Varianten
In der ersten Phase der Testplanung haben drei beauftragte Teams verschiedene Varianten entwickelt, wie die Allmenden künftig genutzt werden könnten. Die Erkenntnisse daraus werden hier vorgestellt.
Zwischen März und Dezember 2025 entwickelten drei interdisziplinäre Teams (u.a. Landschaftsarchitektur, Verkehr, Raumplanung) unterschiedliche Lösungsansätze für die künftige Nutzung und Gestaltung der Allmenden. Die Überlegungen und die Arbeiten wurden im Prozess mit Fachleuten, Behörden und betroffenen Interessengruppen gespiegelt.
Aufgabe an die Teams
Die Teams erhielten vielfältige Anforderungen zur Ausarbeitung ihrer Varianten. Insbesondere folgende Aspekte waren zu behandeln:
- Anordnung, Nutzung und Gestaltung der Sport- und Freizeitnutzungen sowie einer durchgehenden Verbindung – auch bei Veranstaltungen
- Grundsätze der Nutzung und Gestaltung für neu zu erstellende Flächen wie z. B. Zirkusplatz, Hyspaplatz, sowie heutige Parkierungsflächen entlang der Papiermühlestrasse
- Kompatibilität mit der Erstellung einer unterirdischen Einstellhalle im Bereich der Grossen Allmend
- Kompatibilität sowie Anordnung, Nutzung und Gestaltung von allfälligen zusätzlichen Infrastrukturen wie z. B. (Naturrasen-)Trainingsfeldern des BSC Young Boys oder weiteren Infrastrukturen
- Nutzungsmöglichkeiten und -szenarien für frei werdende Flächen zuhanden der Bevölkerung
- Potenziale zur Verbesserung von Aufenthaltsqualität und Klimaanpassung sowie Förderung der Biodiversität auf den Allmenden
Nun liegt ein breiter Variantenfächer vor:
- Team Extra: Sportallmend-Naturallmend, Sportcluster und Klima+
- Team MOFA: Allmendband+ und Untervariante
- Team Studio Vulkan: Offene Landschaft und Landschaftspark
Die Varianten zeigen die Vereinbarkeiten, Widersprüche und Konsequenzen der unterschiedlichen Nutzungsansprüche auf den Allmenden. Die Arbeiten der einzelnen Teams können eingesehen werden.
Ausserdem sind die Erkenntnisse aus den sieben Varianten in drei verschiedenen Fokusthemen aufbereitet (Nutzung und Gestaltung, Wege und Treffpunkte, Infrastrukturen). Diese Fokusthemen sind auch in der öffentlichen Ausstellung ausgestellt.
Ein Beurteilungsgremium hat die Varianten bereits eingeordnet. Es steht eine Dokumentation (PDF, 1.4 MB) zur Verfügung.
Team Extra: «Sportallmend-Naturallmend»
Die heutige Prägung der Allmenden wird weiterentwickelt. Das geforderte Raumprogramm wird vollständig erfüllt – hat jedoch auch Konsequenzen.
Team Extra: «Sportcluster»
Das Sportangebot wird auf beiden Allmenden konsequent ausgebaut. Entlang einer zentralen Achse werden vielfältige Angebote für die Bevölkerung geschaffen.
Team Extra: «Klima+»
Die Klimaanpassung der beiden Allmenden wird in den Vordergrund gestellt. Grünflächen und Baumpflanzungen werden ausgedehnt und geben den Rahmen für die übrigen Nutzungen vor.
Team MOFA: «Allmendband+»
Die Allmenden werden aus der Perspektive von Fussgänger*innen gedacht. Flexibilität und Weitläufigkeit stehen im Fokus. Der Profifussball wird auf der Kleinen Allmend angesiedelt.
Team MOFA: «Allmendband+ Untervariante»
Auch hier werden die Allmenden konsequent aus der Perspektive von Fussgänger*innen gedacht; Flexibilität und Weitläufigkeit stehen im Fokus. Der Fussballsport wird jedoch auf der Grossen Allmend konzentriert.
Team Vulkan: «Allmend als Landschaftspark»
Die Allmenden werden zu einem Parkraum mit unterschiedlichen Kammern. Der Fussballsport wird grösstenteils auf der Grossen Allmend konzentriert.
Team Vulkan: «Allmend als offene Landschaft»
Die Nachhaltigkeit wird in den Vordergrund gestellt. Dafür wird auf eine unterirdische Einstellhalle verzichtet und das «Allmendhaus» als multifunktionaler oberirdischer Bau vorgeschlagen, der auch die Parkplätze aufnimmt.
