Navigieren auf Stadt Bern

Benutzerspezifische Werkzeuge

Content navigation

Informationen zu den Angeboten

Der Leitfaden zu «Integration und besondere Massnahmen im Kindergarten und in der Volksschule» (IBEM) des Kantons Bern beschreibt, wie die Kurse für intellektuell ausserordentlich begabte Schüler*innen durchgeführt werden sollen. Angaben zur detaillierten Umsetzung in der Stadt Bern finden Sie auf dieser Seite.

Mädchen schaut durch ein Mikroskop
Bild Legende:

Begriffserklärung

Gemäss Leitfaden (PDF, 870 KB) wird von intellektuell ausserordentlicher Begabung beziehungsweise Hochbegabung dann gesprochen, «wenn der Entwicklungsstand gesamthaft oder in mehreren Bereichen in ausgeprägtem Masse über demjenigen der entsprechenden Altersgruppe liegt». Hochbegabung wird mit einem Wert im Intelligenztest von ≥ 130, mit einer Standardabweichung von 15 (Wechsler Skala), gleichgesetzt. Dies trifft auf rund zwei Prozent aller Schüler*innen zu.

Zielsetzung

Der Leitfaden (PDF, 870 KB) zu «Integration und besondere Massnahmen im Kindergarten und in der Volksschule» (IBEM) formuliert das Ziel, dass «Schülerinnen und Schüler mit einer ausserordentlichen intellektuellen Begabung rechtzeitig erkannt und mit geeigneten Angeboten gefördert werden sollen» (siehe Leitfaden). Mit einem spezifischen Förderprogramm sollen Schüler*innen mit einer Hochbegabung schulisch, sozial und emotional in die Regelschule integriert werden. Die Begabtenförderung beschränkt sich nicht auf die projektartige Bearbeitung von intellektuellen Themen, sondern beinhaltet ganz wesentlich auch die Beschäftigung mit dem Arbeitsverhalten und Lerntechniken, den exekutiven Funktionen (Selbstkontrolle, Selbstregulation), der Kreativität und bezieht die Weiterentwicklung von Selbst- und Sozialkompetenz, die Wahrnehmung von Selbstwirksamkeit und das persönliche Wachstum ein. Dabei setzt sie auf vertrauensvolle und wohlwollende Beziehungen zwischen den Lehrpersonen für Begabtenförderung (LP BF) und den Schüler*innen und zielt darauf ab, sowohl die Selbständigkeit der Schüler*innen, wie auch die Fähigkeit zur Zusammenarbeit zu begünstigen. Die Begabtenförderung hat immer die bestmögliche Unterstützung einer harmonischen Entwicklung der gesamten Persönlichkeit der Schüler*innen im Blick.

Fachpersonen zur Förderung ausserordentlicher Begabungen

Die Lehrkräfte besitzen ein Lehrpatent wie auch eine Ausbildung zur Lehrperson für Begabten- und Begabungsförderung. Die Fachpersonen verstehen sich als Coach, welche die Lernautonomie der Schüler*innen durch die Vermittlung geeigneter Lerntechniken fördern. Sie leiten die Kinder dazu an, für den Lernprozess und die Entwicklung der ausserordentlichen Begabungen auch Eigenverantwortung zu übernehmen. Sie helfen den Schüler*innen, sich die notwendigen Informationen zur Erreichung ihrer Lernziele zu beschaffen und kontrollieren deren Lernfortschritte.

Teilnahmeberechtigung

Teilnahmeberechtigt an den Begabtenkurse Bern (BeKuBe) sind alle durch einen Antrag der Erziehungsberatung und die Bewilligung der Schulleitung zugewiesenen Schüler*innen. Die Teilnahme ist jedoch für die Einzelnen fakultativ. Eine Anmeldung gilt jeweils für ein ganzes Schuljahr. Die Lehrpersonen für Begabtenförderung nehmen mit den Eltern und den Lehrpersonen ihrer zugeteilten Schüler*innen Kontakt auf und informieren über das Förderangebot sowie über den Anmeldeprozess. Die Begabtenförderung der Stadt Bern ist ein Angebot der Volksschule und kann keine Schüler*innen aus Privatschulen aufnehmen.

Angebot A: Pull-Out

Die Lehrpersonen für Begabtenförderung erarbeiten mit den Schüler*innen ein selbstgewähltes Projekt. Die Ziele werden hoch angesetzt, sollen aber nicht unrealistisch sein. Für die Durchführung der Projekte betreiben die Kinder und Jugendlichen einigen Zeitaufwand, damit sie lernen, das Interesse aufrecht zu erhalten und Durchhaltevermögen aufzubauen.

Die Schüler*innen erstellen mit Hilfe der Lehrpersonen eine Dokumentation ihrer Leistungen. Am Ende des Schuljahres präsentieren sie ihre Arbeiten in einer geeigneten Form. 

Angebot B: Integrative Begabtenförderung

Diese Unterstützung findet in der Regel im Schulhaus vor Ort statt. In Absprache mit der Lehrperson passen die Lehrpersonen für Begabtenförderung den aktuellen Unterrichtsstoff für die betroffenen Schüler*innen an und ergänzen ihn mit weiterführenden Materialien. Die Intensität, Art und Menge der Unterstützung bzw. Förderung werden den momentanen Gegebenheiten angepasst. Eine gewinnbringende Zusammenarbeit mit der Klassenlehrperson ist wichtig. 

In einem gemeinsamen Gespräch zwischen Eltern, Klassenlehrperson und Lehrperson für Begabtenförderung wird die geeignete Förderung (Pull-Out oder Integrative Begabtenförderung) definiert. Es können nicht beide Angebote parallel gewählt werden. 

Weitere Informationen.

Kontakt

BeKuBe Informationen zu den Kursen

Fusszeile