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Invasive Neophyten

Zum Erhalt der Biodiversität verstärkt die Stadt Bern die Bekämpfung invasiver gebietsfremder Pflanzen wie Japanknöterich, Goldrute oder Kirschlorbeer. Dabei ist sie auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Eine dafür eingerichtete Koordinationsstelle betreut Einsätze von Freiwilligen, dokumentiert und gibt Auskunft.

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Hier können Sie sich ein Video ansehen, welches die Problematik der invasiven Neophyten anschaulich und einfach erklärt: 

NEOPHYTEN - Erkennen und Bekämpfen - Webseite Kt. Thurgau

Was sind invasive Neophyten?

Neophyten sind gebietsfremde Pflanzenarten, die nach 1500 durch menschliche Aktivitäten absichtlich oder unabsichtlich eingeführt wurden und wildlebend etabliert sind.  Die meisten dieser Pflanzen bereichern unsere Flora, wie zum Beispiel die Nachtkerzen. Einige wenige breiten sich jedoch schnell und massiv im hiesigen Ökosystem aus, verdrängen andere Pflanzenarten und gefährden dadurch die biologische Vielfalt. Daher werden diese Pflanzen als «invasive (lateinisch für einfallen, überfallen) Neophyten» bezeichnet. Sie können bei Mensch und Tier zu gesundheitlichen Problemen führen, Land- und Forstwirtschaft beeinträchtigen oder Asphaltbeläge aufknacken und Flussufer destabilisieren.

Infoblätter zu den einzelnen Neophytenarten finden Sie auf der Webseite von Info Flora (schwarze Liste). 

Nachfolgend finden Sie Videos zu einigen invasiven Neophyten, in welchen die jeweilige Problematik sowie Massnahmen zur Bekämpfung anschaulich erklärt sind.

Video Amerikanische Goldruten - Webseite Kt. Thurgau

Video Drüsiges Springkraut - Webseite Kt. Thurgau

Video Japanischer Staudenknöterich - Webseite Kt. Thurgau

Video Essigbaum - Webseite Kt. Thurgau

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Goldrute

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Japanischer Staudenknöterich

Wo kommen diese vor?

Die Stadt Bern hat 2015 im ganzen Stadtgebiet die Standorte und Ausdehnung der Bestände invasiver Neophyten kartiert. Die Erhebungen haben gezeigt, dass ein grosser Handlungsbedarf besteht. Nicht nur auf öffentlichen Flächen, Baubrachen, entlang von Verkehrswegen und im Wald, sondern auch in Privatgärten. Wenn wir nichts dagegen unternehmen, werden sich invasive Neophyten ungehindert weiter verbreiten.

Wollen Sie sich über die genauen Vorkommen ins Bild setzen? Dann können Sie eine Blick ins Neophyten Feldbuch bei Info-Flora werfen. 

Was können Sie dagegen tun?

Am einfachsten ist es, wenn Sie völlig auf das Anpflanzen invasiver Neophyten verzichten. Wenn Sie bereits invasive Neophyten im Garten haben, können Sie diese konsequent ausreissen und fachgerecht beseitigen. Wie das bei den einzelnen Arten geht, können Sie in den Infoblättern von Info Flora nachlesen. Das Vorgehen entspricht im Prinzip dem „Unkraut jäten“, also der Beseitigung all der Pflanzen, die Sie nicht in Ihrem Garten haben möchten. Wichtig ist, dass Sie die invasiven Neophyten kennen und sich bei der Bekämpfung entsprechend schützen: Manche der Pflanzen geben z.B. einen Saft ab, der bei Kontakt mit der Haut Brandblasen verursacht, oder lösen Allergien aus.

Wenn Sie sich auch ausserhalb Ihres Gartens an der Bekämpfung beteiligen möchten, melden Sie sich bei der Koordinationsstelle Neophyten und Freiwilligenarbeit – wir sind dankbar für Ihre Unterstützung!

Neophyten-Strategie der Stadt Bern

Schon seit langem bekämpft die Stadt Bern auf ihrem Gebiet die invasiven Neophyten. Damit konnte beispielsweise der Riesenbärenklau erfolgreich dezimiert werden. Die Verbreitung der meisten Arten konnte damit aber leider nicht aufgehalten werden. Deshalb hat die Stadt Bern eine neue Strategie für die Neophytenbekämpfung entwickelt, die auf den vier Grundpfeilern Prophylaxe, Bekämpfung, Koordination und Information basiert. Sie will damit flächendeckend die weitere Ausbreitung der schädlichen Eindringlinge wirksam eindämmen. Ein wesentlicher Teil der Strategie ist die zentrale Koordinations- und Auskunftsstelle für Neophyten und Freiwilligenarbeit. 

Die Zusammenfassung der Neophytenstrategie (PDF, 53 KB) stellt die wichtigsten Punkte kurz vor.

Koordinationsstelle Neophyten und Freiwilligenarbeit

Die Koordinationsstelle Neophyten und Freiwilligenarbeit ist bei Stadtgrün Bern angesiedelt. Sie gibt Auskunft zu Fragen rund um die Neophytenbekämpfung und steht für die professionelle Betreuung der Freiwilligen bereit. Sie koordiniert Einsätze zur Bekämpfung invasiver gebietsfremder Pflanzen. Privatpersonen oder Gruppen und Schulklassen, die sich ehrenamtlich an der Bekämpfung beteiligen möchten, können sich bei der Koordinationsstelle melden. Es sind einmalige, ganz- oder halbtägige Einsätze im ganzen Stadtgebiet möglich. Besonders wirksam ist es, wenn jemand als Pate oder Patin die zeitweilige Verantwortung für eine bestimmte Fläche oder einen ausgewählten Bestand übernimmt.  Wir freuen uns, wenn Sie sich melden! 

Fundmeldeblatt für die Ambrosia und den Riesen-Bärenklau

Seit dem 1. Juli 2006 müssen im Kanton Bern Standorte der Ambrosiapflanze gemeldet werden (Meldepflicht). Die Ambrosia (PDF, 523 KB) kann heuschnupfenähnliche Symptome, teils sogar Asthmaanfälle und Atemnot auslösen. Und das nicht nur bei Allergikern. Nur schon das Berühren der Pflanze kann allergische Reaktionen auslösen. Hier finden Sie das Fundmeldeblatt (PDF, 22 KB), das Sie ausgefüllt an Stadtgrün Bern senden können.

Auch der Riesen-Bärenklau verursacht gesundheitliche Probleme. Schon eine flüchtige Berührung der Pflanze kann zu Verbrennungen mit Blasenbildung und schlecht heilenden Wunden führen. Wenn Sie diese Pflanze entdecken, können Sie sie mit demselben Fundmeldeblatt (PDF, 22 KB) bei Stadtgrün Bern melden. Bitte melden Sie uns aber nur Riesen-Bärenklau auf öffentlichem Grund. Stadtgrün Bern ist es nicht möglich, diese Pflanze auf Privatgrundstücken zu beseitigen.

In nachfolgendem Video wird die Problematik des Riesen-Bärenklaus sowie Massnahmen zur Bekämpfung anschaulich erklärt:

Video Riesen-Bärenklau - Webseite Kt. Thurgau

 

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 Ambrosia

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Riesen-Bärenklau

Weitere Informationen.

Kontakt

Stadtgrün Bern / Fachstelle Natur und Ökologie Telefon +41 31 321 73 37

Ihre Ansprechperson:

Rosmarie Kiener
Koordinationsstelle Neophyten und Freiwilligenarbeit

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