstufige Klassen. Eine Lehrperson für IF wird für eine bestimmte Anzahl Lektionen dieser Klasse zugeteilt.

Regelklasse mit Fördergruppen

SchülerInnen mit Schulschwierigkeiten werden zeitweise in einer Fördergruppe durch eine Förderlehrkraft (IF) individuell und in Gruppen unterstützt. Alle Kinder sind einer Regelklasse zugeteilt, in welcher sie auch die wöchentliche Unterrichtszeit verbringen. Damit wird angestrebt, dass die Schülerinnen und Schüler am regulären Schulbetrieb der Klasse teilhaben können.

Klassenintegrierte Förderung

Es gelangen zwei unterschiedliche Betreuungsformen zur Anwendung.

Betreuungsform A Teamteaching 
Der Lernstoff wird von beiden Lehrkräften (Klassenlehrkraft und IF) vermittelt. In der Durchführung der Lektion sind verschiedene, den Bedürfnissen der Klasse und des Sachverhalts angepasste Zusammenarbeits- und Lernformen möglich. (Frontalunterricht, Halbklassenunterricht im Rollentausch, Hauptlehrerin, AssistentIn)

Betreuungsform B Integrierte Schülerbetreuung
Es handelt sich hier um eine meist innerhalb des Klassenzimmers stattfindende delegierte Betreuung von Schülerinnen und Schülern. Die Lerngruppen und der Auftrag werden in der Regel von der Regellehrperson bestimmt.

Teamarbeit

Der Einsatz der Lehrperson für IF versteht sich als professioneller Beitrag im Team mit ElternLehrpersonen und Fachinstanzen. Diese Teamarbeit ist im 4-Stufen-Modell (vergleiche Leitfaden Anhang 3, «4-Stufen-Modell») beschrieben. 

Auf Stufe I wird die Schülerin oder der Schüler in der Klasse gefördert. 

Auf Stufe II werden die Eltern oder aussenstehende Personen im Umfeld der Schülerin oder des Schülers angeleitet, die Kinder im Sinn einer Aktivierung ihrer eigenen Ressourcen zusätzlich zu fördern. 

Auf Stufe III werden Lehrpersonen für Spezialunterricht (Integrative Förderung, Logopädie, Psychomotorik) zur Beratung und Unterstützung der Lehrpersonen der Regelklasse sowie für eine fachspezifische Beurteilung beigezogen.

Auf Stufe IV wird eine Schülerin oder ein Schüler durch eine Fachstelle abgeklärt (Ausnahme: schwerwiegende Auffälligkeiten, die sofortiges Handeln erfordern). 

Die Fachstelle stellt der Standortschulleitung eine Zuweisungsempfehlung zu. Die Fachstellen (Erziehungsberatung, Gesundheitsdienst), aber auch die Schulleitenden der Standortschule können in jeder Phase für Beratung und Unterstützung angesprochen werden. Im Zweifelsfalle wende man sich an die Klassenlehrperson.

Bereichsgrenzen

Probleme tauchen in der Regel nicht isoliert auf. Oft sind von Anfang an mehr als eine Fachstelle involviert. Es gibt immer wieder Überschneidungen. Bei der integrierten Förderung IF geht es primär um Störungen, die das Lernen von einzelnen Schülerinnen und Schülern, Gruppen und ganzen Klassen beeinträchtigen.

Schulische Sozialarbeit
Überschneidungen mit der Schulsozialarbeit ergeben sich deshalb insbesondere bei Störungen mit vorwiegend sozialem Hintergrund.

  • Gemeinsame Aufgabenbereiche: Unterstützung und Beratung von Lehrpersonen, Förderung sozialer Kompetenzen von Gruppen und Einzelnen, Konfliktarbeit in Klassen und mit Konfliktbeteiligten, Themen des Zusammenlebens in der Schule.
  • Unterschiedliche Aufgabenbereiche: Die Integrative Förderung berät Schülerinnen und Schüler, Klassen und Lehrpersonen bei pädagogischen Problemen, die Schulische Sozialarbeit dahingegen bei vorwiegend sozialen Problemen. 

Abgrenzung gegenüber Logopädie
Wenn eine Lehrkraft aus dem Team des Spezialunterrichtes zur Beurteilung und zur Beratung beigezogen wird, orientiert sie sich für die Beurteilung einer Zuweisung an bestimmten Indikatoren. Beispielsweise nehmen Schüler, die nicht lauttreu schreiben, das Angebot der Logopädie wahr, hingegen werden Schüler, die mit häufigen Orthographiefehlern zu kämpfen haben, von Lehrpersonen für IF betreut.
Weitere für eine Gesamtbeurteilung ausschlaggebende Faktoren sind individuelle Kompetenzen und Spezialisierungen der Lehrkräfte für Spezialunterricht, der Grad der Auslastung und die spezifische Situation des Kindes und seines Umfeldes.

Abgrenzung gegenüber Psychomotorik und Ergotherapie
Eine Abgrenzung ergibt sich aus dem unterschiedlichen Schwerpunkt des Angebotes. Für die Lehrperson IF stehen Bewegungsauffälligkeiten nicht im Mittelpunkt ihres Förderbereiches.

Abgrenzung gegenüber integrativer Schulung von Behinderten
Neben den Lehrpersonen integrativer Förderung sind also auch vereinzelt Heilpädagoginnen tätig, die Kindern mit besonderen Beeinträchtigungen Support leisten. Die Integrative Schulung unterscheidet sich von der integrativen Förderung. Bei der integrativen Schulung bleibt ein Schüler Sonderschüler, auch wenn er den Unterricht ausschliesslich an der Regelschule besucht.

Weitere Informationen.

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