Fokusthema Nutzung und Gestaltung
Welchen Charakter sollen die Allmenden künftig haben? Sollen sie als gemeinsamer Raum funktionieren, oder in unterschiedliche Richtungen entwickelt werden? Wie viel Platz braucht es für Biodiversität? Wie gestalten wir die Zwischenräume der einzelnen Flächen?
Charakter und Nutzung
Der vielfältig nutzbare Raum braucht eine robuste Grundstruktur, der Spielräume für zukünftige Bedürfnisse offenlässt.
- Für die Nutzungsverteilung prüften die Teams, wie viel und welche Nutzungen die Allmenden aufnehmen können, ohne den Charakter der Weite und Offenheit zu verlieren. Räumliche und betriebliche Ansprüche sowie die Multifunktionalität von Flächen waren Teil der Aufgabe.
- Drei Grundprinzipien erweisen sich als zentral für die Weiterentwicklung der Allmenden: Die räumliche Weite, die funktionale Vielfalt und die Offenheit für künftige Nutzungen.
- Das Wesen der Allmenden wird deutlich durch die Anordnung und Intensität der einzelnen Nutzungen geprägt, wie die Varianten zeigen. Ein massgebender Faktor ist die Sportinfrastruktur: Eine Konzentration auf der Grossen Allmend würde den unterschiedlichen Charakter der Allmenden verstärken; eine Verteilung auf beide Allmenden dagegen würde die Grosse Allmend entlasten und die Kleine Allmend beleben.
Ökologie und Klimaanpassung
Massnahmen für Klimaanpassung sind entscheidend für die Nutzbarkeit und Zukunftsfähigkeit der Allmenden.
Die bestehenden Naturwerte sind vielseitig:
- Grosse Allmend: Waldränder, Hecken, Feldgehölze, Krautsäume und artenreiche Wiesenflächen.
- Kleine Allmend: artenreiche Wiesen, Weiden mit Trockenzeigern, geschützte Heckenstrukturen sowie eine isolierte Population von Zauneidechsen (national geschützte Art).
Die verschiedenen Varianten zeigen auf, dass bezüglich Klimaanpassung und auch Biodiversität auf den Allmenden beträchtliches Potenzial besteht. Dies geht allerdings mit einem entsprechenden Raumbedarf einher.
Die Potenziale:
- Auf der Grossen Allmend besteht primär Aufwertungspotenzial durch Bäume. Diese bieten Schatten, kühlen das Stadtklima und helfen, den Raum zu gliedern.
- Auf der Kleinen Allmend liegt der Fokus auf dem Erhalt des bestehenden Trockenbiotops (Zauneidechsen). Mehrere Varianten schlagen ein neues Feuchtbiotop als zusätzlichen Lebensraum vor.
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Die Variante «Klima+» von Team Extra stellt ein Maximalszenario dar, um die Allmenden an die stadtklimatischen Herausforderungen anzupassen.
Zwischenräume
Damit die Allmenden ihr Potenzial als öffentlicher Freiraum entfalten können, braucht es sensibel gestaltete Aufenthaltsräume und auch Zwischenräume. Bereits kleine Eingriffe an den richtigen Stellen können bedeutende Mehrwerte schaffen. Team MOFA hat sich vertieft der Gestaltung von Zwischenräumen und Übergängen gewidmet.
Weiter sind Einrichtung und Möblierung gefragt: Die meisten Nutzungen benötigen Einrichtungen wie Sitzgelegenheiten, Spiel- und Sportgeräte, Wegweiser und Beleuchtungen. Sorgfältig gewählte Elemente können dazu beitragen, einen Ort für Aufenthalt und Nutzung zu aktivieren. Der Beitrag von Team MOFA zeigt in einer einfachen Bildsprache ein breites Spektrum an möglichen Elementen auf.
Plakat «Zwischenräume» zum Download (PDF, 2.7 MB)
