Drei Sitzbänke in den Farben der Aktionswoche
Für eine Woche sind drei Bänkli mitten in der Stadt in die Farben der Aktionswoche gegen Rassismus gehüllt. Die Plakette bleibt dauerhaft – mit der klaren Botschaft: «Rassismus hat in Bern keinen Platz».
Drei Sitzbänke der Stadt Bern auf dem Waisenhausplatz sind für eine Woche in die Farben der Aktionswoche gegen Rassismus gehüllt. Eine Bank wurde zudem permanent mit einer Plakette mit der Inschrift «Rassismus hat in Bern keinen Platz» ausgestattet.
Die prominent platzierten Bänke mitten in der Stadt laden zum Verweilen und miteinander Diskutieren ein – während der Aktionswoche und danach.
Ursina Anderegg, Direktorin für Bildung, Soziales und Sport, und Zeinab Ahmadi, Co-Präsidentin der Fachkommission der Fachstelle für Migrations- und Rassismusfragen, Fachspezialistin beim Staatssekretariat für Migration und Junior-Forscherin beim Schweizerischen Zentrum für Islam und Gesellschaft der Uni Freiburg, haben sich auf einem der Bänkli getroffen und sich über die Aktionswoche und andere Themen unterhalten.
«Werkzeuge aneignen, um Räume für alle sicherer zu gestalten»
Gerade für Menschen, die durch gesellschaftliche Strukturen benachteiligt werden, kann die Freizeitgestaltung eine grosse Herausforderung sein. Einerseits, weil der Zugang erschwert ist, andererseits, weil Rassismus während Freizeitaktivitäten Realität ist – sei es an Kulturveranstaltungen, in Quartiervereinen, in Jugendtreffs, auf dem Fussballfeld auf Spielplätzen oder in der Ausübung von Hobbies.
«Unsere Aufgabe ist es, diese Ausschlüsse sichtbar zu machen. Die Aktionswoche bietet eine gute Gelegenheit, sie ins Bewusstsein zu rücken und gemeinsam Strategien zu ihrer Bekämpfung zu diskutieren», sagt Gemeinderätin Ursina Anderegg.
Für Zeinab Ahmadi zeigt sich Rassismus in der Freizeit «wenn Räume, die eigentlich für uns alle offen sein sollten und in denen wir uns willkommen fühlen sollten, für rassifizierte Menschen durch Zugangsbarrieren, die Reproduktion rassistischer Diskurse oder durch abwertende Kommentare und Blicke unsicher werden. Während einige unbeschwert Zeit verbringen, bleibt bei anderen eine ständige Wachsamkeit und das Ringen darum, wie sie mit diesen Erfahrungen umgehen.»
Die Veranstaltungen der Aktionswoche machen diese Erfahrungen sichtbar, betont sie: «Sie schaffen Safer Spaces für den Austausch mit Menschen, welche diese Realität kennen, und laden dazu ein, uns Werkzeuge anzueignen, um Räume für alle sicherer zu gestalten.»
